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Globuli - Heilende Kügelchen

von Tobias Dunkel | 12.01.2019
2min Lesezeit

Das Kind ist vom Klettergerüst gefallen und auf der Stirn wächst sofort eine dicke Beule. Während Mama tröstet, holt Papa ein kleines Fläschchen mit Kügelchen heraus: Arnica-Globuli - unter vielen Eltern DAS Wundermittel bei Prellungen, Blutergüssen oder nach Stürzen. Überhaupt setzen immer mehr Menschen auf die Wirksamkeit der kleinen Kügelchen.

Globuli liegen im Trend

Tausende Deutsche vertrauen auf die Heilkraft homöopathischer Medikamente - und das, obwohl deren Wirksamkeit nach wie vor nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist. Gerade auch bei Kindern und Babys kommen Globuli als sogenannte sanfte Methode gerne zum Einsatz, bevor zu schulmedizinischen Medikamenten gegriffen wird; beispielsweise bei Zahnungsproblemen oder Ohrenschmerzen. Aber was genau sind Globuli eigentlich?

Kleine Streukügelchen

Der Begriff „Globuli“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Kügelchen“. Diese sind in der Alternativmedizin die beliebteste Darreichungsform. Hergestellt werden sie aus reinem Rohrzucker - deshalb werden sie von Globulin-Gegnern auch gerne als „wirkungslose Zuckerkügelchen“ bezeichnet. Die Kügelchen werden je nach Einsatzgebiet mit einem speziellen natürlichen Wirkstoff oder Wirkstoffkomplex „imprägniert“ bzw. benetzt und dann an der Luft getrocknet. Dazu werden die genutzten Substanzen sehr stark verdünnt. Statt sie zu schlucken wie andere Medikamente soll man sie langsam auf oder unter der Zunge zergehen lassen.

Das Ähnlichkeitsprinzip

Das Prinzip hinter homöopathischen Arzneimitteln lautet „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“. Nach diesem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip ruft die Einnahme eines bestimmten Wirkstoffs bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervor. Wer nun unter einer Krankheit leidet, deren Beschwerden diesen (durch den Wirkstoff ausgelösten) Symptomen ähneln, kann durch eben diesen Wirkstoff auch geheilt werden. Oder anders ausgedrückt: Weil ein bestimmter Wirkstoff die vorhandenen Beschwerden noch leicht verstärkt, wird das Immunsystem alarmiert. Der Körper wird dazu aufgefordert, seine Selbstheilungskräfte mehr anzustrengen, und so greift er gezielt gegen die Beschwerden ein.

Einsatzgebiete

Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und dem Ausbleiben etwaiger Nebenwirkungen gelten Globuli generell als für alle Altersklassen und auch für Stillende und Schwangere geeignet. Sie können sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden angewendet werden. Die Wahl des richtigen Wirkstoffs und der jeweiligen Dosis hängt von den individuellen Beschwerden ab. Prinzipiell findet man vom fiebrigen Infekt bis hin zum Muskelkater aber für alle häufigen körperlichen wie psychischen Beschwerden ein passendes Präparat. Und viele Apotheken führen bereits eigene Abteilungen für Globuli.

Eine persönliche Entscheidung

Ob nun in medizinischen Studien bewiesen oder nicht - homöopatische Methoden sind eine Option, die auf jeden Fall eine Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden darstellt. Ob und wie Sie davon profitieren möchten, entscheiden Sie am Ende selbst.

 

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