Bei bestimmten schweren Erkrankungen kann eine Cannabis-Therapie dazu beitragen, Ihre Beschwerden zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Wir unterstützen Sie in diesem Fall gerne. Allerdings dürfen wir Ihre Cannabis-Therapie nur bezahlen, wenn eine Ärztin oder ein Arzt sie Ihnen verordnet hat. Welche Voraussetzungen dafür gelten, erklären wir Ihnen hier.
So wirkt Cannabis
Die Wirkung von Cannabis beruht in erster Linie auf den Inhaltsstoffen Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC gilt zum Beispiel als muskelentspannend. Außerdem kann es Übelkeit und Erbrechen lindern. CBD wirkt vor allem entkrampfend und entzündungshemmend.
Verordnung über die Arztpraxis
Eine Cannabis-Therapie kommt infrage, wenn andere geeignete Behandlungsmöglichkeiten
- nicht ausreichend wirksam sind,
- nicht vertragen werden oder
- aus medizinischen Gründen nicht angewendet werden können.
Ob dies bei Ihnen zutrifft, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Bei Bedarf bekommen Sie dann eine entsprechende Verordnung. Das erfolgt unter strengen medizinischen Auflagen und setzt eine regelmäßige ärztliche Kontrolle voraus.
Kostenübernahme nur unter bestimmten Voraussetzungen
Grundsätzlich gilt: Wir können die Kosten für Ihre Cannabis-Therapie nur übernehmen, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen das Präparat auf einem Kassenrezept (Muster 16) verordnet. Möglich ist dies für Cannabisextrakte in standardisierter Qualität und Fertigarzneimittel.
Um Ärztinnen und Ärzte zu unterstützen, gibt es einen speziellen Fragebogen. Damit können sie wichtige Aspekte prüfen, bevor sie eine Cannabis-Therapie verordnen. Dazu gehören neben Ihrer individuellen medizinischen Situation auch die Art Ihrer Beschwerden, mögliche Risiken der Therapie sowie der zu erwartende Nutzen.