Ausbildungsvertrag

Wenn Sie unter 18 Jahre alt sind, müssen Ihre Eltern den Ausbildungsvertrag unterschreiben. Ist das erledigt, sind damit Rechte und Pflichten für beide Seiten verbunden - und zwar je nach Ausbildung für die nächsten drei bis dreieinhalb Jahre. Die Arbeitszeit darf bis zu acht Stunden am Tag betragen, maximal 40 Stunden in der Woche.
Im Vertrag müssen Art und Ziel Ihrer Berufsausbildung sowie die Bezeichnung des Ausbildungsberufs klar genannt werden. Darüber hinaus sind Namen und Anschriften des Azubis und des Unternehmens Bestandteil des Vertrages.

Sie erhalten eine Kopie des Vertrages. Ein weiteres Exemplar geht an die Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer. Denn dort werden Verzeichnisse über Berufsausbildungsverhältnisse geführt. Nur Azubis mit eingetragenem Berufsausbildungsverhältnis werden zur Abschlussprüfung zugelassen. 

Achten Sie außerdem auf diese Dinge:

Sie haben ein bis maximal vier Monate Probezeit. Das bedeutet: Innerhalb dieser Zeit kann Ihnen grundlos gekündigt werden. Anschließend ist das nur noch bei schwereren Verstößen wie Diebstahl möglich. Sie selbst haben ein Sonderkündigungsrecht - aber nur dann, wenn Sie einen anderen Beruf lernen möchten.

Die Höhe Ihres Azubi-Gehaltes wird im Berufsausbildungsvertrag festgelegt und muss jährlich eine Steigerung vorsehen. Grundlage sind Tarifverträge oder Empfehlungen der Fachverbände.

Pausen regelt das Jugendschutzgesetz: 30 Minuten bei sechs Stunden Arbeitszeit, 60 Minuten bei längerer Arbeitsdauer.

Wie viel Urlaub Sie erhalten, hängt von Ihrem Alter ab. Die Urlaubsdauer ist im Bundesurlaubsgesetz geregelt.

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