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Cholesterin | VIACTIV Krankenkasse

Cholesterin: Was ist das und wie schädlich ist es?

von Jessica Weiser | 25.07.2022
Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.
4min Lesezeit

Cholesterin hat einen schlechten Ruf – soll es doch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Dabei ist Cholesterin unter anderem als Bestandteil aller menschlichen Gewebe lebenswichtig. Das erscheint zunächst verwirrend, muss es aber nicht sein.

Kennen Sie Ihre Cholesterinwerte? Nein? Damit sind Sie nicht allein. Laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Toluna im Mai 2020 haben sich mehr als ein Drittel der Bevölkerung (36 Prozent) bislang nicht für die eigenen Cholesterinwerte interessiert. Bei der Befragung kam zudem heraus, dass sich bei den unter 40-Jährigen sogar mehr als die Hälfte noch nicht mit den eigenen Cholesterinwerten beschäftigt hat. Dabei haben laut Robert Koch-Institut fast 60 Prozent der Erwachsenen in Deutschland erhöhte Cholesterinwerte. Hier wäre es wichtig, den Wert im Auge zu behalten, denn wenn er über einen längeren Zeitraum zu hoch ist, kann es zu Ablagerungen in den Blutgefäßen kommen – was das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls erhöht.

Was ist Cholesterin?

Das Wort Cholesterin, auch Cholesterol genannt,  stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Begriffen Chole (deutsch: Galle) und Stereos (deutsch: fest, hart, verhärtet) zusammen. Cholesterin wird aber nicht nur von jeder Zelle im menschlichen Körper benötigt, es ist auch für die Bildung vieler Hormone und anderer Körpersubstanzen wichtig. Nur ein kleiner Teil wird über die Nahrung aufgenommen. Der größte Teil des benötigten Cholesterins wird in der Leber gebildet. Damit es von dort aus alle Stellen im Körper erreicht, wird es von der Leber aus über das Blut transportiert. Cholesterin ist allerdings, ähnlich wie Fett, eine schlecht wasserlösliche Substanz. „Der Körper muss daher einen Weg finden, die Fette im „wässrigen“ Blut zu transportieren“, erklärt die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen e. V. (DGFF). „Er verpackt sie in Eiweiß-Päckchen und bildet sogenannte Lipoproteine. Sie bestehen aus Fett (Lipid) und Eiweiß (Protein) und transportieren das Cholesterin über die Blutgefäße zu den Körperzellen. Lipoproteine gibt es mit niedriger Dichte (LDL) und hoher Dichte (HDL).“

Gutes Cholesterin, schlechtes Cholesterin

Es gibt mehrere Transportformen, die dafür sorgen, dass sich das Cholesterin durch den Körper bewegt. Der wohl wichtigste Wert ist der LDL-Wert. LDL-Cholesterin steht für Low-Density-Lipoprotein. Dieses transportiert das Cholesterin durch den Blutkreislauf von der Leber in alle Zellen des Körpers. LDL gilt als „schlechtes“ Cholesterin, denn wenn das „Cholesterinangebot größer als die Aufnahmekapazität der Zelle ist, geben die LDL ihre Cholesterinfracht im Blut ab, wo es sich in den Gefäßwänden ablagert“, sagen die Expertinnen und Experten der DGFF. Je mehr Ablagerungen vorhanden sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Arteriosklerose, also eine Arterienverkalkung, entwickelt. Auch die Gefahr einer örtlichen Thrombose steigt. Wie hoch der LDL-Cholesterinwert sein darf, hängt davon ab, wie hoch das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist. Bei einem gesunden Erwachsenen gilt ein Wert bis 116 mg/dl als unproblematisch, während Menschen mit hohem oder sehr hohem Risiko unter 70 mg/dl beziehungsweise 55 mg/dl liegen sollten. Im Gegensatz dazu sollte der HDL-Wert nicht zu niedrig sein. Das ist die Kurzform von High-Density-Lipoprotein. Da es das überschüssige Cholesterin aufnimmt und zurück zur Leber transportiert, sind Mediziner der Meinung, dass ein hoher HDL-Wert besonders gut ist.

Cholesterinwert zu hoch? Das kann man tun

Den Cholesterinwert kann man durch eine Blutentnahme bestimmen. Ist der LDL-Wert auch nach mehrmaligen Tests zu hoch, wird an erster Stelle zu einer Veränderung des Lebensstils geraten. Vor allem die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren sollten Betroffene reduzieren. Diese sind vor allem in tierischen Produkten enthalten – zum Beispiel in Käse, Wurst und Butter. Auch Transfettsäuren, die in Fast-Food- und Fertiggerichten vorkommen, erhöhen den LDL-Wert genauso wie übermäßiger Alkoholkonsum. Zusätzlich zu einem gesunden Lebensstil raten Experten aber auch zu regelmäßiger Bewegung und zum Verzicht auf Nikotin, um der Herzgesundheit etwas Gutes zu tun. Allerdings liegt es nicht immer am Lebensstil, wenn das Cholesterin zu hoch ist. So schreibt der renommierte Kardiologe Professor Ulrich Laufs: „Die LDL-Cholesterinspiegel im Blut sind wesentlich von der Regulation in der Leber (nicht der Nahrungsaufnahme) abhängig, die genetisch bestimmt ist.“ Ist eine medikamentöse Therapie notwendig, seien Statine die „Therapie der ersten Wahl“. Diese hemmten die körpereigene Bildung von Cholesterin in der Leber.

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