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Wie gefährlich ist Aluminium?

von Tina Gallach | 14.04.2021
4min Lesezeit

Aluminium ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Es befindet sich in der Erdkruste, in Pflanzen, Nahrungsmitteln, in Kosmetik und in Haushaltsartikeln. Seit geraumer Zeit steht es aber im Ruf, schädlich zu sein. Was ist dran?

Als schnelle Küchenhilfe ist Aluminium als Alufolie beliebt, außerdem wird es in der Lebensmittelindustrie zum Verschließen diverser Verpackungen wie Joghurtbecher oder Margarinetöpfe eingesetzt – und auch das pandemiebedingt so beliebte To-go-Essen wird häufig in Aluschalen geliefert. Der Grund: Das Material ist hitze- und kältebeständig, wiederverwertbar, hält Feuchtigkeit im Produkt oder draußen, also immer genau da, wo sie sein soll. Diese Merkmale machen Aluminium auch für die Kosmetikindustrie interessant, weswegen es in Cremes und Lippenstiften, in Deos oder Zahnpasta eingesetzt wird.

Schadet Aluminium dem Körper?

Lange war man davon ausgegangen, dass Aluminium ungefährlich ist. Seit Kurzem aber ist bekannt, dass es durch Lebensmittel oder Kosmetika in unseren Körper gelangen und dort auf Dauer Schäden anrichten kann, weil es sich anreichert. Besonders betroffen wären laut Verbraucherzentrale im Falle eines Falles Nervensystem, Fruchtbarkeit oder auch die Knochenentwicklung. Daher raten die Verbraucherschützer, die Aufnahme von Aluminium so gering wie möglich zu halten, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnte noch im November 2019 unter anderem vor Aluschalen und aluminiumhaltigen Deodorants. Aber ist das Material, mit dem wir seit Jahrzehnten leben, wirklich so gefährlich? Wenn ja, wie eliminiert man es dann aus seinem Alltag? Und: Muss alles weg?

Grenzwert für Aluminium

Zunächst einmal kann man sagen: Nein, man muss nicht komplett aluminiumfrei leben. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für Aluminium einen Grenzwert festgelegt, den TWI (Tolerable Weekly Intake): Er liegt bei 1 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht. Das klingt erstmal nach relativ viel. Demnach könnte doch ein 90 Kilogramm schwerer Mann 90 Milligramm Aluminium aufnehmen, ohne, dass es ihm schadet – und ginge es nach der gemeinsamen Expertenkommission der Welternährungs- und Weltgesundheitsorganisation (JECFA), wäre es sogar die doppelte Menge. Der Haken ist nur, dass Aluminium nicht nur dort zu finden ist, wo es silbrig glänzend als Material verwendet wird, sondern selbst in Pflanzen steckt, also auch in Lebensmitteln wie Haferflocken, Kakao, Tee oder Spinat.

So gelangt Aluminium aus der Umwelt in den Körper

Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste, durch Regen wird es ausgewaschen und gelangt so in Pflanzen oder ins Grundwasser, worüber es dann von uns Menschen wieder aufgenommen wird. Außerdem schwebt es auch als Feinstaub in der Luft herum, so können wir es einatmen oder über die Haut aufnehmen. Ein Leben komplett ohne Aluminium ist also nicht möglich – und laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) werden die von EFSA und JECFA berechneten Grenzwerte sogar schnell erreicht.

Sorgen muss man sich deswegen aber erstmal nicht. Denn die Grenzwerte stehen erstmal nur für sich. Bis die Dosis an Aluminium für den Körper wirklich schädlich wird, ist noch Luft nach oben. Selbst wenn man zusätzlich zu diesem natürlich vorkommenden Aluminium noch Deo und Kosmetik benutzt. In diesem Bereich sind allerdings Jugendliche durch teilweise überdurchschnittlichen Kosmetikkonsum besonders gefährdet. Sie wiegen meist weniger als Erwachsene, was den Grenzwert schon deutlich herabsetzt – benutzen dafür aber häufig mehr Pflegeprodukte wie Deos oder Lippenstifte.

Experten geben Entwarnung

Allerdings gibt es auch hier überwiegend entwarnende Einschätzungen von Experten. So hat man am Zentrum für Kognitive Störungen an der TU München zum Beispiel herausgefunden, dass der Großteil des Aluminiums über die Nieren wieder ausgeschieden wird und gar nicht erst in den Körperkreislauf gerät. Dennoch geriet Aluminium vor einigen Jahren stark in die Kritik, weil es in Verdacht stand, (Mit-)Auslöser für Brustkrebs und Alzheimer zu sein. Studien an Betroffenen hatten ergeben, dass sich Aluminium sowohl im Brustgewebe von erkrankten Frauen als auch im Gehirn von Alzheimerpatienten befunden habe. Das ist zwar bis heute unumstritten, allerdings fehlen bisher groß angelegte Studien, die einen tatsächlichen kausalen Zusammenhang herstellen. So fanden sich in den Gehirnen der Alzheimerbetroffenen neben Aluminium auch noch unter anderem Kupfer und Quecksilber und man konnte bis heute nicht herausfinden, ob die Anreicherung der Stoffe Alzheimer auslöst. Oder ob es sich bei der Entstehung von Alzheimer in den erkrankten Gehirnregionen sammelt.

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