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So wird man Wespen los

von Tina Gallach | 15.09.2020
4min Lesezeit

Sie nerven – aber nur, weil sie Hunger haben. Sie stechen – aber nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Eigentlich sind Wespen gar nicht so schlimm. Wenn man weiß, wie man mit ihnen umgehen soll.

Fast war ja schon Herbst, aber gerade hält der Sommer nochmal ein kleines Stelldichein – und mit ihm sind plötzlich die Wespen wieder da. Kleine Plagegeister, die einem zurzeit jedes Stück Kuchen auf der Terrasse, jedes Eis in der Hand und jedes süße Getränk madig machen, weil sie es umschwirren, so dass man sich kaum noch traut, irgendwo abzubeißen oder einen Schluck zu trinken. Dabei waren sie doch neulich noch hinter herzhaftem Fleisch her, haben Grillwürstchen angefallen und am Schinkenbrot geknabbert. Wie kommt das? Warum sind es plötzlich so viele Wespen, die wieder herumfliegen? Und: Wie wird man sie los? Oder muss man das gar nicht – sind sie eigentlich gar nicht so schlimm, wie ihnen nachgesagt wird?

Wespen sind Nutztiere

Als Erstes muss man mal klarstellen: Der Ruf, der den Wespen vorauseilt, ist ungerecht. Natürlich nerven viele von ihnen, natürlich stechen sie auch manchmal, was schmerzhaft und für Allergiker sogar gefährlich sein kann. Aber in erster Linie sind Wespen Nutztiere: Sie helfen, unsere heimischen Pflanzen, besonders Obstbäume, zu erhalten, indem sie für Bestäubung sorgen. Wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen, um davon zu naschen – Wespen lieben Obst – bleibt jeweils etwas Blütenstaub an ihren Hinterbeinen hängen, den sie auf der nächsten Blüte dann wieder verteilen. Damit haben sie also eine wichtige Aufgabe in unserem Ökosystem zu erledigen. Zusätzlich zum Süßkram brauchen die Wespen aber auch Proteine für ihren Nachwuchs. Um da ranzukommen, jagen sie Insekten wie beispielsweise Fliegen, Mücken, Fruchtfliegen oder Blattläuse. Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) vertilgt ein Wespenstaat bis zu 3.000 Kleininsekten pro Tag – das können bis zu zwei Kilo an Schädlingen sein, die sie beseitigen.

Warum stechen sie?

Dass die kleinen Brummer trotzdem einen so schlechten Ruf haben, liegt vor allen Dingen an zwei Arten: an der Deutschen Wespe und an der Gewöhnlichen Wespe. Sie sind aber nur zwei von insgesamt mehreren hundert unterschiedlichen Wespenarten, die es bei uns in Deutschland gibt. Alle anderen sind allerdings eher zurückhaltend. Die Deutsche und die Gewöhnliche Wespe kommen uns jedoch oft viel zu nahe, weil sie uns etwas von unseren Leckereien abjagen wollen. Dabei geht es ihnen übrigens saisonal bedingt um zwei unterschiedliche Arten von Nahrung aus zwei unterschiedlichen Gründen: Im Frühjahr und Sommer muss es Proteinhaltiges sein. Also überwiegend Fleisch. Deswegen umschwirren sie unseren Grillteller und unsere Wurstbrote. Sie sind aber auch Aasfresser, beseitigen also auch tote Tiere – auch das ist ein wichtiger Faktor in einem gut funktionierenden Ökosystem. Die Proteine sind wichtig für die Aufzucht des Nachwuchses. Im Spätsommer und Herbst stürzen sie sich dann auf Süßes. Dann brauchen sie Kohlenhydrate. Zum einen für sich selbst, um bei Kräften zu bleiben. Zum anderen, um ihrer Königin genug Energiereserven zu verschaffen, damit sie den kommenden Winter gut übersteht. Und dabei geht es ihnen eigentlich wirklich nur um unser Essen. Normalerweise nie um uns Menschen. Leider kommt es ab und zu zu Missverständnissen. Dann fühlen die Wespen sich bedroht – und stechen. Für Allergiker kann das lebensgefährlich werden.

So wird man Wespen los

Wie aber wird man sie los, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen? Was auf keinen Fall hilft, ist wegpusten. Denn dabei atmet man jede Menge Kohlendioxid aus. Das macht Wespen erst recht aggressiv. Auch wildes Herumzappeln oder Umsichschlagen ist kontraproduktiv. Als erste Regel ist wichtig, Essen und Getränke nur abgedeckt hinzustellen, damit die Wespen gar nicht erst angelockt werden. Will man dann essen, sollte man möglichst bald alles aufessen, damit es weg ist. Süße Säfte oder Alkohol sollten nie aus Flaschen getrunken werden, in die sich unbemerkt eine Wespe verirren kann – sondern immer nur aus Gläsern oder aus Flaschen mit Strohhalm. Kommen sie einem doch zu nahe, kann man sie zum Beispiel ruhig aber bestimmt mit einer Zeitung oder Ähnlichem zur Seite schieben. Was manchmal Wunder wirkt: Regen imitieren, indem man Wasser aus einer Pflanzensprühflasche versprüht. Dann machen sie sich aus dem Staub. Eins darf man aber nicht: die Wespen töten. Das kann unter Umständen teuer werden.

Bußgeld, wenn man Wespen tötet

Wespen stehen wie alle Wildtiere unter Artenschutz. Wer sie ohne vernünftigen Grund fängt, verletzt oder tötet, oder wer ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten beschädigt oder zerstört, kann unter Umständen mit einem hohen Bußgeld rechnen. Je nach Bundesland können das laut Bußgeldkatalog zwischen 5.000 und bis zu 65.000  Euro (in Brandenburg) bei besonders geschützten Wespenarten wie Kreisel- oder Knopfhornwespen sein. Wer ein Nest an seinem Haus findet und die Wespen loswerden möchte, kann sich zum Beispiel beim Nabu Hilfe holen. Dort gibt es Experten, die die Nester sachgemäß umsiedeln können.

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