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Selbstversuch: Osteopathie gegen Rückenschmerzen

von Lennart Krause | 27.12.2019
5min Lesezeit

Rückenschmerzen nerven! Mich nun schon seit einigen Jahren. Seit ich einen Bürojob habe und große Teile des Tages sitzend verbringe, hat sich meine Rückenmuskulatur gefühlt in einen einzigen durchgehenden Block verwandelt. Die Zugluft im Büro tut ihr übriges. Nicht selten knackst und knirscht es bei mir im Rücken- und Schulterbereich. Über den unteren Rücken will ich am liebsten gar nicht reden. Da zieht und drückt es so, dass ich mich oft steif, unbeweglich und eher wie Mitte 80 statt 33 Jahre alt fühle.

Auf dem Weg zum Osteopathen

Diesen Zustand wollte ich nicht mehr länger hinnehmen. Doch was tun? Klar, Sport ist eine gute Lösung. Da müsste ich generell mehr tun, da ein blockierter Rücken mir bei meinem Lieblingshobby Tennis auch überhaupt nicht hilft. Doch als frischer Papa und mit einem Vollzeitjob ist es gar nicht so leicht, Zeit und Motivation fürs Training zu finden. Und wenn ich mich mal aufraffe, habe ich nach dem Fitnessstudio eher noch blockiertere Muskeln. Das sei ganz normal, meint der Trainer im Studio, der Anfang sei immer hart. Trotzdem fasste ich den Entschluss, mir auch anders helfen zu lassen.

Ich recherchierte im Internet, was man tun könnte. Osteopathie wurde in vielen Foren als sehr wohltuend und hilfreich beschrieben. Als ich dann noch las, dass ich als VIACTIV-Mitglied finanziell ordentlich bezuschusst werde (bis zu 60 Euro pro Sitzung, sechsmal im Jahr), stand der Entschluss fest: Ich gehe zum Osteopathen. „Wird schon nichts schaden“, dachte ich mir, während die Telefon-Warteschleife eines zertifizierten Osteopathen in meiner Heimatstadt dudelte.

Die Behandlung

Kurz darauf war ich mit dem Osteopathen verbunden, der direkt ein kurzes Kennenlerngespräch mit mir führte. Ich beschrieb ihm meine Probleme, dann vereinbarten wir einen Termin. „Holen Sie sich vorher noch eine Bescheinigung von Ihrem Hausarzt, das ist wichtig für die Krankenkasse“, gab er mir noch als Rat mit auf den Weg. Gesagt, getan. Keine zwei Wochen später hatte ich einen 90-minütigen Ersttermin.

Noch bekleidet unterhielten wir uns erneut über meine Rückenprobleme. Außerdem fragte der Osteopath nach etwaigen Stressfaktoren in meinem Leben und in meiner Vergangenheit. Dann hieß es: Ausziehen bis auf die Unterhose. Und hinstellen. Ein etwas komisches Gefühl, halbnackt in einer Praxis zu stehen und von allen Seiten betrachtet zu werden. Der Osteopath scannte mit seinen Augen mich und meinen Körper von Kopf bis Fuß. „So, jetzt bitte einmal hinlegen.“

Ich machte es mir in Rückenlage auf der Masseliege bequem und wartete gespannt, welche Griffe und Kniffe jetzt gleich an mir rütteln würden, um meinen Rücken wieder einzuknacksen. Doch stattdessen ging die Betrachtung weiter. Wieder scannte mich der Osteopath von Kopf bis Fuß. „Okay, ich kann auf jeden Fall etwas für Sie tun“, versprach er. „Gerne“, sagte ich und wartete nun auf das erste Knacken. Aber weit gefehlt!

Während der nächsten knapp 60 Minuten knackste gar nichts an meinem Körper. Wie auch? Der junge Mann rüttelte überhaupt nicht an mir. Auch knetete oder drückte er nicht. Einzig schob er seine Hände an verschiedene Stellen unter meinen Rücken und ließ sie dort für einige Minuten verweilen. Gefühlt drückten seine Fingerspitzen leicht an bestimmte Punkte, aber mit Sicherheit sagen konnte ich das nicht. „So kann man auch sein Geld verdienen“, dachte ich etwas spöttisch, kam mir Osteopathie in diesem Moment doch eher wie Scharlatanerie vor.

Wenige Sekunden später wurde ich erstmals von meinem eigenen Schnarchen wach. Ich wusste gar nicht, wie das passieren konnte, aber ich war vor lauter Entspannung eingenickt. Gerade dämmerte ich wieder weg, da bemerkte ich, dass mein Gesicht wärmer wurde. Auf eine Art wie man das nach Massagen kennt. Irgendwas in meiner Muskulatur schien in Wallung gekommen zu sein.

Wieder ein lautes Grunzen meinerseits. Wieder war ich weggedämmert. Dieses Mal deutlich länger, denn der Osteopath war gerade fertig und zog seine Finger unter mir weg. „Jetzt kommen Sie langsam zu sich, sammeln Sie sich kurz, dann können Sie langsam aufstehen und sich anziehen“, sagte er. Das mit dem Sich-Sammeln hätte ich besser befolgen sollen, denn als ich aufstand, war mir kurz schwindelig. „Puh, krass, heftig“ waren die einzigen Worte, die mir in den Kopf kamen. Ich stand ein wenig neben mir. Nicht unangenehm, sondern tiefenentspannt.

Als ich wieder ganz da war, führte mein Osteopath mit mir ein weiteres Gespräch. Meine linke Körperhälfte sei extrem aus dem Lot. Daher sei es kein Wunder, dass ich Rückenschmerzen habe. „Das kriegen wir mit der Zeit aber hin“, wurde mir Besserung in Aussicht gestellt. Allerdings sei nicht nur mein vieles Sitzen das Problem, sondern auch, dass ich mir zu viel Stress mache. Der Osteopath gab mir Tipps für Entspannungsübungen und für Literatur, die mir helfen könne, ausgeglichener zu werden. Außerdem vereinbarten wir einen Termin, der sechs Wochen später stattfinden sollte.

Besserung schon nach kurzer Zeit

Schon drei Tage später war mir klar, dass der Termin auch auf jeden Fall stattfinden wird. Denn meinem Rücken ging es lange nicht so gut. Ich weiß nicht, wie, aber ich habe nicht mehr das Bedürfnis, mich zu strecken. Auch knackt es viel weniger. Ich fühle mich rundum wohler. Schon nach einer Sitzung. Dieser Erfolg überraschte beim nächsten Termin selbst meinen Osteopathen. „Wir sind keine Wunderheiler, solche Ergebnisse gibt es nicht immer, aber helfen können wir wirklich oft“, sagte er.
Das kann ich nur bestätigen. Ich bin nun seit vier Monaten in Behandlung und wirklich glücklich über den Zustand meines Rückens. Normalerweise bin ich von alternativen Heilmethoden nur bedingt überzeugt, aber Osteopathie hat bei mir wirklich für eine spürbare Verbesserung gesorgt. Ich kann jedem nur empfehlen, es auch mal zu versuchen. Denn tatsächlich: Schaden wird es bestimmt nicht. Im Gegenteil!

(Autor: Lennart Krause)

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