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Schluss mit dem Nägelkauen

von Jessica Weiser | 30.04.2021
3min Lesezeit

Knabbern, knibbeln, kauen: Unsere Fingernägel müssen einiges mitmachen. Nägelkauen ist weit verbreitet. Doch es gibt gute Gründe, damit aufzuhören.

Stress, Langeweile, körperliche Anspannung, emotionale Ausnahmesituationen oder einfach ein Eckchen am Nagel, das schon seit Stunden stört – die Gründe, warum Menschen zum Nägelkauen neigen, sind unterschiedlich. Meist versuchen Knibbler ihre Finger zu verstecken, dabei stehen sie mit ihrem Problem nicht allein da. Umfragen zufolge knibbeln oder kauen etwa 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen an ihren Fingernägeln, bei Kindern und Jugendlichen ist es sogar fast die Hälfte. Betroffene bearbeiten oft ihren Nagel so lange, bis davon nicht mehr viel übrig ist – oder sie beißen und zuppeln an der Haut rund um den Nagel herum.

Schmerzhaftes Laster

Unschöne Nägel, empfindliche Fingerkuppen und blutige Stellen sind die Folge. „Der Nagel selbst ist totes Material, den stört es nicht, wenn ich daran herumknibble“, sagt der Dermatologe Uwe Schwichtenberg. Trotzdem sollte man sich dazu nicht hinreißen lassen. Oft führt das Knibbeln nämlich dazu, dass die Haut am Nagelbett einreißt. „Manipuliert man die Vorderkante des Nagels, wo er zur Haut übergeht, kann das eine bakterielle Entzündung zur Folge haben“, warnt der Arzt. „Das Nagelbett kann man sich im Prinzip vorstellen wie einen Schlauch, der um den Nagel liegt“, so Schwichtenberg. „Wenn hier Bakterien eindringen und wuchern, dann greift dies das gesamte Nagelbett an.“ Das verursache Rötungen, Juckreiz oder Schmerzen, könne aber auch schwerwiegendere Folgen haben. „Im schlimmsten Fall kann sich Eiter im Nagelbett ansammeln, der dann abgelassen werden muss.“

Den Ursachen auf den Grund gehen

Deshalb ist es wichtig, den Grund für das Nägelkauen herauszufinden. „Das Kauen und Knibbeln ist ein Symptom“, sagt der Experte. „Und wie für jedes Symptom gibt es einen Auslöser.“ In der Regel sei dieses nicht dermatologischer, sondern psychologischer Natur. „Viele knibbeln, weil sie Stress haben“, fasst er zusammen. „Deshalb sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man die Anfeindungen des Alltags erträglicher macht, ohne den eigenen Körper zu ruinieren.“ Schlussendlich führe das zu mehr Lebensqualität – und die sei noch viel wichtiger als gutaussehende Nägel.

Ausgleich zum Nägelkauen

Es gebe viele Mittel und Wege, Anspannung und innere Unruhe auf gesündere Art und Weise abzubauen, zum Beispiel durch Joggen, Yoga oder autogenes Training. „Es gilt einen Ersatz für das Nägelkauen zu schaffen, anstatt es sich zu verbieten.“ Als kleine Gedankenstütze gibt es in der Apotheke Cremes und Tinkturen, die man auf die Nägel auftragen kann. „Sie schmecken bitter und erinnern Gewohnheitsknibbler daran, dass sie etwas tun, was sie eigentlich lassen sollten.“ Wenn der Drang allerdings zu groß sei, könnten sie allerdings auch nicht helfen.

Hilfe bei spröder Haut und rissigen Nägeln

Auch beschädigte Nägel und rissige Nagelhaut verleiten oft zum Knibbeln. „Das kennt vermutlich jeder und meist hat man ausgerechnet dann keine Nagelschere zur Hand.“ Dieses Problem lässt sich jedoch leicht lösen. „Wenn man dazu neigt, gehört eine Nagelschere zur Grundausstattung.“ Pflegen statt Manipulieren lautet die Devise. Und man kann noch mehr tun. „Wichtig ist, dass man verstanden hat, dass der Nagel als solches nicht zu beeinflussen ist“, erklärt Schwichtenberg. Natürlich gebe es Lacke, die bei brüchigen Nägeln helfen können. Aber grundsätzlich sollte man auch hier der Ursache auf den Grund gehen. „Gebaut wird der Nagel im Nagelbett. Wenn ich ein Qualitätsproblem des Nagels habe, dann habe ich meistens ein Qualitätsproblem des Nagelbettes.“  Sind trockene oder schuppige Haut oder ein Ekzem das Problem, könne man dem durch regelmäßige Pflege Einhalt gebieten. „So tut man nicht nur der Haut etwas Gutes, sondern sorgt auch dafür, dass das, was in der Zukunft gebaut wird, besser ist.“ Jeder solle dabei ruhig zu den Pflegeprodukten greifen, mit denen er oder sie am besten klarkommt. „Man muss nicht jeden Trend mitmachen“, betont Uwe Schwichtenberg. Hauptsache, man benutze sie regelmäßig und unterstütze damit die Selbstfettung der Haut. Darüber freuen sich dann letztendlich nicht nur die Finger, sondern auch die Nägel.

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