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Yogakurs – so verhält man sich richtig

von Tina Gallach | 08.09.2021
3min Lesezeit

Yoga soll den Körper trainieren, Geist entspannen – und im besten Fall Körper und Geist vereinen. Damit das für alle Kursteilnehmer funktioniert, gibt es ein paar Regeln.

Im Moment finden die meisten Kurse immer noch online statt, demnächst geht es aber wieder zurück in die Studios. Zwar unter Hygienebedingungen und vielleicht auch nicht mit voller Teilnehmerzahl – dennoch: Die Freude ist groß. Endlich trifft man wieder Gleichgesinnte und kann sich live und in Farbe über die Zeit in der häuslichen Isolation und den neuesten Tratsch austauschen oder einfach die Erlebnisse des Tages mit anderen besprechen. Trotzdem sollte der Fokus auf der Yogastunde liegen. Und darauf, für alle eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder mit sich selbst beschäftigen kann. Das bedeutet vor allen Dingen, dass der Smalltalk vor der Tür beendet sein sollte. Aber auch andere Regeln haben ihren Sinn.

Das sind die 5 größten No-Gos im Yogakurs

  1. Zu spät kommen
    Yoga ist Konzentration pur. Bei den Übungen achtet man extrem auf seine Körperhaltung und das Körpergefühl – und nicht zuletzt auf seine Atmung. Man findet zu sich. Kommt jemand zehn Minuten zu spät in die Stunde gehetzt, bringt das alle durcheinander. Und auch für den Zuspätkommer selbst ist es unter gehetzten Umständen schwer, sich in die Yogastunde einzufühlen und Abstand zum Alltagsstress zu bekommen. Darum lieber zehn Minuten zu früh da sein und sich in Ruhe auf das einstellen, was gleich passiert.
  2. Das Handy mit in die Stunde nehmen
    Viele Menschen können ja schon gar nicht mehr ohne Handy. Sie fühlen sich nackt ohne ihren kleinen elektronischen Begleiter oder haben Angst, etwas zu verpassen. Da es beim Yoga aber unter anderem darum geht, sich auf sich selbst zu besinnen und den Alltag draußen zu lassen, muss das Handy auch draußen bleiben. Ein klingelndes Smartphone mitten in der Yogastunde ist ein absolutes No-Go. Wer nicht ohne kann, sollte sich einen anderen Sport suchen.
  3. Feste Schuhe im Studio
    Um ein gutes Körpergefühl aufzubauen, wird Yoga grundsätzlich barfuß ausgeführt. Wer Probleme mit kalten Füßen hat, kann natürlich auch rutschfeste Socken oder feine elastische Ballettschuhe anziehen. Was aber gar nicht geht, sind feste Schuhe im Yogastudio. Sie sind plump und meist dreckig, weil sie auch draußen oder in anderen Kursen getragen werden. Schuhe müssen leider draußen bleiben.
  4. Smalltalk beim Sport
    Es gibt sicherlich Sportarten, bei denen man sich nebenbei über die neuesten Erlebnisse, über Klatsch, Tratsch und den Job auslassen kann. Beim Yoga ist das nicht so. Wer quatscht, hält sich selbst davon ab, sich auf sich und seinen Körper zu konzentrieren und seine Gedanken zu lenken. Was aber noch viel schlimmer ist: Er hält auch alle anderen davon ab. Der Smalltalk sollte vor der Tür bleiben. Im Studio geht es nur um den Moment. Und wie schön ist es doch, den Kopf mal so richtig leer zu bekommen und den Alltag draußen zu lassen.
  5. Bollerige Kleidung tragen
    Natürlich soll sich jeder wohlfühlen beim Yoga. Darum muss sich auch niemand in knatsch enge Sportklamotten zwängen, wenn die nur die Speckröllchen zwicken oder die Bewegungen einschränken würden. Aber zu weit sollte die Kleidung auch nicht sitzen. Immerhin verdreht und verbiegt man sich bei der ein oder anderen Übung so, dass alles verrutschen kann. Und wenn man dann nur damit beschäftigt ist, ständig alles wieder zurechtzuzupfen, bleibt die Konzentration aufs Wesentliche auf der Strecke. Darum ist relativ enganliegende Kleidung optimal, die einfach da bleibt, wo sie sein soll. Nicht zuletzt, damit die Leitung der Yogastunde notfalls die einzelnen Yogaposen korrigieren kann. In weiten Hosen sieht man beispielsweise schlechter, ob die Kniescheiben hochgezogen oder locker sind. Eine korrekte Ausführung lässt sich in engerer Kleidung einfach leichter ablesen. Und auch der Ausschnitt des Shirts sollte nicht zu tief sein, um bei gebeugten Übungen keine allzu tiefen Einblicke preiszugeben. Das könnte andere ablenken.

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