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Wunden richtig versorgen

von Maximilian Mühlenweg | 29.06.2020
5min Lesezeit

Mit dem Messer das Ziel verfehlt, statt der Tomatenhaut die eigene Haut getroffen: und nun? So versorgt man Wunden richtig.

Was hilft bei Augenverletzungen?

Wenn spitze Fremdkörper ins oder ans Auge gelangt sind, sollte man dieses, so gut es geht, ruhigstellen. Das geht am besten mit einem sogenannten Dreieckstuch. Dieses möglichst keimfreie Tuch wird nach Empfehlungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in eine Krawattenform gefaltet, sanft auf das Auge gelegt und anschließend um den Kopf herum festgebunden. Wichtig ist, dass dabei kein Druck auf das Auge ausgeübt wird.

Sind kleinere Partikel ins Auge gelangt, sollten diese zuvor bestmöglich mit klarem Wasser herausgespült werden. Auch wenn dies leichter gesagt als getan ist, sollte keinesfalls im Auge gerieben werden, da Fremdköper so nur noch weitflächiger im Auge verteilt werden. Je nach eigenem Ermessen und nachdem, was genau ins Auge gelangt ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was hilft bei Blasen?

Allgemein sollten durch Verbrühung oder Reibung entstandene Blasen nicht geöffnet werden, da sonst sehr schnell Keime und andere Erreger in die offene Wunde darunter geraten können. Darauf weist das DRK ausdrücklich hin. Langandauernde und unter Umständen gefährliche Infektionen wären die Folge. Wird eine Blase zu schmerzhaft, kann sie vom Arzt mit einer sterilen Nadel geöffnet werden.
Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, sollte so lang wie möglich Luft an die Blase gelassen und die Blase nur außer Haus zum Schutz mit einem Blasenpflaster abgedeckt werden. Schmerzen an der betroffenen Stelle können leicht mit einer Salzwasserkompresse gelindert werden. Dazu müssen lediglich etwas Salz und kaltes Wasser auf ein Tuch gegeben und auf die Blase gelegt werden. Mit Kamillentee kann man sich außerdem nicht nur die Linderungszeit schmackhaft vertreiben, sondern die abgekühlten Beutel gegen Schmerzen auf die betroffene Stelle legen.

Was hilft bei Fingerverletzungen?

Besonders ärgerlich sind Verletzungen an den Fingern, da wir sie ständig bewegen und sie häufig mit Keimen in Berührung kommen. Hat man sich geschnitten, etwas aufgeschürft oder verbrannt, ist es deshalb besonders wichtig, die Finger vor dem Verbinden gründlich unter Wasser zu säubern. Reicht aufgrund der Verletzungsgröße ein einfaches Pflaster, kann dieses mit zwei keilförmigen Einschnitten an beiden Enden der Klebeflächen ganz einfach an die Fingerform angepasst werden. So kann man auf spezielle Fingerpflaster verzichten. Sind die Finger an den Gelenken verletzt, ist es sinnvoll, diese mit einer stramm gewickelten Mullbinde zu fixieren, da die Wundheilung durch die ständige Bewegung andernfalls verlangsamt wird.

Was hilft bei Gelenkverletzungen?

Häufig sind Gelenkverletzungen mit direkt eintretenden und starken Schmerzen verbunden, was eine zügige Linderung umso wichtiger macht. Das DRK weist dazu auf die sogenannte PECH-Formel hin, die aufgrund des meist zutreffenden Akronyms im Namen leicht zu merken ist:
P für Pause: Das Gelenk sollte sofort ruhiggestellt werden, um es nicht unnötig weiter zu belasten.

E für Eis: Kältekompressen lindern Schmerzen und sollten für mindestens eine halbe Stunde dauerhaft auf das betroffene Gelenk aufgelegt werden. Damit die Kompressen nicht aufgrund ihrer Temperatur unangenehm auf der Haut brennen, können sie in Papierhandtücher oder andere dünne Umschläge gewickelt werden.

C für Compression: Englisch für „Druck“ oder „Zusammenpressen“ – um das Gelenk zu stützen und entlasten, sollte es mit einem Verband mehrfach fest umwickelt werden. Dabei kann auch eine Kältekompresse mit eingewickelt werden.

H für Hochlagerung: Um Schwellungen bestmöglich abzumildern und die Blutstillung der betroffenen Gefäße im Gelenk zu beschleunigen, sollte es hochgelegt werden.

Sollte die betroffene Stelle stark anschwellen, ist ein Arztbesuch ratsam, um Brüche, Überdehnungen oder Bänderrisse in den Gelenken auszuschließen.

Was hilft bei Schürfwunden?

Was bei allen Wunden zu beachten ist, gilt bei Schürfwunden aufgrund der meist größeren Fläche nochmal besonders: Ist Schmutz in die Wunde gelangt, sollte man diesen vorsichtig herausspülen und die Wunde während des Heilungsprozesses besonders gut beobachten, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen. Schürfwunden lassen sich meist am besten mit einem klassischen Druckverband versorgen. Dieser besteht aus einer keimfreien Wundauflage, die auf die offene Wunde gelegt wird und laut DRK-Empfehlung mit zwei bis drei kreisförmigen Mullbinden-Umwicklungen befestigt werden sollte. Anschließend ein Druckpolster auf den Wundbereich legen, das mit weiteren Umwicklungen befestigt wird. Ist die Wunde soweit abgeheilt, dass keine offenen Stellen mehr zu erkennen sind, heilt sie meist problemlos ohne Pflaster an der Luft noch etwas besser aus.

Was hilft bei Schnittverletzungen?

Egal wo man sich geschnitten hat, kommt es zur optimalen Wundversorgung vor allem auf die Tiefe der Verletzung an. Denn wenn es nur ein kleiner Schnitt beim Gemüseschneiden ist, reicht es, die Wunde mit Wasser zu säubern und mit einem Pflaster oder einem kleinen Wundverband zu bedecken. Wenn allerdings Empfindungsstörungen oder Bewegungseinschränkungen in der Wundregion auftreten, können Sehnen oder Nerven verletzt sein. In diesem Fall sollte man die Wunde möglichst keimfrei mit einem Druckverband bedecken und einen Arzt aufsuchen. Dort wird auch geprüft, ob Impfungen gegen Infektionskrankheiten wie Tetanus aufgefrischt werden müssen.

Was hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen?

Die Nudeln sind al dente, das Wasser muss nur noch abgegossen werden und schnell ist es passiert: Wenn die Griffe etwas zu feucht sind, rutscht der ganze Topf aus der Hand und das kochend heiße Wasser landet auf Armen, Oberkörper und Beinen. In so einem Fall sollte die nasse und heiße Kleidung sofort ausgezogen und die betroffenen Körperstellen gekühlt werden. Anschließend sollte die Verbrühung mit einem leichtaufliegenden, keimfreien Verband bedeckt werden, um Infektionen zu vermeiden. Wenn vorhanden, nutzt man als Wundauflage am besten ein mit Aluminium beschichtetes Metalline-Tuch, das nicht an der Wunde kleben bleibt. Selbst dann, wenn oberflächig keine offene Wunde erkennbar ist, ist auch bei leichteren Verbrühungen oder Verbrennungen die Haut stark geschädigt und kann sehr leicht Erreger aufnehmen. Das gleiche Vorgehen gilt auch bei Verbrennungen, solange keine Fremdkörper an der Wunde kleben. Dann sollte in jedem Fall eine Notfallambulanz zur korrekten Entfernung der Fremdkörper aufgesucht werden. Ist mehr als eine handgroße Körperfläche betroffen, empfiehlt das DRK außerdem, nur in Maßen zu kühlen, da es andernfalls schnell zu einer Unterkühlung kommen kann.

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