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Blutgerinnungs­hemmer

Blutgerinnsel gehören zu den häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall. Um letzteren zu vermeiden, gibt es Blutgerinnungshemmer. Hier erfahren Sie, was Sie bei Einnahme dieser Mittel wissen und beachten sollten.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Studien des Robert-Koch-Instituts zufolge für rund 40 Prozent aller Todesfälle in Deutschland verantwortlich. Damit sind sie noch häufiger als Krebs. Eine dieser Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das Vorhofflimmern, eine Form der Herzrhythmusstörung. Unbehandelt besteht ein hohes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln im Herzen, die häufig Ursache für einen Schlaganfall sind. Um das zu vermeiden, werden sogenannte Blutgerinnungshemmer eingesetzt. Zum Einsatz kommen meist zwei sehr unterschiedlich wirkende Medikamentengruppen: entweder Vitamin-K-Antagonisten (VKA) – oder neue bzw. direkte orale Antikoagulantien (DOAK), also Gerinnungshemmer.

VKA oder DOAK – die Unterschiede

Vitamin-K-Antagonisten (VKA) sind Arzneimittel, die bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zugelassen wurden. Sie wirken als Gegenspieler des Vitamin K, das zur Bildung mehrerer Gerinnungsfaktoren in der Leber benötigt wird. So wird die Gerinnungsfähigkeit des Blutes vermindert. Sie werden als Tablette eingenommen. Ihre Wirkung wird regelmäßig durch Gerinnungstests kontrolliert und bei Bedarf angepasst, da ihre Wirkung durch andere Medikamente und Nahrungsmittel (zum Beispiel Grünkohl) beeinflusst werden kann.

Direkte orale Antikoagulantien (DOAK) ist der Oberbegriff für eine Gruppe von gerinnungshemmenden Arzneistoffen, die direkt gegen bestimmte Gerinnungsfaktoren wirken. Da diese Substanzen noch nicht allzu lange auf dem Markt sind, werden sie manchmal auch neue orale Antikoagulantien (NOAK) genannt. Auch sie werden als Tablette eingenommen. Die Handhabung ist einfach, allerdings ist für ihre Wirksamkeit eine hohe Therapietreue nötig.

Vor- und Nachteile der Behandlungsalternativen

Vitamin-K-Gegenspieler (VKA) oder direkte Gerinnungshemmer (DOAK) zur Blutverdünnung? Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. In Zulassungsstudien zeigte sich bei den meisten Patientengruppen eine vergleichbare Wirksamkeit beider Mittel. Allerdings ist die Handhabung der DOAK grundsätzlich einfacher als die der Vitamin-K-Antagonisten. Vorteile der DOAK fanden sich in den Zulassungsstudien hinsichtlich der Verringerung von Blutungsereignissen, insbesondere der Hirnblutungen. Allerdings sind Studiendaten grundsätzlich nicht uneingeschränkt auf den praktischen Alltag übertragbar. Sogenannte „Real-Life-Studien“ zeigen sehr unterschiedliche Ergebnisse. Darin kommen, im Gegensatz zu Zulassungsstudien, realistische Faktoren, zum Beispiel große Unterschiede im Alter der Patienten, die Zahl und Art der Begleitmedikamente und/oder bestehende Vorerkrankungen, zusammen.

Fazit und Empfehlung

Direkte orale Antikoagulantien sollten nicht unkritisch verordnet werden. Vitamin-K-Antagonisten sind seit langem bewährt und wirksam. Stabil eingestellte Vitamin-K-Antagonisten-Patienten sollten nicht ohne medizinische Begründung auf direkte orale Antikoagulantien umgestellt werden.

Unser Tipp: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin die Vor- und Nachteile der für Sie zur Verfügung stehenden Alternativen. Egal für welches Mittel er bzw. sie sich entscheidet, die Indikation und das Risiko sollten immer abgewogen werden.

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