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Wie viel Bildschirmzeit für Erwachsene ist gut?

von Maximilian Mühlenweg | 24.05.2022
Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.
4min Lesezeit

Zur Bildschirmzeit zählt nicht nur die Zeit, in der man zum Arbeiten am Computer sitzt. Dazu gehört auch das private Surfen mit dem Handy – und das abendliche Fernsehen. Ab wann ist es zu viel und wie reduziert man seine Bildschirmzeit nachhaltig?

Endlich Mittagspause! Schnell auf dem Smartphone ein Video angeklickt, das einen Einblick in die Traum-Safari gibt, die für den nächsten Sommerurlaub geplant ist. Warmer Savannen-Wind weht durchs Haar, erdiger Geruch steigt in die Nase, bevor sich der Elefant nähert, dessen kühle, raue Haut man so lange berührt, bis einen das Fauchen der Löwen in der Ferne kurz aufschrecken lässt. Moment … irgendetwas stimmt doch nicht. Keine Technik ist in der Lage, echte Erlebnisse in der dreidimensionalen Welt so darzustellen, wie sie wirklich ist. Bildschirme und alles, was wir auf ihnen sehen, nehmen wir ohne Tiefe des Raums wahr.

Wieso ist zu viel Bildschirmzeit schlecht für unsere Sinne?

Die digitale Welt auf den Bildschirmen passt also eigentlich so gar nicht zu den Sinnesanforderungen, die man im realen Leben hat. Nicht nur als Kinder, sondern auch als Erwachsene lernen wir mit jeder Aktivität – gehen, schreiben oder eben am Bildschirm lesen – dazu. Wir wollen unsere Sinne nutzen, sie schärfen. Hören, aus welcher Richtung ein Vogel zwitschert und sehen, wie er auf uns zufliegt. Wer viel auf den Bildschirm schaut, sperrt viele Sinneseindrücke aus und verhindert, dass wir unsere Fähigkeiten gleichmäßig beanspruchen und schulen. Man könnte meinen, Bildschirme strafen uns für den Versuch, vielfältige, analoge Eindrücke komprimiert auf einem einzigen, kleinen Monitor zu sammeln, mit diversen Beschwerden.

Wie schadet der Blick auf den Bildschirm?

Monoton auf eine Bildschirmfläche zu schauen, strengt unter anderem die Augen an. Die US-Organisation „The Vision Council“ hat mit einer Studie aus dem Jahr 2015 herausgefunden, dass man bei langer, konzentrierter Arbeit vor dem Bildschirm deutlich weniger blinzelt als normal. Die 10.000 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer, die viel Zeit vor Bildschirmen verbrachten, hatten im Vergleich zur Kontrollgruppe entsprechend deutlich häufiger trockene, gerötete und schmerzende Augen. Auch Augenbewegungen in verschiedene Richtungen und der Fokus von nahen zu fernen Objekten ist an Bildschirmen weniger bis gar nicht nötig, sodass Ermüdungserscheinungen weiter verstärkt werden.

Welche Beschwerden treten nach langer Bildschirmnutzung noch auf?

Auffällig häufige Kopf-, Nacken-, und Rückenprobleme bei intensiver Bildschirmnutzung führen die Forscher auf eine einseitige Haltung des Körpers zurück, da sich dieser ebenfalls kaum bis gar nicht bewegen muss. Echte Fehlhaltungen des Körpers bei ergonomisch schlecht eingerichteten Computerbildschirmen und dem typisch nach unten gerichteten Blick aufs Smartphone verstärken die Beschwerden zusätzlich.

Das häufig blaulastige Farbspektrum von Bildschirmen hat hingegen im Normalfall keine gesundheitlich nachteiligen Auswirkungen. Wer aber vor dem Einschlafen viel Zeit am Handybildschirm verbringt, riskiert, seinen Schlafzyklus dauerhaft durcheinanderzubringen. Gesunder, ausreichender Schlaf ist bekanntlich enorm wichtig zur Erhaltung der allgemeinen Gesundheit und wird gerne unterschätzt. Hier (https://www.viactiv.de/achtung-blaulicht) gibt es alle Infos dazu, warum man den Bildschirm im Bett besser ausmacht.

Eine Studie der Wissenschaftlerin Emily Banks und Kollegen aus dem Jahr 2010 hat zudem einen Zusammenhang zwischen adipösem Übergewicht und Bildschirmzeit gezeigt. Je länger Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer Zeit an Bildschirmen verbrachten, desto wahrscheinlicher war es, dass sie an Adipositas litten.

Wie viel Bildschirmzeit ist in Ordnung?

Seitdem die Zeiten mit Lockdowns, Ausgangssperren und geschlossenen Freizeiteinrichtungen hinter uns liegen, gibt es keine Ausrede mehr, die laut einer repräsentativen Umfrage durchschnittlich zehn Stunden pro Tag am Bildschirm zu reduzieren. Über eine pauschale Empfehlung gibt es aktuell aber keinen wissenschaftlichen Konsens. Aufgrund der beschriebenen und vielleicht sogar schon selbst erfahrenen Beschwerden sollte jedoch gelten: so wenig wie möglich! Ja, das ist einfacher gesagt als getan.

Wie reduziert man die Bildschirmzeit nachhaltig?

Für viele ist eine drastische Reduzierung ohne den Wechsel des Berufs nämlich gar nicht möglich. Umso wichtiger, dass man in der verbleibenden Zeit aktiv versucht, die Bildschirmzeit zu reduzieren. Viele Smartphone-Hersteller ermöglichen es beispielsweise, Bildschirmzeitbegrenzungen einzurichten. Ist ein vorgegebenes Zeitlimit in einer App erreicht, erscheint ein großer Infokasten, der auf das selbstgesetzte Limit hinweist. Ein gutes Mittel, sich an die eigenen Vorsätze zu erinnern. Ist langes Arbeiten vor dem Computer unvermeidlich, kann man sich Erinnerungen mit Software-Tools stellen, bewusste Pausen einzulegen, kurz aufzustehen und den Augen etwas Abwechslung zu bieten. Auch das Smartphone in bestimmten Situationen einfach zu Hause zu lassen oder die Push-Benachrichtigungen abzustellen, kann helfen. Beim Spaziergang wie früher nicht erreichbar zu sein, ist eine willkommene Abwechslung.

Kann Zeit vor dem Bildschirm auch nützlich sein?

Es mag so klingen, als wäre jede Minute vor dem Bildschirm schlecht für nahezu alle Gesundheitsbereiche. Doch Bildschirme bieten auch die Möglichkeit, der realen Welt aktiv und bewusst für einige Augenblicke zu entkommen. Fernseher, Computer und Smartphones bewusst zur Entspannung einzusetzen, kann durchaus positive Effekte für die Psyche haben, solange man gesetzte Limits beachtet und sich stets bewusst ist, dass reale Erfahrungen um ein Vielfaches gesünder sind. Es muss ja nicht gleich die Safari durch Afrika sein …

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