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Wie funktioniert unser Denken?

von Tina Belke | 06.07.2022
Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.
4min Lesezeit

Manchmal bekommt man einfach alles in den falschen Hals – Zufall oder steckt vielleicht ein Denkmuster dahinter, das überdacht werden sollte?

Wenn zehn Menschen dieselbe Situation erleben, wird das vermutlich zehn unterschiedliche spontane Reaktionen auslösen. Der Grund dafür sind sogenannte Denkmuster, die jeder von uns im Laufe seines Lebens entwickelt: Eine bestimmte Art, zu denken, in der man zum Beispiel entweder eher analysiert oder reflektiert, sich schnell angegriffen fühlt, anderen unbedingt gefallen möchte oder immer das Haar in der Suppe sucht. Mit diesem speziellen Blickwinkel geht man durchs Leben.

Wie entstehen Denkmuster?

Unser Gehirn ist immer in Aktion: Rund 60.000 Gedanken sollen es laut Forschern sein, die wir im Schnitt Tag für Tag denken. Angefangen beim Aufwachen, wenn wir im Kopf vielleicht schon die To-do-Liste für den Tag durchgehen, Einkaufslisten, Essenspläne, Hausaufgabenhilfe für die Kinder, Putzpläne, Gedanken ans Hobby, an Telefonate mit Freunden oder an Familientreffen. Allerdings sind die meisten dieser Gedanken keine komplett neuen Erfindungen, sondern es sind abgewandelte Wiederholungen dessen, was uns Tag für Tag durch den Kopf geht. Das liegt daran, dass unser Gehirn laut Hirnforscher Gerald Hüther „träge ist, um Energie zu sparen“. Darum versucht es zunächst immer, eine ihm bekannte Ordnung zu schaffen, indem es Zusammenhänge herstellt und dann auf Altbekanntes setzt. Das Motto: So habe ich das schon einmal gemacht, das hat funktioniert – also bleibe ich doch dabei.

Diese sich immer wiederholenden Einordnungen bringen aber nicht nur Ordnung, sondern sorgen auch dafür, dass die dafür benutzten Nervenbahnen im Gehirn immer fester miteinander verknüpft, die zuständigen „Datenautobahnen“ also immer größer werden – was die vorher irgendwann mal eingeschlagene Sichtweise noch mehr verstärkt.

Nur so ist übrigens gewährleistet, dass Routinen wie das Zähneputzen, Kaffeekochen, Schuhe-Zubinden keine Herausforderungen mehr sind, sondern automatisch ablaufen können, ohne dass wir wirklich darüber nachdenken müssen. Ansonsten würde sehr viel Kapazität dafür draufgehen, die dann an wichtiger Stelle fehlt. Zum Beispiel, wenn wir etwas wirklich Neues lernen wollen. Denkmuster machen uns also schnell handlungsfähig und lassen uns unseren Alltag relativ leicht bewältigen. Hat eine Situation mit einer bestimmten Handlungsweise gut funktioniert, wird es auch in einer ähnlichen Situation so sein. Die Grundlagen dafür werden schon in unserer Kindheit gelegt: durch Interaktion mit unseren Eltern oder anderen engen Bezugspersonen, durch Nachahmen oder auch durch Unterricht in Kita und Schule, im Sportverein oder auch beim Musikunterricht.

Was machen die Denkmuster mit uns?

Allerdings sind diese Denkmuster nicht nur für Situationen zuständig, in denen wir pragmatische Entscheidungen treffen müssen. Sie sind auch dazu da, uns selbst einzuordnen. Wie sind wir? Wie sehen wir andere? Wie ist die Welt um uns herum – und wie steht sie zu uns? Damit prägt unser spezieller Blickwinkel also auch unseren gefühlten Platz in der Welt. Das ist einerseits gut, weil es uns Sicherheit gibt. Zum anderen kann es uns aber auch blockieren – und zwar dann, wenn unsere Denkmuster eher negativ geprägt sind. Wer in der Schule immer nur gespiegelt bekommt, dass er kein Mathegenie ist, wird das übernehmen – und dann vermutlich wirklich kein Mathegenie werden, weil er lust- und motivationslos an die Aufgaben herangehen wird und nicht besonders viel Zeit damit verbringen wird, Mathe zu lernen.

Wem hingegen immer gesagt wird, dass er alles schaffen kann, was er möchte, wird mit viel mehr Spaß an die gleichen Mathe-Aufgaben herangehen. Schon allein deswegen werden sie ihm leichter fallen. Seine Chancen, tatsächlich richtig gut in Mathe zu werden, stehen demnach viel besser.

Denkmuster verstehen und ändern

Darum ist es wichtig, seine eigenen Denkmuster zu erkennen, zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern. Zumindest dann, wenn man irgendwann mal merkt – oder von anderen gespiegelt bekommt – dass man die Welt eher düster sieht und sich schnell angegriffen fühlt. Oder wenn man die Schuld für Missgeschicke oder für Streit ausschließlich bei sich selbst sucht. Wenn man sich kleinmacht und das Zepter schnell anderen überlässt. Das klappt natürlich nicht von heute auf morgen. Und manchmal schafft man es auch nicht alleine, sondern braucht die Hilfe von Familie, Freunden, Familie oder von einem Therapeuten. Aber es lohnt sich. Denn wie sagte schon der exzentrische Künstler Francis Picabia: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken ihre Richtung ändern können.“ Und ein neuer Blick auf die Welt macht das Leben oft leichter.

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