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Sodbrennen: Was hilft?

von Tina Gallach | 10.11.2020
4min Lesezeit

Nach einem üppigen Essen, bei Stress oder auch ohne offensichtlichen Grund: Manchmal brennt es in der Speiseröhre. Ein unangenehmes Gefühl, das oft aber ganz leicht beseitigt werden kann.

Rund ein Viertel der Deutschen leidet an Sodbrennen. Die meisten nur hin und wieder, manche allerdings dauerhaft. Dann ist es besonders unangenehm, nimmt es einem doch die Lust am Essen und raubt den Schlaf. Denn das unangenehme Gefühl nimmt keine Rücksicht auf Gelegenheiten. Was aber ist Sodbrennen genau – und was kann man dagegen tun?

Wenn wir essen, produziert der Magen Säure. Das ist richtig und wichtig, denn dadurch verarbeitet er zum einen die aufgenommene Nahrung und bereitet sie für den weiteren Weg durch den Darm vor. Zum anderen werden durch die Säure Bakterien und andere Krankheitserreger, die wir unter anderem über die Nahrung aufnehmen, abgetötet. Die Säure übernimmt also auch eine Schutzfunktion.
Im Magen ist bei diesem Schritt der Verdauung viel los, breiige Masse schwappt hin und her, bevor sie ihren Weg nach unten findet. Damit nichts davon zurück in die Speiseröhre fließt, denn das wäre ja die falsche Richtung, sorgt ein Schließmuskel dafür, dass alles unten bleibt. Manchmal aber funktioniert dieser Muskel nicht richtig. Entweder, weil er selbst in seiner Funktion gestört ist – oder, weil viel zu viel Magensäure produziert wird. Im Normalfall sind es bis zu zwei Liter am Tag, unter bestimmten Bedingungen kann es aber auch mehr sein. Nach üppigen Mahlzeiten zum Beispiel, wenn der Körper verstärkt arbeiten muss. Oder bei Stress. Auch manche Nahrungsmittel wie etwas Zitrusfrüchte können zu mehr Magensäure führen, ebenso Genussmittel wie Zigaretten oder Alkohol.
In diesem Fall bleibt dem Magen wegen des Zuviel an Säure dann nur eine Lösung: Das Ventil nach oben öffnen. Die Folge: Magensäure oder von Magensäure zersetzter Nahrungsbrei tritt aus und fließt wieder zurück in die Speiseröhre. Und das brennt wie Feuer.
Besonders stark treten diese Beschwerden bei Betroffenen übrigens unter anderem dann auf, wenn sie den Rückfluss begünstigen, indem sie sich zum Beispiel bücken. Oder auch im Liegen. Darum ist das Problem auch häufig nachts da. In dem Fall kann eine mit dem Oberkörper leicht erhöhte Schlafposition Abhilfe schaffen.

Tee und Zwieback helfen

Brennt es nur ab und zu mal in der Speiseröhre, ist es im Grunde sowieso kein großes Problem, weil es dann meist mit akuten Situationen zusammenhängt, die man ändern kann. Nach einem fettigen Weihnachtsessen zum Beispiel – das findet ja nicht jeden Tag statt. Danach erledigt es sich meist von selbst. Brennt es häufiger, wird es schon komplizierter. Aber auch dann kann man zunächst ein sogenanntes Sodbrennentagebuch führen und so vielleicht einer gewissen Regelmäßigkeit auf die Spur kommen. Vielleicht liegt es am abendlichen Glas Wein. Hat man das herausgefunden, lässt man den Wein weg und kontrolliert, ob das Problem damit behoben ist. Hilft das noch nicht, kann man es auch zunächst mit Hausmitteln probieren. Stärkehaltige Lebensmittel zum Beispiel neutralisieren die Säure. Dazu gehören trockenes Weißbrot, Zwieback, Kartoffeln, Bananen. Auch gedünstetes Gemüse, Nüsse und ein Löffel Senf nach dem Essen sind gut. Fett und starke Gewürze, Paniertes und Frittiertes sollte man weglassen. Kräuter wie Kümmel und Petersilie hingegen können helfen. Auch ein Tag Schonkost mit Haferbrei, Tee und Zwieback ist gut. Danach noch einige Tage vorsichtig essen, auf Hülsenfrüchte, Kohl und Zwiebeln verzichten, und das Problem ist meist gelöst.

Hilft auch das nicht, gibt es rezeptfreie Medikamente, die die Säure binden, beziehungsweise ihre Entstehung hemmen. Bevor man sie einnimmt, sollte man aber mit einem Arzt über die Beschwerden sprechen. Denn zu den unangenehmeren Auslösern zählen zum Beispiel auch eine  Magenschleimhautentzündung – die bei harmlosen Beschwerden umgekehrt übrigens auch durch zu viel Magensäure entstehen kann –, oder ein Reizmagen. Manchmal ist auch schlicht der Schließmuskel in seiner Funktion gestört. Das kann im extremsten Fall durch eine minimalinvasive Operation wieder in Ordnung gebracht werden.

Ist hingegen Stress der Auslöser für eine Überproduktion an Magensäure, gilt es, das Problem an der Wurzel zu packen. Sich zweimal wöchentlich auf die Yogamatte zu legen, kann ein Anfang sein, wird dauerhaft aber nichts bringen. Hier muss der stressbringende Auslöser gefunden und beseitigt werden. Denn in dem Fall ist das Sodbrennen ein ganz klares Zeichen der Psyche: „Hallo, du mutest mir zu viel zu, ich werde langsam sauer.“

Wie Sie Stress vermeiden, erfahren Sie hier.

 

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