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Qigong: von wegen ruhige Kugel schieben!

von Tobias Dunkel | 01.03.2019
2min Lesezeit

Übung macht den Meister – das gilt für Qigong gleich dreifach: Der Begriff ist nicht nur schwer auszusprechen und zu erklären; es erfordert auch viel Zeit und Mühe, die Kombination aus Atmung, Bewegung und Meditation zu perfektionieren.

Bewegung in Bildern

Im Zeitlupentempo hebt der Mann die Arme über den Kopf, öffnet sie U-förmig und beugt den Oberkörper in fließenden Bewegungen abwechselnd über die Seite nach links und nach rechts. Immer wieder kann man Menschen im Park beobachten, die seltsame Bewegungsabläufe ausführen. Würde man den eingangs erwähnten Mann fragen, was er da tut, so bekäme man vermutlich die Antwort: „Ich praktiziere Qigong.“ Vielleicht würde man sogar den Namen der Übung erfahren: „den Regenbogen bewegen“. Qigong-Übungen tragen oft poetische Namen, die von der innigen Verbindung mit der Natur erzählen: „Stehen wie ein Baum“, „Die Wolken heben und teilen“ oder „Rudern über den stillen See“.

Lebensenergie harmonisieren

Qigong-Übungen gibt es, so sagt man, wie Sterne am Himmel. In asiatischen Ländern haben sie eine lange Tradition; jeder Meister entwickelte dort einst seine eigenen Übungen. Doch auch in der westlichen Welt erfreuen sich die sanften, geschmeidigen Bewegungsabläufe wachsender Beliebtheit. Sie sollen die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern, indem sie Blockaden im Körper lösen und den Fluss der Lebensenergie (das „Qi“) harmonisieren.

Körpergefühl schulen

Wer denkt, beim Qigong könne man eine ruhige Kugel schieben, der irrt. Zwar gibt es spezielle Qigong-Kugeln, Klangkugeln aus Emaille, zum Stressabbau und zum Stimulieren der Reflexzonen in der Hand, doch im Vordergrund stehen aktive Übungen, die das Körpergefühl schulen und die Beweglichkeit fördern.

Mehr Konzentration, weniger Stress

Qigong verlangt viel Konzentration, hat aber dennoch eine äußerst entspannende Wirkung. Daher eignet es sich auch hervorragend für Kinder. Ältere oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen können ebenfalls mitmachen, denn es gibt viele Übungen im Sitzen. Die Arbeit mit der Lebensenergie kann sie wacher, vitaler und fröhlicher machen.

Qigong als Therapie

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Qigong schon lange zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Die positiven Effekte lassen sich sogar wissenschaftlich nachweisen. Deshalb wird das Therapieverfahren mittlerweile auch in westlichen Ländern genutzt, um unterschiedlichste Beschwerden bis hin zu Tumorerkrankungen symptomatisch zu behandeln. Die Wirkung des Qigong lässt sich dadurch erklären, dass es die Energieleitbahnen (Meridiane) im Körper beeinflusst. Die Übungen verleihen also nicht nur mehr Kraft und Geschmeidigkeit – sie lassen auch die innere Ruhe wachsen und bringen neue Energie.

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