Modernes Wundmanagement verbessert Heilungschancen bei chronischen Wunden

04.03.2015

Die meisten Wunden sind klein, ungefährlich und heilen innerhalb weniger Tage von allein.

Bochum: Die meisten Wunden sind klein, ungefährlich und heilen innerhalb weniger Tage von allein. Leider ist die Wundheilung nicht immer so unkompliziert. Vier Prozent der Versicherten leiden an chronischen Wunden, ermittelte ein Fachmagazin mittels einer Umfrage unter gesetzlichen Krankenkassen unlängst. Aber leider ist es um ein qualifiziertes Wundmanagement nicht überall gut bestellt.

 

Die häufigsten Ursachen chronischer Wunden sind „offene Beine“ bei Venenleiden – bis zu 10 Prozent der Gesamtbevölkerung sind nach Expertenmeinung betroffen -, das diabetische Fußsyndrom, an dem rund 15 Prozent aller Diabetiker leiden, Druckgeschwüre, der sogenannte Dekubitus – auch hier sind bundesweit Hunderttausende meist immobile und pflegebedürftige Patienten betroffen – sowie Wundheilungsstörungen nach Operationen. Ein erheblicher Verlust an Lebensqualität; Schmerzen und Leiden kennzeichnen das Leben der Betroffenen.

Die BKK vor Ort verzeichnete in den vergangenen zehn Jahren eine deutliche Steigerung der Fälle chronischer Wunden. Dabei schätzt sie die Versorgungssituation vieler Betroffener als mangelhaft ein. Gründe dafür sind vor allem fehlende Koordination und Kommunikation der verschiedenen Akteure bei der Versorgung. Hinzu kommt, dass nicht jeder, der an der Behandlung einer chronischen Wunde beteiligt ist, hinreichend für diese schwierige Behandlungssituation qualifiziert ist. Die größten Defizite bestehen bei der sachgerechten Handhabung moderner Wundheilungsprodukte sowie fehlender bis unzureichender Diagnostik und Therapie. Oft ist bei medizinischem, nicht ärztlichem Personal keine angemessene Qualifikation bei der Wundversorgung erkennbar.

„Die Notwendigkeit zu einer speziellen Wundbehandlung haben wir schon vor Jahren erkannt und durch die Einführung eines Wundmanagements umgesetzt“, berichtet Sandra Jelen, Wundexpertin bei der BKK vor Ort. „Um eine chronische Wunde zielgerichtet zu behandeln, nehmen wir persönlich Kontakt zu unseren Versicherten, der Klinik, dem Arzt, den Pflegekräften, der Pflegeeinrichtung  und den Angehörigen auf. Mit dem Ziel eine wirkungsvolle Therapie durchzuführen und den Einsatz moderner Pflegeprodukte und Hilfsmittel abzustimmen. Hierzu führen wir ausführliche Beratungsgespräche; Hausbesuche sind sehr wichtig.“

Dann wird ein Therapieplan erstellt. Weitere Hausbesuche beim Patienten dokumentieren regelmäßig den Wundstatus. In Schulungen werden die Beteiligten unter anderem in der korrekten Handhabung von Pflegeprodukten unterstützt, Lagerungstechniken und eine angemessene Ernährung werden erläutert, ein Schmerzmanagement eingeführt. Auch über die Hausbesuche hinaus bleiben die Wundmanager der BKK vor Ort im Kontakt mit den Beteiligten und sind so über Fortschritte und Veränderungen in der Therapie informiert.

Rund 1000 Patienten betreuen die Wundmanager der BKK vor Ort durchgängig. „Das Wundmanagement bieten wir bundesweit an, so dass alle Versicherten vor Ort betreut werden können“, ergänzt Sandra Jelen. „Für die Betroffenen bedeutet eine moderne fachgerechte Wundtherapie eine wirksame und deutlich schnellere Linderung der Leiden. Die oft monatelange Behandlungsdauer chronischer Wunden ist für betroffene Menschen stark belastend – Schmerzen, Verunsicherung und Ängste bestimmen zunehmend ihr Leben.“

Über die BKK vor Ort:
Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.
Sitz der BKK vor Ort ist Bochum in Nordrhein-Westfalen.

Für Pressekontakte:

BKK vor Ort
Dietrich Hilje
Universitätsstr. 43, 44789 Bochum
Telefon 0234 479-2717, Mobil 0172 3864318

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