Gesundheitssurfer wollen elektronische Patientenakte

26.05.2015

40 Millionen Surfer nutzen das Internet zur Information über Gesundheitsthemen.

Bochum: Rund 40 Millionen Deutsche suchen im Internet nach Informationen und Antworten zu Fragen aus dem Gesundheitsbereich. Rund 30 Prozent der Surfer verwenden online-Angebote ihrer Krankenkasse zum Thema „gesundes Leben“, 10 Prozent nehmen an online-Kursen zur gesunden Lebensweise teil und 20 Prozent nutzen Apps, die Messdaten speichern, auswerten und übermitteln können. Das stellt der 4. Nationale EPatient Survey fest, eine Studie, die auf einer online-Befragung basiert, an der zwischen März und Mai 2015 nahezu 11.000 Internetnutzer teilgenommen haben.


User mit chronischen Erkrankungen nutzen das Internet um sich auszutauschen, ihre Therapien zu hinterfragen oder sie nutzen Bewertungsportale und Erfahrungen anderer zur eigenen Meinungsbildung. Sie verbinden klassische Selbsthilfe mit den Strukturen sozialer Netzwerke.

Den Nutzen von tausenden Webdiensten und Apps sehen die Surfer mehrheitlich (38 Prozent) in einer Verbesserung im Umgang mit einer Erkrankung; für 22 Prozent der Surfer hat das Internet für eine Verbesserung der Kommunikation mit dem Arzt gesorgt und immerhin 6 Prozent nehmen eine Verbesserung ihrer Therapie wahr. Dies stellen gerade Menschen mit einer Arzneimitteltherapie zu rund einem Drittel fest.

Insgesamt gibt es einen hohen Vertrauensvorschuss, den Internetnutzer ihrer Krankenkasse entgegenbringen. Aber sie haben auch klare Erwartungen. So wünschen sich 36 Prozent der Befragten von ihrer Krankenkasse Hinweise zu qualitätsgesicherten Gesundheitsdiensten und Apps und mehr als ein Viertel der Surfer wünscht sich eine elektronische Gesundheitsakte.

„Natürlich gibt uns die Untersuchung wichtige Hinweise für die zukünftige Entwicklung unserer online Serviceleistungen“, erklärt Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der BKK vor Ort. „Aber sie zeigt auch, dass die Realität die Politik längst überholt hat. Es ist ja geradezu absurd, dass innerhalb von 10 Jahren und bei einem Einsatz von über einer Milliarde Euro Beitragsgelder der Versicherten eine elektronischen Gesundheitskarte zu Stande gekommen ist, die letztlich nicht mehr ist als die alte Krankenversichertenkarte mit Bild. In der kommenden Woche will der Gesundheitsminister sein E-Health-Gesetz ins Kabinett einbringen. Es bleibt abzuwarten, ob das die ´zügige Einführung nutzbringender Anwendungen´ - wie es im Entwurf heißt - wirklich beflügeln wird. Zu hoffen wäre es.“

Der EPatient Survey ist seit 2010 die umfangreichste online-Befragung von Patienten, Chronikern und Gesundheitssurfern zu ihrer Internetnutzung sowie dessen Auswirkungen auf ihre Therapie und ihr Verhalten auf dem Gesundheitsmarkt. Federführend durchgeführt wird die jährliche Studie von der EPatient RDS GmbH, einem Marktforschungs- und Strategieunternehmen mit dem Fokus auf Patienten und Nutzer auf dem webbasierten Gesundheitsmarkt. Die BKK vor Ort ist Projektpartner der Befragung.

Über die BKK vor Ort:
Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.
Sitz der BKK vor Ort ist Bochum in Nordrhein-Westfalen.

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