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Nach einem Insektenstich richtig handeln

von André Seifert | 12.01.2019
2min Lesezeit

Stechende Insekten wie Mücken, Bienen, Wespen, Hornissen, Hummeln und Bremsen sind egal zu welcher Jahreszeit ein Problem – vor allem für kleine Kinder und Menschen mit einer Allergie. Welche Erstmaßnahmen können Schlimmeres verhindern, ab wann sollten Sie einen Arzt hinzuziehen und was unternehmen gegen den nervigen Juckreiz? 

Klar, ein Insektenstich kann oft schmerzhaft sein, normalerweise ist er kein Grund zur Beunruhigung. Manche Menschen reagieren jedoch auf Insektengift mit heftigen Symptomen. Kommt es beispielsweise nach einem Insektenstich zu einer allergischen Reaktion, sollten Sie nicht zögern und sofort einen Notarzt rufen. Es droht ein anaphylaktischer Schock, gegen den schnell etwas unternommen werden muss. Menschen, die bereits wissen, dass sie unter einer Insektengift-Allergie leiden, sollten unbedingt ein Notfallset bei sich führen, welches ein starkes Kortisonpräparat und ein Antiallergikum enthält.

So erkennen Sie eine allergische Reaktion

Eine Hautrötung entlang der Einstichstelle und eine flache rote Quaddel sollten Ihnen keine Sorgen machen - das ist die normale Reaktionen des Körpers auf einen Stich. Desinfizieren und kühlen reichen oft aus um die Schmerzen zu lindern. Um eine Infektion der Stichwunde zu vermeiden, sollte man möglichst nicht kratzen. Reagiert der Körper allerdings heftiger, dann ist Vorsicht geboten: Typisch für eine Insektengift-Allergie sind starkes, schnelles Anschwellen des Bereiches, Schwellungen am Hals und im Gesicht, Luftnot oder Übelkeit. Diese Symptome entstehen meist schon wenige Minuten oder sogar nur Sekunden nach dem Insektenstich. Eine anaphylaktische Reaktion kündigt sich beispielsweise mit Juckreiz und Brennen an Fußsohlen und Handflächen, im Rachenraum sowie an der Zunge, metallischem Geschmack, starken Atembeschwerden, Hitzewallungen und Schwächegefühl an. Bei diesen Symptomen ist eine sofortige Notfallbehandlung erforderlich.

Tipps zur Vermeidung von Insektenstichen

 

  • Verzichten Sie im Freien auf süße Speisen und Getränke.
  • Tragen Sie geschlossene Schuhe und zeigen Sie im Zweifel nicht zu viel Haut.
  • Wedeln Sie nicht mit den Armen und pusten Sie nicht, wenn Ihnen beispielsweise eine Wespe zu nahe kommt. Langsames Wegschieben reicht bei den neugierigen Tierchen aus.
  • Gegen Mücken helfen oft entsprechende Lotionen zum Einreiben der Haut.
  • Ist Ihnen eine Allergie bekannt, halten Sie Ihr Notfallset parat.
  • Kommt Ihnen eine Reaktion komisch vor, lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt testen.
  • Treten heftige Symptome auf, rufen Sie sofort einen Notarzt (Tel: 112).

Insektenstich im Urlaub

Ein Mückenstich im heimischen Garten ist unangenehm, aber in der Regel nicht weiter gefährlich. Anders kann dies im Urlaub aussehen. Verschiedene Mückenarten können mit ihrem Stich Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber oder Erreger wie das Dengue-Fieber-Virus übertragen. Man sollte sich dieser Gefahr bewusst sein und sich schon vor der Abreise dagegen wappnen. Über einen vollständigen Reiseimpfschutz können die Risiken einer Ansteckung gemindert werden.

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