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VIACTIV Krankenkasse

Worauf sollte man beim Schuhwerk achten?

von Theresa Boenke | 08.10.2021
2min Lesezeit

Woran erkennt man gut sitzende Schuhe und welche Modelle sind sogar schädlich für die Fußgesundheit? Wir wollten wissen: Sind UGG-Boots, Ballerinas und Co. wirklich so schlecht, wie ihr Ruf es ihnen nachsagt? Dr. med. Joachim Knöbel von der Ortho-Group in Hamburg hat Antworten. 

Es gibt immer wieder Schuhtrends, die wegen ihrer vermeintlichen Fußunfreundlichkeit in der Kritik stehen. UGG-Boots, Ballerinas, Flip-Flops – was sagen Sie dazu, sind diese Schuhe alle schlecht?

Das kann man gar nicht so pauschal sagen. Zum Beispiel: Ein Ballerina kann eine gute propriozeptive Rückmeldung geben (Propriozeption bedeutet Eigenempfindung), wenn er dem Fuß genügend Platz bietet und nicht zu klein ist. Weil wenig Sohle vorhanden ist, muss der Fuß eine ganze Menge leisten. Und das ist eigentlich gar nicht schlecht.  Dass das schnell mal den Fuß eines „Industriemenschen“ überlasten kann, passiert natürlich. Wenn der Fuß schlecht gestützt wird und auf Dauer dies nicht mehr ausgleichen kann, treibt es ihn in eine Überlastungssituation hinein. Unter Umständen muss er dann mehr leisten, als das barfuß der Fall wäre.

Wie ist das denn zum Beispiel bei Flip-Flops?

Die sind erst einmal gar nicht so schlecht. Jeder Schuh, in dem der Fuß eine Menge machen muss, ist erst einmal dicht dran am Barfußlaufen. Das betrifft einen Flip-Flop grundsätzlich auch. Das Krallen des Fußes im Flip-Flop ist zum Beispiel eine aktive Beanspruchung der Muskulatur. Es kommt eben auf die Tragedauer an.

Trifft das auch auf Absatzschuhe zu?

Dadurch, dass der hintere Fuß durch den Absatz angehoben wird, hat es die Wadenmuskulatur viel schwerer, den Fuß zu stabilisieren. Das ist das eine. Und das andere: Man bringt viel Last auf den Vorfuß, sodass der Fuß in einen Spreizfuß hineingetrieben werden kann. Trotzdem würde ich auch hier diese Schuhe per se nicht verteufeln. Aber man muss überlegen, wann es anfängt, kritisch zu werden! Wenn jemand alle zwei Wochen abends auf einer Party einen hohen Absatz trägt: ok. Anders sieht es aus, wenn man täglich acht Stunden seine Füße damit malträtiert.

Was sagen Sie dann zum Barfußschuh-Trend? Beleben diese Schuhe, die ein geschütztes Barfußgehen ermöglichen sollen, unsere Füße wieder?

Der Barfußschuhcharakter ist eine ziemlich gute Geschichte. Ich rate den Patienten immer, dass sie erst einmal schauen sollen, wie ihr Fuß den Schuh annimmt. Und wenn man es nicht übertreibt, kommen die meisten mit Barfußschuhen richtig gut zurecht. Manche Patienten laufen aber mit Barfußschuhen auch in Probleme hinein. Aus dem schützenden und stabilisierenden Schuh heraus, kommt er plötzlich in eine Situation hinein, in der die Muskulatur und die stabilisierenden Bänder irre viel leisten müssen. Das kann für so einen normalen Alltagsfuß schnell zu viel werden. Also sehe ich den Barfußschuh eher als sinnvolle Ergänzung. Generell gilt: Der gesunde Mix an Schuhwerk macht’s!

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