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Krankheiten des Immunsystems: Ein Überblick

Group 11 3 min Lesezeit   |   07.05.2024

Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.

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Immunsystem Krankheiten | VIACTIV Krankenkasse

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Ein wichtiger Faktor für ein gesundes, langes Leben ist ein gesundes Immunsystem. Doch es funktioniert nicht immer so, wie es sollte. Ein Überblick über primäre und sekundäre Immundefekte und was über Covid-19 und das Immunsystem bekannt ist.

Krankheiten des Immunsystems: Primäre und sekundäre Immundefekte

Die körpereigene Abwehr funktioniert leider nicht immer reibungslos, sie kann auf verschiedene Art und Weise gestört sein. Erkrankungen des Immunsystems lassen sich grob in primäre und sekundäre Immundefekte unterteilen. Sekundäre Immundefekte können auch durch die Behandlung mit bestimmten Medikamenten verursacht werden – zum Beispiel immunsuppressive Therapie nach Transplantationen, Therapie bei Krebserkrankungen oder Rheuma.

Primäre Immundefekte

Primäre Immundefekte (PID), auch angeborene Immunschwäche genannt, sind vererbbar und somit angeboren. Sie bewirken eine Immunschwäche, sodass Infektionen und andere Gesundheitsprobleme leichter auftreten können. In Deutschland leben – dem Immundefektregister zufolge – rund 3.100 Patientinnen und Patienten mit einem diagnostizierten primären Immundefekt. Aufgrund des geringen Auftretens zählt er zu den sogenannten seltenen Erkrankungen. Allerdings wird bei den primären Immundefekten von einer hohen Dunkelziffer unerkannter Patientinnen und Patienten ausgegangen.1

Zu den pathologischen primären Immundefekten zählen über 340 seltene Erkrankungen mit genetischer Ursache, bei denen ein Teil des körpereigenen Immunsystems fehlt oder eine Fehlfunktion aufweist. Zu den häufigsten Formen zählen:2

  • Antikörpermangel (z. B. selektiver Immunglobulin-A-Mangel [IgA-Mangel])
  • Störungen der Immunregulation
  • Defekte der Phagozytenzahl/-funktion (Fresszellen)
  • Kombinierte T- und B-Zell-Defekte (z. B. DiGeorge-Syndrom, lymphoproliferatives Syndrom)
  • Komplementdefekte als Zeichen eines gestörten angeborenen Immunsystems
  • Kombinierte zellulare und humorale Defekte (z. B. Ataxia teleangiectatica [ATM], Wiskott-Aldrich-Syndrom, schwerer kombinierter Immundefekt [SCID])

Über die genetischen Ursachen ist bei vielen Patientinnen und Patienten mit primären Immundefekterkrankungen wenig bekannt.3

Sekundäre Immundefekte

Im Gegensatz zu den primären Immundefekten treten die sekundären Immundefekte (SID) deutlich häufiger auf. Sie sind keine angeborenen Krankheiten, sondern im Laufe des Lebens erworbene Defekte. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von schweren Infektionskrankheiten, Organschäden bis hin zu Folgen medizinischer Behandlungen. Hier ein Überblick über gängige Ursachen für sekundäre Immundefekte:4

  • Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Polyarthritis, Psoriasis oder Lupus erythematodes
  • HIV/AIDS
  • Krebs
  • Nierenschädigung
  • Schwerwiegende Infektionskrankheiten
  • Anämie
  • Arzneimittel-induzierte Defekte wie Agranulozytose und Neutropenie
  • Nebenwirkungen von Bestrahlung
  • Chemotherapie und andere immunsuppressive Behandlungen (u. a. Glucocorticoide, Biologika, andere Antirheumatika)

Die Therapie von primären und sekundären Immundefekten erfolgt in der Regel – je nach Defekt – mithilfe von Antikörpern (sogenannte Antikörper-Substitutionstherapie), immunregulierenden Arzneimitteln, Stammzelltransplantation oder Gentherapie sowie Vorsorge und Schutz bei Immundefekten.

Exkurs: Covid-19 und das Immunsystem

Verschiedene Studien haben untersucht, welche Rolle die Blutgruppe bei der Infektion mit Covid-19 spielt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kompatibilität der Blutgruppe eine Infektion mit Covid-19 begünstigt5 und sich Menschen mit der Blutgruppe 0 seltener mit Corona infizieren als Menschen mit anderen Blutgruppen. Dies könnte mit den spezifischen Antikörpern in Verbindung stehen, die in Menschen mit Blutgruppe 0 vorhanden sind. Doch auch die Blutgruppe 0 stellt keinen zuverlässigen Schutz vor einem schweren Verlauf von Covid-19 dar.6

Warum manche Menschen einen heftigen Verlauf der Erkrankung erleben, andere wiederum kaum etwas davon spüren, erklärt die Immunologin Prof. Dr. Martina Prelog vom Universitätsklinikum Würzburg so: „Es hat jeder Mensch ein individuelles Immunsystem, also eine Neigung, zum Beispiel stärker oder schwächer auf Viruserkrankungen zu reagieren. Und das ist Gegenstand der Forschung, welche Faktoren das tatsächlich sind. Letztendlich konnten nur die klassischen Risikofaktoren für schwere Verläufe von Covid-19 identifiziert werden: Herz-Lungen-Erkrankungen, Nieren- und Lebererkrankungen, Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck, Immunschwäche, das Alter und das männliche Geschlecht.“

Für die mitunter verbreitete These, wiederholte Covid-19-Infektionen ließen das Immunsystem altern, gibt es übrigens keine ausreichende Evidenz. Hier fehlt es nach Einschätzung von Fachleuten bislang an einer soliden Datenlage.7

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