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VIACTIV Krankenkasse

Was kann man gegen Krämpfe tun?

von Magnus Horn | 25.07.2022
Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.
4min Lesezeit

Muskelkrämpfe sind unangenehm, ob beim Sport oder mitten in der Nacht. Die Ursachen dafür sind vielfältig – und nicht immer ganz einfach zu identifizieren.

Er kommt, wenn man nicht mit ihm rechnet: der Krampf. Doch so schnell, wie er kommt, geht er meistens nicht wieder weg und man muss gegensteuern, bis Linderung eintritt. Muskelkrämpfe in den Beinen, häufig in der Wade, treten oftmals mitten in der Nacht auf. Warum? Dafür gibt es viele Erklärungsansätze. Ganz eindeutig ist die Ursache aber selten. So könnte zum Beispiel ein schlecht funktionierendes Zusammenspiel von Muskulatur und Nerven dahinterstecken. Impulse der Nerven sorgen nämlich zunächst einmal für das Zusammenziehen, eine Kontraktion, der Muskeln – ein normaler Vorgang. Treten diese Kontraktionen allerdings unkontrolliert auf, dann können die Muskeln verkrampfen. Da die Muskulatur in der Nacht entspannt ist, ist der Schmerz durch den Krampf ziemlich stark.

Verlust von Elektrolyten kann zu Krämpfen führen

Um kontrollierte Anweisungen an die Muskulatur zu übermitteln, benötigen die Nerven – ebenso wie die Muskulatur selbst – Mineralstoffe. Hier liegen ebenfalls potenzielle Ursachen für die Entstehung eines Krampfes: Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel. Durch ein Ungleichgewicht kann es zu einer schlechteren Versorgung von Nerven und Muskeln kommen. Ein Mangel an Mineralstoffen wie Kalium oder Natrium – als Elektrolyte bezeichnet – kann auch in Folge von Durchfall, Erbrechen oder starkem Schwitzen auftreten.

Letzteres kann des Öfteren beim Sport vorkommen. Wer schon mal ein Fußballspiel gesehen hat, der wird am Boden liegende Spielerinnen und Spieler, die sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Waden dehnen – oder dehnen lassen – schon einmal wahrgenommen haben. Die Muskulatur ist stark beansprucht und durch das zusätzliche Schwitzen und den Verlust von Elektrolyten kann es zu einem Krampf kommen.

Doch nicht nur Überforderung, sondern auch Unterforderung kann Wadenkrämpfe begünstigen. Muskeln können durch lange Inaktivität verkürzen. Diese dann wieder zu belasten, kann zu Problemen führen, ebenso merken manche Menschen nach einem Tag, an dem sie nur sitzend tätig waren, dass die Muskulatur abends hart ist und ein Krampf sich anbahnt.

Krankhafte Auslöser

Es gibt darüber hinaus weitere medizinische Ursachen für die Entstehung von Krämpfen. So können Wadenkrämpfe auch als Folge von Medikamentennebenwirkungen auftreten. Beispielsweise bei Cholesterinsenkern, Beta-Blockern oder Blutdrucksenkern. Auch verschiedene Krankheiten selbst können Muskelkrämpfe auslösen. Bei alkoholkranken Menschen kann der hohe Konsum zum einen Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen und damit der Reizübertragung führen, gleichzeitig kann der Alkohol zu einer Schädigung der Nerven führen.

Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder chronischer Nierenschwäche könnten ebenfalls verstärkt zu Krämpfen neigen. In beiden Fällen kann es zu einer Störung des Flüssigkeitshaushaltes kommen, was die Krämpfe auslösen kann.

Zum Arzt, wenn keine Besserung eintritt

Aufgrund der vielen möglichen Ursachen kann man entsprechende Gegenmaßnahmen ableiten. Im akuten Fall eines Krampfes hilft als Erstes das Dehnen der angegriffenen Muskulatur. Bei einem Wadenkrampf etwa stellt man das betroffene Bein nach hinten ab und versucht, die Ferse auf den Boden zu drücken. Für einen besseren Halt kann man sich an einer Wand abstützen. Die Oberschenkelrückseite kann man beispielsweise dehnen, indem man das betroffene Bein nach vorne und auf die Ferse stellt, und versucht, mit dem Arm Richtung Zehenspitzen zu greifen. Ist die Oberschenkelvorderseite betroffen, kann man das Bein anwinkeln, sodass die Ferse Richtung Gesäß zeigt. Dann mit einer Hand den Fuß greifen und halten. So entsteht eine Dehnung im vorderen Oberschenkel. Leichte Massagen zur Entspannung können ebenfalls helfen.

Im akuten Fall eines Krampfes kann laut amerikanischen Forschenden (2010) sogar Gurkenwasser helfen. Die Studie zeigte, dass die Dauer eines Krampfes durch das Trinken von Gurkenwasser (ca. eine halbe Tasse) um fast die Hälfte reduzieren kann.

Auch vorbeugend kann man Dehnübungen machen. Zudem wird die Einnahme von Magnesium oft empfohlen, um Krämpfen vorzubeugen. Extra hohe Dosen sollte man auf Dauer aber vermeiden, da sonst Nebenwirkungen wie Durchfall auftreten können. Jeder Mensch reagiert zudem anders auf solche Nahrungsergänzungsmittel. Ausprobieren schadet jedenfalls nicht. Tritt allerdings keine Besserung ein, dann wird es kaum eine Wirkung haben.

Wer trotz zahlreicher Maßnahmen weiter unter Krämpfen leidet, sollte dies in jedem Fall einmal beim Arzt oder bei der Ärztin abklären lassen. Insbesondere, wenn man deswegen kaum schlafen kann oder Rückenschmerzen oder Lähmungserscheinungen sowie Kribbeln in den Beinen zu spüren sind.

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