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Warum schwitzen wir?

von Tina Gallach | 18.03.2020
6min Lesezeit

Schwitzen ist gesund – so heißt es im Volksmund. Und tatsächlich: Könnten wir nicht schwitzen, hätten wir ein Problem. Denn mit der Produktion von Schweiß reguliert unser Körper seine Temperatur. Würde er das nicht tun, würde unter Umständen ein Hitzschlag drohen – bei Sommersonne, in der Sauna, beim Sport, bei Fieber, bei großer Aufregung.

Immer dann, wenn uns sehr heiß wird, kommt also unsere körpereigene Klimaanlage zum Einsatz: Aus den Poren unserer Haut tritt Flüssigkeit aus – ein Gemisch aus 99 Prozent Wasser plus etwas Salz. Außerdem sind noch Spuren von Aminosäuren, Fettsäuren, Zucker, Milchsäure, Ammoniak, Harnstoff, Harnsäure und Ascorbinsäure enthalten – die wegen der Wärme verdunstet, und so die sogenannte Verdunstungskälte produziert. Die Energie, die für diesen Prozess gebraucht wird, wird dem Körper in Form von Wärme entzogen. Das passiert übrigens jeden Tag in begrenztem Maße, meist eher unbemerkt, weil wir ja nicht ständig stark schwitzen. Dennoch verliert der Körper auf diese Wiese täglich etwa einen halben bis einen Liter Schweiß. In Extremsituationen mehr.

Kann man Schwitzen verhindern?

Der Schweiß wird von etwa drei Millionen sogenannten ekkrinen Schweißdrüsen produziert, die sich in der Haut befinden: an Achseln, Stirn, Ellenbeuge, Händen und Füßen. Ekkrin bedeutet so viel wie „nach außen hin absondernd“, sie lassen den Schweiß also raus. Allerdings nicht gleichmäßig. An manchen Stellen treten sie konzentrierter auf, als an anderen. Nun könnte man also meinen, dass man unter den Armen am stärksten schwitzt, dort also folglich die meisten Schweißdrüsen sitzen – immerhin gibt es speziell für die Achseln Deo gegen den Geruch und Antitranspirante, die das Schwitzen verhindern sollen. Das stimmt allerdings nicht: Die meisten Schweißdrüsen sitzen an unseren Fußsohlen. Danach folgen die Handflächen. In der Achselhöhle wird nur rund ein Prozent unserer täglichen Schweißmenge produziert – und zwar von etwa 150 Drüsen pro Quadratzentimeter. An den Fußsohlen sind es rund 370 pro Quadratmeter und die Fußsohlen haben eine größere Fläche. Mehr Platz also für mehr Schweiß.

Darum riecht Achselschweiß

Der Grund, warum wir aber gerade den Schweiß unter den Achseln intensiver wahrnehmen als am Rest des Körpers, ist sein Geruch an dieser Stelle – obwohl Schweiß selbst eigentlich gar nicht riecht. Aber unter den engen Achseln hat er kaum die Möglichkeit, zu verdunsten. Darum haben die natürlich auf der Haut vorkommenden Bakterien hier alle Zeit der Welt, den Schweiß zu zersetzen und damit zum Riechen zu bringen. Da die Zusammensetzung dieser Mikroorganismen von Mensch zu Mensch variiert, riechen manche stärker und manche weniger stark. Es hängt davon ab, welcher Bakterienstamm das Gemisch zersetzt. Forscher der Universität Bristol haben aber auch herausgefunden, dass es Menschen gibt, denen diese geruchsproduzierenden Bakterien in der Achselhöhle komplett fehlen. Sie schwitzen sozusagen geruchlos.

So können Deo oder Antitranspirant helfen

Was aber bei fast allen Menschen gleich ist: Nahezu jeder benutzt Deo oder Antitranspirant, um das Schwitzen oder zumindest den Geruch einzudämmen. Was von beidem zum Einsatz kommt, hängt ganz einfach von der Intensität des Schwitzens und von der Geruchsbildung ab: Deos verhindern nicht, dass Schweiß entsteht, sondern nur dass er an die Körperoberfläche gelangt. Antitranspirante hingegen dämmen die Schweißbildung ein.

Wie wirken Deos und Antitranspirante?

Deo:

Die meisten klassischen Deos arbeiten mit Aluminiumsalzen wie zum Beispiel Aluminium-Chlorhydrat (ACH). Dieser Stoff wird beim Schwitzen im Schweiß aufgelöst und so zu einer sehr feinen Gelschicht, die die Schweißdrüsen für eine gewisse Zeit verschließt. Die Wirkung hält aber nur ein paar Stunden, danach muss nachdesodoriert werden. Die Salze sind wirkungsvoll – aber umstritten. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Aluminiumsalzen und Krebserkrankungen herstellen. Bewiesen ist das allerdings nicht, die Vermutung basiert in erster Linie auf Experimenten eines Genfer Forschungsteams an Brustzellkulturen. Dort fand man Hinweise, dass Aluminium zumindest unter Laborbedingungen Mutationen auslösen könnte. Trotzdem raten manche Experten zu der Vorsicht, Deos mit Aluminiumsalzen nicht auf frisch rasierte Haut aufzutragen. Durch minimale Verletzungen könnte Aluminium in die Haut gelangen.

Außerdem gibt es auch Deos, die mit Kieselerde arbeiten. Das natürliche Mineral saugt einerseits den Schweiß auf, andererseits verhindert Alaun als Hauptbestandteil des Deos, dass sich die Geruchsbakterien vermehren. So entsteht weniger Schweißgeruch – allerdings auch nur für ein paar Stunden.

Antitranspirant:

Mit Antitranspiranten wird die Ursache des Schwitzens bekämpft: Die Pore als Austrittsort des Schweißes wird verengt. Auch diese Mittel arbeiten mit Aluminiumsalzen. Nur sind sie hier in noch höherer Konzentration vorhanden, als in Deos. Darum gilt für Antitranspirante auch besonders, sie nicht auf frisch rasierter Haut zu verwenden. Außerdem sollten sie besser abends vor dem Schlafengehen benutzt werden statt morgens – wie die meisten Menschen sie wohl routinemäßig benutzen. Der Grund: Tagsüber fängt man relativ schnell an, zu schwitzen. Dadurch werden die Wirkstoffe aus den Poren gespült, bevor sie richtig zum Einsatz kommen können. Verwendet man sie abends, können sie über Nacht einwirken. Nach ein paar Tagen kann man die Anwendung sogar weiter hinauszögern und das Antitranspirant nur noch alle paar Tage benutzen. Der Schutz bleibt trotz Dusche erhalten. Bestätigt wurde das durch eine im Fachmedium Dermatologist vorgestellte Studie mit 60 Frauen von 18 bis 65 Jahren. Hier hat man festgestellt, dass die Schweißproduktion bei abendlicher Anwendung nach 10 Tagen tagsüber deutlich niedriger war als bei den Frauen, die ihr Antitranspirant morgens auftrugen.​
Mit Antitranspiranten wird die Ursache des Schwitzens bekämpft: Die Pore als Austrittsort des Schweißes wird verengt. Auch diese Mittel arbeiten mit den Aluminiumsalzen. Nur sind sie hier in noch höherer Konzentration vorhanden, als in Deos. Darum gilt für Antitranspirante auch besonders, sie nicht auf frisch rasierter Haut zu verwenden. Außerdem sollten sie besser abends vor dem Schlafengehen benutzt werden statt morgens – wie die meisten Menschen sie wohl routinemäßig benutzen. Der Grund: Tagsüber fängt man relativ schnell wieder an, zu schwitzen. Dadurch werden die Wirkstoffe wieder aus den Poren gespült, bevor sie richtig zum Einsatz kommen können. Darum sollte man sie lieber abends verwenden, damit sie über Nacht einwirken können. Nach ein paar Tagen kann man die Anwendung dann sogar weiter hinauszögern und das Antitranspirant nur noch alle paar Tage benutzen. Der Schutz bleibt trotz Dusche erhalten. Bestätigt wurde das durch eine im Fachmedium Dermatologist vorgestellte Studie mit 60 Frauen von 18 bis 65 Jahren. Hier hat man festgestellt, dass die Schweißproduktion bei abendlicher Anwendung nach 10 Tagen tagsüber deutlich niedriger war als bei den Frauen, die ihr Anitranspirant morgens auftrugen.

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