Umgang mit heiklen Fragen

Manche Fragen müssen Sie beim Vorstellungsgespräch beantworten, andere nicht. Vor allem: Sie selbst müssen wissen, welche das sind - und wie Sie reagieren, wenn diese gestellt werden. Bleiben Sie in jedem Fall souverän und freundlich.
Grundsätzlich sind nur Fragen erlaubt, die für die Position entscheidend sind oder einen Bezug zur Ausbildung haben.

Gut vorbereitet und schlagfertig

  • Unzulässig sind Fragen nach Herkunft, Partnerschaft, Kinderwunsch und früheren Krankheiten. Das gilt auch für Vermögensverhältnisse, Partei-, Religions- und Gewerkschaftszugehörigkeit.
  • Auskunft über öffentliche Ämter und Ehrenämter, die Mitgliedschaft in Vereinen und Verbänden oder Vorstrafen müssen Sie ebenfalls nicht geben. Das fällt unter Ihre Privatsphäre.
  • Die Frage, ob Sie homosexuell, schwanger oder pervers sind, zeugt von einem schlechten Benehmen Ihres Gegenübers. Stellen Sie in so einem Fall höflich die Gegenfrage, ob das Voraussetzungen für die Ausbildung sind.
  • Fragen nach Krankheiten sind dann zulässig, wenn sie für die Ausübung des Berufes wichtig sind. In Heilberufen müssen Sie nach einer HIV-Infektion oder anderen übertragbaren Krankheiten gefragt werden.
  • Ebenso ist es erlaubt, Sie nach einer Alkoholabhängigkeit oder anderen Drogen zu fragen, nicht aber nach dem Genuss.
  • Ebenfalls erlaubt sind Fragen zu einer Schwerbehinderung. Bei konfessions- oder parteigebundenen Stellen darf man Sie auch zu Ihrer Partei- oder Religionszugehörigkeit befragen.

Manche Fragen kommen wie aus dem Nichts. Wozu ist der Filz auf einem Tennisball? Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen? Oder wie oft am Tag überlappen sich die Zeiger einer Uhr? Mit solchen Fragen möchte Ihr Gesprächspartner wissen, wie Sie an die Antwort herangehen.

Eine korrekte Antwort wird also gar nicht erwartet. Hier sind Logik und Kreativität gefragt!

Falls Ihnen nichts einfällt, können Sie auch antworten: „Das klingt nach einer Fangfrage.“ Oder sagen Sie: „Sollen wir uns nicht lieber noch über die Ausbildung unterhalten?“ 

Personalchefs nutzen Google und Co., um sich ein komplettes Bild von den Bewerbern zu machen. 

Versuchen Sie darum, keine Spuren im Internet zu hinterlassen, die ein negatives Bild von Ihnen geben.

  • Halten Sie sich auf dem Laufenden und suchen Sie immer wieder nach Einträgen über Ihre Person.
  • Haben Sie ein Profil in öffentlichen Netzwerken, pflegen Sie es gut.
  • Achten Sie auf vorteilhafte Informationen und Bilder.

Haben Sie bereits ein Profil mit „peinlichen“ Inhalten – seien Sie im Gespräch ehrlich! Sagen Sie, dass Sie die negativen Inhalte kennen und dass Sie dabei sind, diese zu löschen. Das muss auch stimmen. Denn Ihr Gegenüber weiß genau, von wann die letzten Einträge sind ... 

Jetzt Mitglied werden

zum Online-Beitritt

Service-Center Suche