VIACTIV Krankenkasse

Krebsvorsorge als Chance

von Tobias Dunkel | 07.05.2019
2min Lesezeit

Oft ist es das Unbekannte, das uns verunsichert – zum Beispiel die diffuse Angst, irgendwann im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken. Doch wer den Kopf in den Sand steckt, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Lesen Sie hier, warum Sie Krebsvorsorge als Chance begreifen sollten.

Mythos Unheilbarkeit

Die Diagnose Krebs schockiert. Immer noch wird die Erkrankung mit Hoffnungslosigkeit und Unheilbarkeit in Verbindung gebracht. Doch die aktuellen Zahlen sprechen eine andere Sprache: Wenn man berücksichtigt, dass die Menschen heute im Durchschnitt viel älter werden als noch vor 20 Jahren, so geht die Krebssterblichkeit in Deutschland seit Jahren zurück. Durch neue Vorsorge- und Therapiemöglichkeiten ist die Lebenserwartung Betroffener zudem stark angestiegen.

Anspruch auf Vorsorge

Krebs erkennen, bevor er entsteht oder Beschwerden verursacht: Das ist das Ziel von Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung. In Deutschland haben Frauen und Männer einen gesetzlichen Anspruch darauf, sich im Lauf ihres Lebens auf verschiedene Krebsarten hin untersuchen zu lassen. Dazu gehören Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs und Prostatakrebs. Die Kosten der Untersuchungen übernehmen die Krankenkassen; die Teilnahme an der Krebsvorsorge ist freiwillig.

Früherkennung oder Vorsorge?

Kennen Sie den Unterschied zwischen der Früherkennungsuntersuchung und der Krebsvorsorge? Durch Früherkennung lassen sich Gewebeveränderungen zu einem Zeitpunkt entdecken, zu dem sie noch keine Beschwerden verursachen. Falls bei einer solchen Untersuchung eine Gewebeveränderung auffällt, so handelt es sich meist um einen kleinen Tumor, der sich gut behandeln lässt. Bei manchen Krebsformen – zum Beispiel Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs und bestimmten Hautkrebsformen – ist es möglich, schon Vorstufen zu erkennen: Gewebeveränderungen, die noch nicht bösartig sind. Krebsvorsorge heißt, diese zu entdecken und zu entfernen.

Vorsorge für „Sie“ und „Ihn“

Frauen ab 20 Jahren haben einmal im Jahr Anspruch auf eine kostenlose Genitaluntersuchung. Der Gynäkologe untersucht dabei den Gebärmutterhals. Bei Frauen ab 30 Jahren schließt die Vorsorgeuntersuchung auch das Abtasten der Brust und Achselhöhlen im Hinblick auf Veränderungen im Gewebe ein. Da Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau ist, sollten Frauen ihre Brust auch selbst regelmäßig abtasten. Der Gynäkologe zeigt, wie das geht. Als eine von wenigen Krankenkassen bezuschusst die VIACTIV zudem die Untersuchung „Discovering hands®“ durch blinde Frauen mit einem besonders ausgebildeten Tastsinn. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten alle 24 Monate eine Einladung zum kostenlosen Mammographie-Screening, einer Röntgenuntersuchung der Brust. Doch Vorsorge ist nicht allein Frauen-, sondern auch Männersache: Ab 45 Jahren sollten sie einmal im Jahr ihr Geschlechtsorgan, die Vorsteherdrüse (Prostata) und die Lymphknoten untersuchen lassen. Früh erkannt und behandelt ist Prostatakrebs häufig heilbar.

Intakter Darm?

Unangenehm, aber unverzichtbar: die Darmkrebs-Früherkennung. Ab dem 50. Geburtstag können Männer und Frauen ihren Stuhl einmal jährlich mit einem unkomplizierten Test auf verborgenes Blut untersuchen lassen. Ab 55 Jahren entscheiden sie sich entweder für den Stuhl-Test (alle zwei Jahre) oder für eine Dickdarmspiegelung, die dann zwei Mal im Abstand von jeweils zehn Jahren vorgenommen wird.