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Smartphone-Hygiene und Handysucht: Unsichtbare Gesundheitsrisiken im Alltag

Group 11 5 min Lesezeit   |   21.04.2026

Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.

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Smartphone_Vorschau_Quadrat | VIACTIV Krankenkasse

Smartphone-Hygiene und Handysucht: Unsichtbare Gesundheitsrisiken im Alltag

Group 11 5 min Lesezeit   |   21.04.2026

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Das Handy ist unser ständiger Begleiter – ob im Bus, im Fitnessstudio, beim Essen oder sogar auf der Toilette. Schnell noch eine Nachricht über WhatsApp verschicken, durch Instagram scrollen oder ein Video posten: Das Handy ist immer dabei. Bei einigen Menschen ist die Liebe zum Smartphone gar so groß, dass sie regelrecht süchtig nach ihrem Handy sind. Was viele dabei vergessen: Mit jeder Nutzung sammeln sich Keime und Bakterien auf dem Gerät. Für die Gesundheit kann das problematisch werden.

Warum Smartphones echte Keimschleudern sind

Studien zeigen, dass wir unser Smartphone im Schnitt mehr als 50-mal täglich aktivieren. Jedes Mal übertragen wir dabei Bakterien von unseren Händen auf das Display – und umgekehrt. Da wir unsere Hände im Alltag häufig nicht gründlich genug waschen, entsteht ein Kreislauf der Keimübertragung.

Besonders kritisch: Viele Menschen nutzen ihr Handy auch auf der Toilette. Forschende haben herausgefunden, dass sich auf zahlreichen Smartphones sogar Fäkalbakterien befinden. Neben meist harmlosen Keimen können auch Krankheitserreger auftreten, die Infektionen verursachen. Eklig, aber nicht überraschend. Da sich besonders im Badezimmer viele Keime und Erreger tummeln. Diese setzen sich auch auf dem Display ab, wir nehmen die Bakterien über die Haut auf und diese verbreiten sich ungehindert im Körper weiter.

Auch Biologiestudierende der Universität im englischen Guildford haben in einem Experiment die Keime untersucht, die sich auf unseren Smartphones tummeln. Dafür haben sie ihre eigenen Telefone in Petrischalen gedrückt, um mikrobiologische Proben von der Mitte der Bildschirme entnehmen zu können. Meistens fanden sie dort harmlose Bakterien, die typisch für Haut, Mund, Lunge und Darm sind. In Einzelfällen aber auch ansteckende Keime wie das Bakterium „Staphylococcus aureus“, das Hautentzündungen und sogar eine Lungenentzündung verursachen kann. „Jedes Smartphone erzählt uns eine Geschichte“, sagt Dr. Simon Park, Dozent der Molekularbiologie, der das Experiment begleitet hat. „Mithilfe des mikrobakteriellen Fingerabdrucks ist eine genaue Beschreibung des Besitzers möglich.“ Heißt nichts anderes als: Zeig mir, was sich auf deinem Smartphone tummelt, und ich sage dir, was du gemacht hast.

Das Problem wird verstärkt, weil Smartphones selten gereinigt werden. Ein großer Teil der Nutzer säubert sein Gerät nur gelegentlich oder gar nicht – ideale Bedingungen für Bakterien, sich zu vermehren.

5 Tipps für bessere Smartphone-Hygiene

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:

  1. Hände regelmäßig waschen: Dafür die Hände unter fließendes, warmes Wasser halten, 20 bis 30 Sekunden lang rundum einseifen (auch zwischen den Fingern!), gründlich abspülen und sorgfältig mit einem sauberen Tuch trocknen. Übrigens: Statt die Sekunden zu zählen, kann man auch zweimal das Lied „Happy Birthday" summen. Diese Zeitspanne ist wichtig, da nur langes Händewaschen die Zahl der Keime auf ein Tausendstel oder weniger senkt.
  2. Smartphone nicht mit aufs Klo nehmen: Besonders dort ist die Keimbelastung hoch.
  3. Beim Essen auf das Handy verzichten: Als große Schmutzquelle gelten Mahlzeiten während des Telefonierens oder Tippens. Krümel, Fettflecken und Tropfen landen auf dem Display – und sorgen dafür, dass Keime sich vermehren können.
  4. Keine Nutzung mit eingecremten Händen: Rückstände von Handcreme und auch von Schminke sind ein idealer Nährboden für Keime.
  5. Saubere Umgebung beachten: Staub und Schmutz setzen sich schnell auf dem Gerät ab.

Smartphone richtig reinigen: So geht’s

Für die Reinigung gilt: Vorsicht vor aggressiven Mitteln. Glasreiniger oder Alkohol können die Oberfläche beschädigen. Besser geeignet sind:

  • Spezielle Hygienesprays (alkoholfrei)
  • Mikrofasertücher oder Brillenputztücher
  • Reinigungstücher für Displays

Eine regelmäßige Reinigung reduziert Keime deutlich und schützt gleichzeitig die Funktion des Geräts.

Handysucht: Wenn das Smartphone zum Stressfaktor wird

Neben der Hygiene spielt auch die Nutzung selbst eine große Rolle für die Gesundheit. Viele Menschen greifen reflexartig zum Smartphone – oft ohne konkreten Anlass. Dahinter steckt ein psychologischer Mechanismus. „Smartphone-Apps funktionieren wie Glücksspielautomaten. Wir betätigen sie immer wieder, um uns einen kleinen Kick zu holen“, sagt Alexander Markowetz, der eine Studie durchgeführt hat und Autor des Buches „Digitaler Burnout“ ist. Aber was genau kickt uns so am Griff zum Handy?

Jede neue Nachricht oder Benachrichtigung sorgt für einen kleinen „Belohnungseffekt“ im Gehirn. Dabei wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet – genauso wie beispielsweise beim Rauchen. Viele Apps sind bewusst so konzipiert, dass wir von ihnen nicht genug bekommen. „Einen Großteil der Zeit verbringen die Menschen mit Social-Media-Anwendungen wie Facebook, WhatsApp oder Spielen“, erklärt Markowetz. Dramatisch seien besonders die ständigen Unterbrechungen der eigentlichen Tätigkeiten. Sie erlaubten es nie, sich einer Sache voll und ganz zu widmen. Die Folgen: Unproduktivität und ein mangelndes Glücksempfinden.

 

Symptome von Handysucht (Nomophobie)

  • Unruhe ohne Smartphone
  • Häufiges, unbewusstes Entsperren
  • Konzentrationsprobleme
  • Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen

Diese sogenannte „Nomophobie“ (Angst, ohne Handy zu sein) betrifft immer mehr Menschen.

Gesunder Umgang mit dem Smartphone

Um die Nutzung zu kontrollieren, helfen einfache Strategien:

  • Handyfreie Zeiten einführen (z. B. im Schlafzimmer)
  • Benachrichtigungen reduzieren
  • Feste Nutzungszeiten definieren
  • Alternative Gewohnheiten entwickeln (z. B. Uhr statt Handy nutzen)

Für weiterführende Hilfe findet man beim Fachverband Medienabhängigkeit Anlaufstellen in der Nähe.

Fazit: Bewusster Umgang schützt die Gesundheit

Ob Keime auf dem Display oder ständige Erreichbarkeit – das Smartphone bringt gesundheitliche Risiken mit sich, die oft unterschätzt werden. Mit mehr Bewusstsein für Hygiene und Nutzungsverhalten lässt sich jedoch viel erreichen.

Für Versicherte bedeutet das: Kleine Veränderungen im Alltag können langfristig die Gesundheit schützen – und sorgen gleichzeitig für mehr Balance im digitalen Leben.

 

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