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Freundschaften

von Zoi Theofilopoulos | 28.07.2020
4min Lesezeit

Freunde sind Balsam für die Seele. Doch sie bewirken noch viel mehr! Freundschaften sind zum Beispiel gut für die Gesundheit, weiß Psychologin Julia Scharnhorst. Im Interview erklärt sie, worauf es bei einer guten Freundschaft ankommt.

Frau Scharnhorst, warum sind Freunde so wichtig?

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Bereits in der Steinzeit waren die Menschen voneinander abhängig. Um in der Pampa zu überleben, brauchte man Freunde. Und so ist es heute noch. Wir sind seelisch und körperlich stabiler, wenn wir gute Freunde haben.

Und wie findet man wertvolle Freundschaften?

Das geht über Zeit und räumliche Nähe. Wir schließen mit den Menschen Freundschaft, die wir häufig sehen. Ein Beispiel ist der erste Schultag: Wir freunden uns mit demjenigen an, der zufällig neben uns im Klassenraum sitzt. Das gleiche gilt für Nachbarn, Vereine oder auch Kollegen, mit denen wir beispielsweise einen Schreibtisch teilen. Man sucht sich die Leute nicht nach Seelenverwandtschaft aus – wir brauchen einfach die Anwesenheit.

Wie viele gute Freunde braucht ein Mensch?

Das ist ganz unterschiedlich. Extrovertierte Menschen, also Menschen, die gesellig sind, haben oft einen sehr großen Freundeskreis. Introvertierte Menschen, die eher zurückhaltend im Umgang mit anderen sind, haben eher wenige gute Freunde. Dann ist die Zahl an Freundschaften auch abhängig von der Lebenssituation: Singles berichten davon, sehr viele gute Freunde zu haben, etwa um die 30. Menschen in Partnerschaft zählen meistens nur drei bis fünf Menschen zu ihren engen Freunden.

Wann kann ich jemanden einen Freund nennen?

Das ist zeitabhängig. Verbringt man etwa 50 Stunden zusammen, entsteht eine Freundschaft. Eine beste Freundschaft entwickelt sich nach ungefähr 200 gemeinsamen Stunden. Die Zahlen darf man jetzt nicht auf die Goldwaage legen, aber so ist es ungefähr. Natürlich ist dann noch das Verhältnis entscheidend. Ein Kollege wird nach 200 Stunden nicht unbedingt zum besten Freund.

Können Frauen und Männer befreundet sein?

Es funktioniert schon. Aber besser funktionieren gleichgeschlechtliche Freundschaften. Menschen schließen nämlich dann Freundschaft, wenn sie sich ähnlich sind. Dabei ist zum Beispiel das Alter, die Lebenseinstellung, der kulturelle Hintergrund und eben auch das Geschlecht ausschlaggebend.

Dann funktionieren Männer-Freundschaften bestimmt auch anders als Frauen-Freundschaften, oder?

Genau. Frauen brauchen den persönlichen Austausch. Sie reden viel, vertrauen sich alles an. Männer-Freundschaften definieren sich mehr über das Tun. Sie schrauben zum Beispiel zusammen an einem Auto herum oder gucken Fußball. Es geht mehr darum, dass sie etwas gemeinsam machen, als miteinander zu reden.

Wählen wir Freunde mit dem Alter anders aus?

Ja, das tun wir bereits nach der Schule, wenn wir in verschiedene Berufe gehen. Denn nicht nur die Wege, auch die Lebensumstände ändern sich. Der eine macht eine Ausbildung, der andere beginnt ein Studium oder nimmt sich erst einmal eine Auszeit und reist um die Welt – Ansichten, Tagesabläufe und Prioritäten verschieben sich. Der Student etwa will feiern, während der Berufstätige vielleicht schon über eine Familie nachdenkt. Das passt dann manchmal nicht mehr zusammen. Dann sucht man sich neue Leute, die in ähnlichen Strukturen leben.

Woran scheitern Freundschaften häufig?

An Vertrauensbruch. Erzählt man zum Beispiel Geheimnisse weiter oder geht mit dem Partner des besten Freundes ins Bett, ist das Vertrauen gebrochen und damit auch die Freundschaft. Ein weiterer Grund, woran Freundschaften häufig scheitern, ist eine einseitige Freundschaft. Menschen, die sich nie melden, außer sie wollen etwas, tun einem nicht gut – das macht man nicht lange mit. Eine gute Freundschaft findet also auf Augenhöhe statt. Manchmal ist es aber auch einfach so, dass man sich auseinanderlebt.

Was macht einen guten Freund aus?

Ein guter Freund teilt verständnisvoll das Leid des anderen, ohne dabei zu werten. Er ist unterstützend und aufmerksam, und das zu jeder Zeit. Und: Wir möchten uns unter guten Freunden nicht verstellen müssen oder eine Art Rolle spielen. Das machen wir nämlich schon oft genug im Alltag, zum Beispiel im Umgang mit Kollegen.

Wie pflege ich so eine Freundschaft?

Umso länger Freundschaften bestehen, desto länger kann man auch mal abtauchen und sich nicht melden. Der beste Freund weiß, dass wir ihn trotzdem mögen und wiederauftauchen. Wichtig ist, Interesse am anderen zu haben, um zu spüren, wo steckt der Freund in seinem Leben jetzt, wie kann ich ihn unterstützen. Deshalb ist es auch so bedeutend, besondere Anlässe, wie den Geburtstag, gemeinsam zu feiern und sich in dem Fall etwas zu schenken. Damit zeigt man: Ich weiß, wann bei dir wichtige Zeitpunkte im Leben sind und ich nehme daran teil.

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