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Ein zweites Leben – Eine Geschichte über den langen Weg zu einem neuen Organ

von Ina Choinowski | 10.12.2019
3min Lesezeit

Kurz vor seinem 50. Geburtstag erfährt Sven Mölders, dass er dringend eine neue Niere benötigt. Für ihn beginnt eine turbulente Zeit, viele Hochs und Tiefs, bis er endlich ein neues Organ und damit ein zweites Leben beginnen kann.

Es ist der 27. August 2013, der das Leben von Sven Mölders grundlegend verändert hat. Es ist sein erster Dialysetermin, sein erster Kontakt mit einer Dialysemaschine.
Darauf folgen fünf lange Jahre Behandlung, in denen es dreimal die Woche in die Praxis ging.
Die vier Stunden und 15 Minuten, die er an diesen Tagen dort verbrachte, wurden zu „seiner Zeit“, wie er sich heute rückblickend erinnert.

Diagnose „Stark vergrößerte Zystennieren“

Kurz nach seinem 50. Geburtstag bekommt Sven Mölders die Diagnose „Stark vergrößerte Zystennieren“. Die Leistungen seiner Nieren ist stark eingeschränkt, deutlich unter zehn Prozent. Der Arzt macht in diesem Moment eines deutlich: Ohne eine regelmäßige Dialyse wird es nicht gehen.
Für Sven Mölders beginnt ab jetzt ein langer Weg. Die Dialysepraxis wird Teil seines Lebens. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Eines ist auch klar: Seit seiner Diagnose beim Arzt ist Sven Mölders auf ein Spenderorgan angewiesen.

Konfrontation mit Krankheit

Der Aufenthalt in der Dialysepraxis verändert das Leben von Sven Mölders – vor allem seine Haltung zum Thema Organspende. Bereits nach einer Woche in der Praxis besorgt er sich einen Organspendeausweis. Die Konfrontation mit Krankheit und dem Tod lässt ihn sofort anders denken: „Bis dahin hatte auch ich das Thema Organspende gepflegt verdrängt. Mit vollem Bauch debattiert es sich gut und wer denkt schon gern an kranke Menschen, solange man selbst gesund ist“, erinnert er sich heute. Doch die Denkweise ändert sich, sobald man selbst betroffen ist.

Sieben Jahre plus X – das ist die Perspektive, auf die Sven Mölders seit dem Tag seiner Diagnose blickt. Er steht, wie viele andere Patienten auch, auf einer Warteliste. Unendlich viel Zeit vergeht, der Körper und der Kopf leiden, die Behandlung hinterlässt Spuren und die Krankheit verschlingt Energie.

Bruder wird zum Lebensretter

Über vier Jahre ist der regelmäßige Besuch in der Dialysepraxis sein Alltag. Bis zu Sven Mölders' 54. Geburtstag. An diesem Tag ändert sich alles. Sein älterer Bruder ruft an, gratuliert zum Geburtstag und sagt: „Ich wollte dir nur sagen, falls es akut wird und du eine Lebendspende brauchst, ich stehe zur Verfügung. Ich mache das …“. Was danach passiert, gleicht einer Achterbahnfahrt. Zuversicht mischt sich mit Skepsis, Höhepunkte und Tiefschläge stehen sich gegenüber. Unendlich viele Arzttermine stehen an und Wochen und Monate vergehen. Bis endlich feststeht: Eine Transplantation ist möglich! Am 20. Februar 2018 ist es endlich soweit: Der Tag der Transplantation ist gekommen. Der Eingriff verläuft gut. Sven Mölders und seinem Bruder geht es gut. Die transplantierte Niere in Sven Mölders' Körper funktioniert, ist gut durchblutet und arbeitet.

Neues Leben startet

Nach 16 Tagen verlässt Sven Mölders das Krankenhaus. Er startet in ein neues Leben – sein zweites!
Auch wenn er täglich Tabletten einnehmen muss, ist es nichts im Vergleich zu den letzten Jahren, in denen die Dialyse zum Alltag gehörte.

Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende

Sven Mölders' Geschichte ist nur eine von vielen. Rund 10.000 Patienten warten Tag für Tag auf ein Spenderorgan. Ihre Geschichten verlaufen oft anders als die von Sven Mölders.
Doch jeder einzelne kann die Geschichten anderer Patienten beeinflussen. Wer sich intensiv mit der Frage für oder gegen eine Organspende auseinandersetzt, hat bereits einen ersten wichtigen Schritt getan. „Wir sind nur in der Pflicht, uns Gedanken zu machen“, sagt auch Sven Mölders. Schließlich kann eine schwere Krankheit jeden von uns treffen. (svm)

Die vollständige Geschichte von Sven Mölders lesen Sie auch noch einmal in unserem Kundenmagazin (Ausgabe Sommer 2019).

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