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++ Hausmitteilungen +++ BKK vor Ort +++ Ha

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fotolia.com/unverdorben, diego cervo

Seit dem 01.07.2014 sind neue Festbeträge für

einige Wirkstoffe eingeführt worden beziehungs-

weise bestehende Festbeträge wurden erheblich

abgesenkt. Hierdurch kann es zu erheblichen

Aufzahlungen (Mehrkosten) für Arzneimittel

kommen. Nachfolgend beantworten wir Euch

häufig gestellte Fragen zu diesem Thema:

Was sind Festbeträge bei Arzneimitteln?

Festbeträge sind Höchstpreise, die von der

gesetzlichen Krankenversicherung für Arz-

neimittel übernommen werden dürfen.

Wer bestimmt die Festbeträge für

Arzneimittel?

Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt,

für welche Gruppen von Arzneimitteln Festbe-

träge festgesetzt werden können. Anschließend

bestimmt der Spitzenverband der gesetzlichen

Krankenversicherung diese. Die Festbeträge

werden regelmäßig angepasst und aktualisiert.

Warum gibt es Festbeträge für Arzneimittel?

Auf dem deutschen Arzneimittelmarkt gibt es

eine Vielzahl von Arzneimitteln in vergleich-

barer Qualität, mit vergleichbarer therapeuti-

scher Wirkung und zum Teil sogar identischer

Zusammensetzung. Ihre Preise können aber

sehr unterschiedlich sein. Die Festbetrags-

regelung wurde eingeführt, um den stetigen

Anstieg der Arzneimittelausgaben in der ge-

setzlichen Krankenversicherung zu mindern.

Die Festbeträge sollen eine ausreichende,

zweckmäßige und wirtschaftliche sowie in der

Qualität gesicherte Versorgung gewährleisten.

Was bedeutet die Festbetragsregelung

für Euch?

Gibt es für Arzneimittel einen Festbetrag, so

darf die BKK vor Ort die Kosten nur bis zur

Höhe des Festbetrags übernehmen. Ver-

langt ein Hersteller für sein Präparat einen

Verkaufspreis über diesem Festbetrag, so

spricht man bei der sich daraus ergebenden

Differenz von Mehrkosten. Diese Mehrkosten

müsst Ihr zahlen, zusätzlich zur gesetzlichen

Zuzahlung. Das gilt sogar für Kinder,

die sonst immer zuzahlungsbefreit sind.

Festbeträge bei Arzneimitteln

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