ORANGE 2-2013 - page 52

Initiative „Zu gut für die Tonne“
(mit mehr Rezepten für „Beste Reste“)
ins Leben gerufen: Die App dazu bietet
nicht nur genaue Tipps zu Lagerung, Halt-
barkeit oder Zubereitung von einzelnen
Lebensmitteln, einen interaktiven Ein-
kaufsplaner oder alltagstaugliche Regeln,
um Lebensmittelabfälle zu vermeiden,
sondern auch jede Menge leckerer Koch-
rezepte von 25 Sterneköchen für Deine
Essensreste. Tim Mälzer zeigt beispiels-
weise, was Du aus Bratkartoffeln, Erbsen,
Zucchini und Eiern zaubern kannst.
Ein Blick auf die Website oder die coole
App des Bundesministeriums lohnt sich
also. Oder wusstest Du, dass Bananen viel
lieber hängen als liegen, um lange frisch
zu bleiben? Dass Kartoffeln mehrere
Monate gelagert werden können, wenn
man sie kühl, mit Zeitungspapier oder
Säcken abgedeckt, aufbewahrt? Oder dass
geöffnete H-Milch ebenso schnell ver-
dirbt wie frische Milch, aber ohne dabei
sauer zu werden?
Was ich nicht weiß, mach ich nicht heiß
Zu viel gekocht? Macht gar nix. Nach der
Zubereitung solltest Du das Gericht rasch
abkühlen lassen und die Reste maxi-
mal zwei Tage bei ca. 4 Grad Celsius im
Kühlschrank aufbewahren. Beim einmali-
gen Aufwärmen auf mindestens 70 Grad
erhitzen. Mit dieser Aufwärmregel darf
man sogar Gerichte mit gekochten Pilzen
nochmals warm machen. Die Binsen-
weisheit, dass aufgewärmte Pilzspeisen
giftig wirken, stammt nämlich aus frühen
Zeiten, in denen es noch keinen Kühl-
schrank gab.
Nicht dem Mülleimer schenken,
sondern anderen
Und wenn Du dennoch etwas nicht mehr
verwerten möchtest oder Du zu viel ge-
kauft hast, verschenk es doch einfach. Un-
ter dem Motto „Lebensmittel teilen statt
wegwerfen“ bietet Foodsharing.de im Netz
eine Plattform, über die man kostenlos
Lebensmittel anbieten kann. Den Nutzern
werden Standort und Inhalt von Essens-
körben angezeigt, die verschenkt werden.
Mitmachen kann jeder: Privatpersonen,
Händler oder Produzenten.
Sogar zum gemeinsamen Kochen kann
man sich hier verabreden, um die über-
schüssigen Lebensmittel mit anderen zu
teilen, statt sie einfach wegzuwerfen. Dabei
wird streng darauf geachtet, dass wirklich
nichts Verdorbenes, sondern nur einwand-
freie Lebensmittel angeboten werden.
Fotos: ©photocase.de/view7; ©BMELV
Lebensmittel
teilen statt
wegwerfen
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ratsam
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