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beißt, misst er seinen Blutzuckerspiegel,
reguliert den Insulinbedarf. Den Slogan
für Betroffene „Machen Sie sich selbst
zum Experten“ unterschreibt er, sagt
aber, dass jeder seinen eigenen Weg
finden soll. Er hat seinen gefunden. Di-
ätprodukte für Diabetiker? „Ich bemühe
mich, um diese Diät-Geschichten drum
rumzukommen“, sagt er. „Erstens: Es
schmeckt nun mal wirklich nicht. Ich
hab’s ausprobiert. Und zweitens hab
ich Insulin dafür, dass ich essen kann,
was ich möchte.“ Er ist selbstbestimmt
und verantwortungsvoll. Insulin für den
Überzucker und Traubenzucker für den
Unterzucker hat er immer dabei. „Das ist
ein Basis-Ding, das man immer in der Ta-
sche hat. Gerade vor längeren Autofahr-
ten messe ich immer den Blutzuckerspie-
gel, um zu wissen, kann ich überhaupt
eine lange Strecke fahren?“
Nach der Diagnose fasste Christoph
einen Entschluss. Immer hatte er mit
dem Gedanken gespielt, sich tätowieren
zu lassen, jetzt war für ihn das Stechen der
Nadeln kein Schreckgespenst mehr. „Da
kann ich mich auch tätowieren lassen“,
grinst er. Seitdem wachsen langsam die
Bilder auf seinen Armen. Das erste Motiv:
das Datum des Tages, an dem erwachte in
dem spanischen Krankenhaus.
Die BKK vor Ort unterstützt Diabetiker
mit einem besonderen Programm:
BKK Medplus
Chronisch erkrankte Menschen erhalten
bei uns eine besondere Betreuung durch
die sogenannten strukturierten Behand-
lungsprogramme (DMP). Dabei arbeiten
Hausärzte, Fachärzte, Kliniken und
andere Therapieeinrichtungen besonders
eng zusammen und binden die Patienten
aktiv in die Therapien mit ein. Das gilt
für alle Mitglieder, die z. B. an Diabetes
mellitus Typ 1 oder 2 leiden, oder auch an
Brustkrebs, koronaren Herzkrankheiten,
Asthma oder COPD.
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| Webcode: 196
Fotos: ©Arnd Drifte
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