Inform 3 / 2014
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  16 / 32 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 16 / 32 Next Page
Page Background

Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal so er-

gangen: Mit einer Entscheidung der BKK vor Ort

sind Sie unzufrieden.

Was tun? Sie können Ihre Unzufriedenheit Ihrem

Sachbearbeiter mitteilen und sich die getroffene Ent-

scheidung erläutern lassen.

Was geschieht, wenn Sie mit Ihrem Sachbearbeiter

keine Übereinstimmung erzielen können, was bleibt Ih-

nen dann übrig? Muss die getroffene Entscheidung so

hingenommen werden?

Ihnen steht in diesem Fall das Recht zu, Widerspruch

zu erheben. Sie widersprechen damit der getroffenen

Entscheidung und geben der Fachabteilung, die sich mit

Ihrem Antrag befasst hat, die Gelegenheit, unter Einbe-

ziehung Ihrer mitgeteilten Einwände den Sachverhalt

neu zu prüfen und gegebenenfalls eine andere Entschei-

dung zu treffen. Das wäre für Sie und Ihre BKK vor Ort

der optimale Fall.

Was aber geschieht, wenn es zu keiner anderen

Entscheidung kommt, wenn IhremWiderspruch,

wie es heißt, nicht abgeholfen werden kann?

Dann befasst sich der Widerspruchsausschuss mit Ih-

rem Anliegen.

Die BKK vor Ort hat fünf Widerspruchs-

ausschüsse eingerichtet. Für verschiedene

Regionen in Deutschland jeweils einen Aus-

schuss.

Jeder Ausschuss ist mit vier Mitgliedern der Selbst-

verwaltung besetzt, jeweils zwei Mitglieder der Arbeit-

nehmervertretung und zwei Mitglieder der Arbeitge-

bervertretung. Sie sehen also: Ihr Anliegen wird sehr

demokratisch von den Personen der Selbstverwaltung

der BKK vor Ort unvoreingenommen geprüft.

Selbstverständlich unter Beachtung der geltenden Ge-

setze erfolgt eine vollkommen neue Prüfung des Sach-

verhalts. Immer unter dem Betrachtungswinkel: Ist das

Recht Ihnen gegenüber richtig angewendet worden?

Sind Sie gerecht behandelt worden?

Über das Ergebnis der Entscheidung des Wider-

spruchsausschusses werden Sie nach der Prüfung in

Form eines Widerspruchsbescheids schriftlich unterrich-

tet.

Sollten Sie auch die Entscheidung des Ausschusses

nicht billigen, ist dieser Bescheid Grundlage dafür, vor

dem zuständigen Sozialgericht Klage zu erheben …

Fazit:

Der Widerspruchsausschuss ist eine demokratische Ins-

tanz, die Ihnen zum Recht verhelfen kann. Aus diesem

Grund ist es wichtig, dass Sie im Rahmen Ihres Wider-

spruchs möglichst alle Informationen mitteilen, den

Widerspruch also begründen, damit eine umfassende

Prüfung Ihres Anliegens erfolgen kann.

W

HC

RP U

S

IDER-

!

Magnus Lucht gehört zum Widerspruchs-

ausschuss des Nordens. Gemeinsam mit

den Arbeitgebervertretern Mathieas Kohl

und Dr. Frank Ensslen sowie den Arbeitneh-

mervertretern Gabriele Lender (alternieren-

de Vorsitzende) und Harald Ruschel nimmt

er sich Ihrer Sache an.

16

03|2014