Inform 2 / 2016
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02|2016

Die Mehrzahl der Bundesbürger nutzt heute Naturheilverfahren als Alternative zu

etablierten Verfahren. So haben laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts

Allensbach bereits 60 Prozent der Deutschen Erfahrungen mit homöopathischen

Mitteln gemacht. Eine Befragung vom Forsa-Institut hat gezeigt, dass 80 Prozent

der Anwender mit Wirksamkeit und Verträglichkeit zufrieden sind. Menschen, die

Homöopathika beständig nutzen, sind es zu fast 100 Prozent.

Die Studien

Ja, es gibt sie, die oft nachgefragten Studien zur Homöo-

pathie. Über 100 Studien mit Placebos (einem Scheinme-

dikament) wurden bereits durchgeführt. Es gibt sowohl

Studien, die die Wirksamkeit bei »einzelnen« Erkrankun-

gen wie Heuschnupfen, Infekten oder Wechseljahresbe-

schwerden belegen, als auch solche, die eine generelle

Überlegenheit homöopathischer Therapie gegenüber

Placebos zeigen (sogenannte Metaanalysen). Inzwischen

existieren auch Erkenntnisse aus Untersuchungen zur

Grundlagenforschung, wenngleich sie auch noch nicht

den genauen Mechanismus der Wirkung offenlegen. So

zeigen sie jedoch, dass homöopathische Arzneimittel

unter Laborbedingungen Effekte auslösen können.

Das Ähnlichkeitsprinzip

Chemische Präparate wirken, indem sie bestimmte Bin-

dungsstellen (Rezeptoren) im Organismus direkt beein-

flussen. Homöopathika setzen quasi ganz vorn an und

stimulieren im Organismus die eigenen Heilkräfte. Damit

das funktioniert, muss das mit der Krankheit korrespon-

dierende Mittel gewählt werden. Grundlage dafür ist das

Ähnlichkeitsprinzip. Dabei wird jeweils das Mittel beim

Kranken eingesetzt, das ähnliche Beschwerden bei ei-

nem Gesunden auslöst. Beispiel Zwiebel: Sie wird als

homöopathisches Mittel bei tränenden Augen und lau-

fender Nase zum Beispiel bei einer Allergie angewendet

(homöopathisch als »Allium cepa« – die Küchenzwiebel).

Die Potenzen

Jede Anwendung muss nicht nur mit dem richtigen Mit-

tel, sondern auch mit dem richtig konzentrierten Wirk-

Homöo

pathie

bei der

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