Inform 2 / 2015
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02|2015

ARZNEIMITTELPASS

Aspirin, Blutdrucksenker, Diabetesmittel, Betablocker und

noch einiges mehr, viele Patienten nehmen mehrere Arznei-

mittel dauerhaft ein. Die Gefahr von unerwünschten Wech-

selwirkungen ist dabei nicht zu unterschätzen.

Das Risiko könnte deutlich reduziert werden, wenn Apo-

theker, Ärzte und Kliniken über detaillierte Informationen zu

den verabreichten Medikamenten verfügen würden. Umso

wichtiger ist die schnelle und korrekte Weitergabe von Infor-

mationen zur Einnahme von Arzneimitteln, das heißt welches

Mittel wie und wofür eingenommen wird und von welchem

Arzt es für welche Therapiedauer verordnet wurde. Die Lösung

ist ein aktueller Arzneimittelpass.

In den Arzneimittelpass sollen stets die aktuell

angewendeten Arzneimittel eingetragen werden.

Dies beinhaltet:

Vom Arzt verschriebene Arzneimittel

Selbst in der Apotheke eingekaufte Arzneimittel

Nahrungsergänzungsmittel, die auch unerwünschte

Wechselwirkungen verursachen können

Weiterhin besondere, bei der Arzneimittel-

therapie zu berücksichtigende Situationen:

Schwangerschaft/Stillzeit

Nierenersatztherapie (Dialyse)

Allergien

Unverträglichkeiten

Lebensgewohnheiten (Rauchen, Kaffeetrinken,

Verzehr von Grapefruits)

Sie sollten den Pass sorgfältig ausfüllen und immer bei sich

führen. Bei jedem Arztbesuch oder Kauf von Arzneimitteln

sollte der Pass zur Prüfung auf Wechselwirkungen dem Arzt

oder Apotheker vorgelegt werden. Für alle gesetzlich Kran-

kenversicherten mit mehr als fünf Medikamenten wird ein

solcher Medikationsplan frühestens ab Oktober 2016 infolge

des E-Health-Gesetzes verpflichtend, die BKK vor Ort bietet

Ihnen bereits heute den Arzneimittelpass in Papierform an,

sogar für den Urlaub in acht Sprachen (zweisprachig, Deutsch

plus jeweilige Fremdsprache). Die Nutzung des Arzneimittel-

passes ist natürlich freiwillig.

Auf unserer Internetseite können Sie unter nachfolgen-

dem Pfad Vordrucke zum Ausfüllen herunterladen, gern

können Sie sich die Formulare auch in unseren Geschäfts-

stellen ausdrucken lassen bzw. diese telefonisch anfordern.

WEBCODE

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In Kooperation mit der StiftungWarentest helfen wir Ihnen

dabei, Arzneimittel verantwortungsbewusst und zuverlässig

anzuwenden.

WEBCODE

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Haben Sie weitere Fragen?

Die Experten unserer Medizinischen Gesundheitsberatung er­

reichen Sie rund um die Uhr an 365 Tagen unter der Rufnummer

0800-1405 5412 2090

(kostenfrei aus dem dt. Festnetz).

Die Mischung macht’s. Fachleute gehen davon

aus, dass in Deutschland bis zu 500.000 Not-

falleinweisungen in Krankenhäuser durch

unerwünschte Arzneimittelwechselwirkungen

verursacht werden. Allein in Nordrhein-West-

falen sterben jährlich rund 4.300 Menschen an

einem unverträglichen Medikamenten-Mix.

© YTK / photocase