Inform 2 / 2014 - page 2

IMPRESSUM
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stellen weder ein Leistungsangebot
noch die Meinung der BKK vor Ort
dar. Die Daten der Gewinnspielteil-
nehmer werden von der BKK vor Ort
gespeichert.
Liebe Leserinnen und Leser,
wie jeden Sommer haben wir auch dieses Jahr
wieder unseren Kassensturz gemacht. Und
wieder hat sich gezeigt, dass unsere solide
Haushaltsführung Früchte trägt. So konnten
wir das Jahr 2013 mit einem positiven Ergeb-
nis abschließen. Insgesamt konnte ein Einnah-
menüberschuss in Höhe von 9 Millionen Euro
erzielt werden – Geld, das wir für Sie auf die
hohe Kante legen. Bei einem Jahresetat von
knapp 2,3 Milliarden Euro muss ein guter
Kaufmann eine Reserve haben, um jederzeit
liquide zu sein. Im Bereich der Verwaltung ist
es uns außerdem gelungen, den Aufwand zu
reduzieren. Insgesamt haben wir gegenüber
dem Vorjahr rund drei Prozent eingespart.
Dennoch sind die Überschüsse aller Kranken-
kassen in Deutschland deutlich geschrumpft.
Im Jahr 2012 hatten noch die gute Konjunk-
tur, die erfreuliche Beschäftigungslage und die
komfortable Tarifsituation den Gesundheits-
fonds gut gefüllt. Das löste flugs eine Menge
Begehrlichkeiten aus: Ärzte, Pharmaindustrie,
Apotheken und Krankenhäuser nutzten 2013
die Gunst der Stunde, um hohe Vergütungs-
steigerungen zu fordern und diese mit Unter-
stützung der Politik durchzusetzen.
Die Bundesregierung – allen voran unser
Bundesfinanzminister – trägt ebenfalls zur
Schmelze im Fonds bei. Den eigentlich fest
zugesagten Bundeszuschuss an die gesetzliche
Krankenversicherung hat sie in den letzten
drei Jahren insgesamt um satte 8 Milliarden
Euro gekürzt. Diese Entwicklung haben wir
vorausgesehen und konnten dennoch unsere
Angebote für Sie weiter ausbauen. Neben
den Zuschüssen für die Behandlung durch
Osteopathen und für professionelle Zahn-
reinigung gibt es jetzt auch eine höhere
Kostenbeteiligung bei Leistungen im Rahmen
der künstlichen Befruchtung oder für Heb-
ammenrufbereitschaft. Mehr Informationen
zum Haushaltsabschluss lesen Sie ab Seite 24.
Vorsorge ist besser als Nachsorge
Der Gesundheitsminister Hermann Gröhe
(CDU) widmet sich in diesem Herbst ganz
intensiv der Einführung eines neuen Präventi-
onsgesetzes. Alle Vorsorgeuntersuchungen sol-
len dabei auf den Prüfstand kommen: Nutzen,
Kosten und Leistungen der Krankenkassen
werden kritisch überprüft. Das ist ein begrü-
ßenswerter Ansatz. Wir müssen uns fragen:
»Was bringt das? Wie sinnvoll ist die flächen-
deckende Krebsvorsorge? Erhöht das Mam-
mographie-Screening tatsächlich die Heilungs-
chancen? Hautkrebs, Prostatauntersuchungen
oder die allgemeinen Check-ups ab 35 – för-
dern sie die Gesundheit der Menschen?« Es
ist nach Expertenmeinung sinnvoll, hier ganz
genau hinzuschauen und die Standards neu
festzulegen. Doch gleichzeitig erwarten die
Krankenkassen eine klare Positionierung der
Politik.
Jeden Tag werden Patienten im Wartezimmer
mit einer Blättersammlung vermeintlich wich-
tiger Vorsorgeuntersuchungen – IGeL-Leistun-
gen – konfrontiert. Untersuchungen, die von
gesetzlichen Krankenkassen nicht übernom-
men werden, weil sie medizinisch umstritten
sind. Gegen Bares kann der Patient hier direkt
in der Praxis Abhilfe schaffen. Mit diesen Infos
bleibt der Versicherte aber häufig allein, den
Arzt hat er zu diesem Zeitpunkt noch nicht
gesehen und sein Vertrauen in seine Kranken-
kasse wird auf eine harte Probe gestellt. Es
darf nicht sein, dass die sogenannten IGeL-
Leistungen in der Folge der veränderten Ge-
sundheitspolitik ausgeweitet werden. Dieser
Konflikt darf nicht auf dem Rücken der Ver-
sicherten und der Krankenkassen ausgetragen
werden.
Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß beim
Lesen und einen schönen Sommer!
Ihr Reinhard Brücker
Titel:
© Francesca Schellhaas/photocase.com
Reinhard Brücker
Vorstandsvorsitzender
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