Inform 2 / 2013 - page 15

Richtig krank sein
Natürlich könnte man auch zu Hau-
se krank werden, aber das ist ja ei-
gentlich kalter Kaffee, Schnee von
gestern, zu Hause sind wir ständig
krank, wir wollen auch mal woan-
ders krank sein. Also suchen wir uns
ein möglichst exotisches Land aus,
um dort eine herrlich abwegige In-
fektion zu bekommen, einen kompli-
zierten Knochenbruch, vielleicht auch
eine Blinddarmentzündung inklusive
Nahtoderfahrung. Die Möglichkeiten
sind schier unbegrenzt. Aber bevor Sie
nun euphorisiert und überhastet die
Koffer packen, um sich einen neuen
und aufregenden Kosmos des Siechens
zu erschließen, gilt es noch einiges zu
beachten. Denn einen nicht ganz ne-
bensächlichen Aspekt des Krankheits-
erlebnisses stellt die medizinische Ver-
sorgung dar. Nur ganz Hartgesottene
nehmen völlig Abstand davon, den
meisten von uns ist es nicht unrecht,
ein bisschen betütert zu werden.
Aber wie es so schön heißt: andere
Länder, andere Krankheiten. Und eben
auch: andere Gepflogenheiten bei der
medizinischen Versorgung. Damit Sie
Ihre Krankheit in der Ferne sorgenfrei
überstehen können, stellen wir Ihnen
hier die wichtigsten Facts vor.
Krank in der EU
Wer sich nicht allzu weit von Deutsch-
land entfernt und in einem der EU-
Staaten bleibt, kann im Krankheitsfall
auf das Sozialversicherungsabkom-
men Deutschlands mit diesen und ei-
nigen anderen Staaten (zum Beispiel
Island, Norwegen, Liechtenstein und
der Schweiz) vertrauen. Dieses Ab-
kommen garantiert deutschen Bun-
desbürgern im Krankheitsfall eine
Behandlung zu den gleichen Bedin-
gungen wie den Einheimischen.
Um dort Leistungen zu erhalten, reicht
die Versichertenkarte aus. Auf deren
Rückseite befindet sich die sogenann-
te EHIC (European Health Insurance
Card). Sie ersetzt den alten Auslands-
krankenschein. Kurz und gut: In Eu-
ropa krank sein ist relativ kommod.
Krank außerhalb der EU
In den Weiten Asiens oder Südame-
rikas begegnen uns nicht nur ganz
entzückend andersartige Erreger und
abwegige Formen des Unwohlseins,
sondern ebenso exotische Vorstellun-
gen von medizinischer Versorgung.
Wer das Abenteuer liebt, tritt solche
Reisen ganz ohne Versicherungsschutz
an.Wer hingegen über Reste gesunden
Menschenverstandes verfügt, schließt
eine private Zusatzversicherung ab.
Darin sind beispielsweise Kranken-
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WEBCODE
rücktransporte enthalten. Das ist
wichtig, denn für einen Ambulanzflug
aus den USA nach Deutschland kom-
men zum Beispiel schnell einige Zehn-
tausend Euro zusammen (übrigens
nichts im Vergleich zu den Kosten
einer Operation in den USA). Das ist
lästig, und deshalb empfehlen wir eine
Auslandskrankenversicherung:
„Zwei für mich“ – die BKK vor
Ort kooperiert beim Auslandsreise-
schutz mit der Barmenia
Wir empfehlen Ihnen die Auslands-
krankenversicherung unseres Partners
Barmenia.
E I N E A N L E I T U N G F Ü R D E N U R L A U B
© CSA_Images/istockphoto
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