Inform 1 / 2016
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Alle sechs Jahre werden bei der sogenannten Sozial-

wahl rund 5.000 ehrenamtliche Vertreter der Selbst-

verwaltung der gesetzlichen Krankenversicherung,

gesetzlichen Rentenversicherung und gesetzlichen

Unfallversicherung neu bestimmt. Wahlberechtigt sind

die Beitragszahler der drei Sozialversicherungssparten.

Gewerkschaften, andere Arbeitnehmervereinigungen,

Arbeitgebervereinigungen und deren Verbände stellen

die »Wahl-Listen« auf. Einzelpersonen – Versicherte und

Arbeitgeber – haben außerdem die Möglichkeit sich

aufstellen zu lassen, sie können sich auf sogenannten

»Freien Listen« zur Wahl stellen. Die Sozialwahl ist eine

besondere Wahl. Mit 50 Millionen Wahlberechtigten ist

sie die drittgrößte nach der Bundestags- und der Eu-

ropawahl. Es wird außerdem ausschließlich per Brief-

wahl gewählt. Die Wahlen erfolgen zudem meist ohne

eine echte Wahlhandlung – Friedenswahl genannt. Die

Anzahl der vorgeschlagenen Kandidaten entspricht der

Anzahl der Sitze und somit sind diese mit Ablauf des

Wahltages automatisch gewählt.

Was macht der VIACTIV Verwaltungsrat?

»Bei unserer VIACTIV ist die Selbstverwaltung pari-

tätisch mit Versicherten- und Arbeitgebervertretern

besetzt. Wir bestimmen die grundsätzliche Ausrich-

tung unserer Krankenkasse in unternehmenspolitischen

Fragen und auch in der politischen Interessenvertre-

tung nach außen maßgeblich mit«, erklärt Klaus-Peter

Hennig, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender

der VIACTIV Krankenkasse. Der Verwaltungsrat einer

gesetzlichen Krankenkasse ist also nicht nur für die

Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zuständig.

Sozialwahlen 2017

AUFGABEN DES

VERWALTUNGSRATS

n

Er beschließt die Satzung. Hier werden die Rechte

und Pflichten der Versicherten im Rahmen gesetzli-

cher Vorgaben festgelegt.

n

Er wählt und kontrolliert den hauptamtlichen Vor-

stand und überwacht den Haushalt und die wirt-

schaftliche Verwendung der Beitragsgelder durch

den Vorstand.

n

Er entscheidet auch über die Aufnahme von Zusatz-

leistungen in die Satzung, die über den gesetzlichen

Rahmen hinausgehen.

n

Er entscheidet über Erhebung, Höhe und Fälligkeit

von Zusatzbeiträgen.

»Damit nimmt die Selbstverwaltung einen großen Ein-

fluss auf die Kasse. Bei der VIACTIV steht ganz stark

das Angebot von qualitativ hochwertigen Gesundheits-

leistungen im Vordergrund«, betont Ludger Hamers,

ebenfalls alternierender Vorsitzender des VIACTIV Ver-

waltungsrats.

Diese Wahl fristet ein

Mauerblümchendasein –

und das völlig zu Unrecht.

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