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HALTUNG BEWAHREN!

Woran erkennt man eine effiziente Lauftechnik?

Schaut man sich die höchst unterschiedlichen Laufstile von

Weltklasseläufern an, ist das gar nicht leicht zu sagen. Erst

in Zeitlupenaufnahmen lassen sich Bewegungsmuster aus-

machen.

BEINPENDEL —

Nach der Abdruckphase

folgt die Schwungpha-

se: Strecken Sie das hin-

tere Bein lang aus, um

viel Raum zu gewinnen.

Dann ziehen Sie den

hinteren Fuß möglichst

dicht ans Gesäß, um die

Pendelbewegung so kurz

wie möglich zu machen.

KOPFHALTUNG —

Halten Sie den Kopf

durchgehend gerade

und vermeiden Sie wäh-

rend des Laufens eine

Schieflage oder ein Wa-

ckeln. Der Blick sollte 5

bis 10 Meter voraus auf

den Boden gerichtet sein.

Schauen Sie weder auf

Ihre Füße noch in den

Himmel, um eine Krüm-

mung oder Überstre-

ckung der Wirbelsäule

zu vermeiden. Stellen Sie

sich vor, Sie müssten auf

Ihrem Kopf ein Glas Was-

ser balancieren.

HÜFTSTRECKUNG —

In der Abdruckphase

sollte die Hüfte gestreckt

sein, ohne dass man da-

bei ins Hohlkreuz fällt.

Eine mangelnde Hüft-

streckung erkennt man

an einer leicht gebückten

Laufhaltung, die oft bei

Büro-Menschen zu beob-

achten ist. Dadurch kippt

der Oberkörper nach vorn

und der Rücken wird

rund, im schlimmsten

Fall können Bandschei-

benprobleme auftreten.

ARMHALTUNG —

Schwingen Sie die

Arme locker in Lauf-

richtung, die Ellbogen

bleiben dabei eng am

Oberkörper, Rumpf, Un-

ter- und Oberarm bilden

das sogenannte Läufer-

Dreieck. Die Finger bal-

len Sie zur Faust, die

Daumen liegen locker

auf den Zeigefingern.

Tipp: Weil Arme und

Beine miteinander ko-

ordiniert sind, können

Sie die Schrittfrequenz

erhöhen, indem Sie ein-

fach die Arme schneller

schwingen – die Beine

folgen von selbst.

FUSSAUFSATZ —

Ob Sie nun mit der Ferse,

dem Mittelfuß oder dem

Vorfuß aufsetzen, der

Fuß sollte immer unter-

halb des Körperschwer-

punkts aufkommen.

Dadurch werden die Auf-

prallkräfte minimiert. Je

weiter Sie vor dem Kör-

perschwerpunkt aufset-

zen, desto mehr Energie

für das nächste Absto-

ßen wird verschwendet.

Ein leichtes Einknicken

des Fußes während des

Abrollvorgangs, die soge-

nannte natürliche Prona-

tion, ist völlig normal und

unbedenklich.

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01|2016