Inform 1 / 2015
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www.bkkvorort.de

Herzlichen Glückwunsch – bald sind Sie zu zweit.

Die Vorfreude ist groß, das neue Leben wird

schon sehnsüchtig erwartet.

Ein wenig wird es aber noch dauern.

Viele werdende Mütter möchten ihre

Schwangerschaft nicht ruhiggestellt auf dem

Sofa verbringen. Sie waren aktiv, als sie noch

nicht schwanger waren, und sie wollen es auch

weiterhin bleiben.

»Kein Problem«, sagt die Expertin Marion

Sulprizio, Diplom-Psychologin vom Arbeits-

kreis »Sport und Schwangerschaft« der Deut-

schen Sporthochschule Köln. »Schwangere, die

sportlich aktiv sind, haben weniger körperliche

Beschwerden und unterstützen dadurch eine

komplikationsfreie Geburt. Das Wichtigste ist

ein angemessenes Maß.«

Beim Thema »Sport in der Schwanger-

schaft« herrscht viel Unsicherheit: Frauenärzte

und Hebammen ermuntern nicht unbedingt zu

mehr Bewegung, warnen aber auch nicht expli-

zit davor.

Oberstes Ziel des Arbeitskreises ist es, für

die »Wahrnehmung des Themas Sport und

Schwangerschaft in der Öffentlichkeit« zu sor-

gen. Ebenso soll ein Qualitätsstandard für die

Weiterbildung in diesem Bereich entwickelt wer-

den. Außerdem fordert das Expertenteam mehr

Forschung und eine bessere Zusammenarbeit

zwischen Hebammen und Gynäkologen.

»Uns ist es wichtig, wissenschaftlich fun-

dierte Information zu geben und Unsicherhei-

ten in Bezug auf Sport in der Schwangerschaft

bei den Schwangeren selbst, aber auch bei

ihren Hebammen, Gynäkologen und Übungs-

leitern zu verringern und somit zu einem akti-

veren Lebensstil während der Schwanger-

schaft zu verhelfen. Auf unserer Homepage

www.sportundschwangerschaft.de

geben wir

einen informativen Überblick«, so Marion

Sulprizio.

Fitness für Mama & Baby

Solange es der dicke Babybauch zulässt und

keine Beschwerden auftreten, können Sie ruhig

Sport treiben. Schon seit den 1980er-Jahren

belegen wissenschaftliche Studien, dass Sport

die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kin-

des verbessert – vorausgesetzt, Sie übertreiben es

nicht. Denn erwiesen ist auch: Leistungssport in

der Schwangerschaft kann zu einer Frühgeburt

führen und senkt das Geburtsgewicht des Kindes.

Was guttut

Gelenkschonende Sportarten wie Walken,

Nordic Walking oder Radfahren sind gut geeig-

net für Schwangere. Aber auch Aquafitness und

Schwimmen sind ideal sowie sanfte Gymnas-

tik, Yoga und Pilates, wenn sie speziell auf die

Bedürfnisse der Schwangeren zugeschnitten sind.

Frauen, die vor der Schwangerschaft eher selten

Sport gemacht haben, sollten am besten profes-

sionell geleitete Kurse besuchen, um Fehlbelas­

tungen zu vermeiden.

Sport und Bewegung in richtiger Form

und Dosierung senken das Risiko für Schwan-

gerschaftsdiabetes, Rückenbeschwerden oder

zu starke Gewichtszunahme. Sie fühlen sich

ausgeglichener und selbstsicherer. Sogar auf

den Geburtsverlauf und die Zeit danach

wirkt sich ein aktiver Lebensstil positiv aus.

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass

eine richtig ausgewählte Sportaktivität nega-

tive Folgen für Sie oder Ihr Kind hat. Daher

wird Ihnen auch Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine

bewegte Schwangerschaft empfehlen.

Häufige Fragen rund um

Sport in der

Schwangerschaft

beantwortet der

Arbeitskreis »Sport und

Schwangerschaft« der

Deutschen

Sporthochschule Köln

auf dem eigens dafür

eingerichteten

Informations- und

Serviceportal.

Individuelle Beratungen

und ein kostenloses

Online-Coaching

erhalten Schwangere

auf Wunsch per E-Mail.

Schildern Sie einfach Ihr

Anliegen und schicken

Sie Ihre Fragen an

schwangerschaft@

dshs-koeln.de.

WEITERE

INFORMATIONEN

finden Sie auf unserer

Internetseite

bkkvorort.de

im

Mitgliederbereich:

WEBCODE

1551

(Mutterschaftsleistungen)

WEBCODE

37

(Provita-Kurse)

Mehr zu diesem Thema

erfahren Sie auf Seite 31

unter dem Punkt Provita.