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Der Einfluss der Schilddrüse

von Magnus Horn | 19.06.2020
4min Lesezeit

Nicht größer als eine Walnuss ist die 18 Gramm (bei Frauen) und circa 25 Gramm (bei Männern) schwere Schilddrüse. Aber wie bei vielen anderen Dingen auch: Solange sie keine Probleme macht, bemerkt man sie nicht. Doch warum ist sie so wichtig?  

Schilddrüse ist Gaspedal des Körpers 

Die Schilddrüse liegt unterhalb des Kehlkopfes, ihre zwei seitlichen Lappen sind mit einem Mittellappen verbunden, wodurch sie die Form eines Schmetterlings hat, und in ihrem Inneren läuft die hormonelle Fabrik auf Hochtouren. Insbesondere die beiden Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin werden gebildet und bei Bedarf an das „Kommunikationssystem Blut“ abgegeben, wie der Gesundheitsdienstleister medicover erklärt. Prof. Dr. Hans Udo Zieren vom Deutschen Schilddrüsenzentrum führt aus, was alles davon profitiert: „Die Hormone wirken auf Herz und Kreislauf, erweitern die Blutgefäße, beschleunigen den Herzschlag und regeln den Blutdruck“, sagt er. Doch nicht nur das. Auch der Fett- und Bindegewebsstoffwechsel wird aktiviert, ebenso wie die Schweiß- und Talgdrüsen sowie Organtätigkeiten. Durch all diese Prozesse spielen sie eine enorme Rolle für die gesunde Entwicklung von Kindern – und das schon im Mutterleib. „Vereinfacht ausgedrückt, wirken Schilddrüsenhormone wie das Gaspedal unseres Körpers. Bei einem Zuviel an Hormonen laufen Körper und Seele übertourig, bei zu wenigen Hormonen untertourig.“

So steuert das Gehirn die Hormonausschüttung

Laut Deutschem Schilddrüsenzentrum wird die Hormonausschüttung in der Regel im Gleichgewicht gehalten – der Bedarf der Zellen bestimmt den Gebrauch. Hier kommt das Gehirn ins Spiel, denn es steuert alles mittels Hypothalamus (ein Teil des Zwischenhirns) und Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), wobei über sensible Kommunikationskanäle alles miteinander in Verbindung steht: Über feinfühlige Rezeptoren im Hypothalamus kann die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut gemessen werden und dann eine Reaktion auslösen: Dafür stimuliert der im Hypothalamus gebildete Botenstoff TRH (Thyreotropin Releasing Hormone) die Hirnanhangsdrüse. Dort wiederum wird das Hormon TSH (Thyroid Stimulating Hormone) gebildet, welches dann letztendlich die Schilddrüse stimuliert. „Ist der Spiegel an Schilddrüsenhormonen zu hoch, wird weniger TRH und infolgedessen weniger TSH und weniger Schilddrüsenhormon produziert“, sagt Zieren. „Ist der Spiegel zu niedrig, werden entsprechend mehr Schilddrüsenhormone über diesen Rückkopplungsprozess gebildet.“ Zusätzlich werde in den C-Zellen der Schilddrüse das Hormon Calcitonin gebildet, welches etwa den Calcium- und Knochenstoffwechsel beeinflusst.

Darum ist Jod besonders wichtig für den Körper

Damit die Schilddrüsenhormone überhaupt gebildet werden können, wird Jod benötigt. Selbst produzieren könne der Mensch das Spurenelement allerdings nicht, sagt Zieren. Es werde mit der Nahrung aufgenommen. „In der Schilddrüse werden 80 Prozent des täglich aufgenommenen Jods verbraucht.“ Empfohlen wird Jugendlichen und Erwachsenen eine tägliche Jodzufuhr von 200 Mikrogramm. Mit fünf Gramm Jodsalz habe man bereits die Hälfte der Tagesdosis erreicht, erklärt das Forum Schilddrüse in Berlin. Bei Schwangeren und Stillenden hingegen liege der Bedarf höher, denn auch die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems des Babys müssen gesichert sein.

Fehlfunktionen können viele Symptome haben

Doch was, wenn die körperlichen Prozesse einmal nicht funktionieren? Fehlfunktionen der Schilddrüse sind nicht selten. Oft werden sie aber gar nicht als solche erkannt, weil Symptome auch auf andere Weise erklärt werden könnten. Beschwerden können von Person zu Person unterschiedlich sein. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) etwa beginnen die Symptome häufig schleichend und machen sich erst mit fortschreitender Erkrankung bemerkbar, sagt Hans Udo Zieren. Die Unterfunktion bedeutet simpel ausgedrückt, dass dem Körper zu wenige Schilddrüsenhormone zur Verfügung gestellt werden. Dieser Mangel, so die Experten von medicover, führt dazu, dass der Körper „auf Sparflamme“ läuft, was, auf Dauer gesehen, dem Körper tatsächlich schaden könnte. Symptome, die auf eine Unterfunktion hinweisen könnten, sind laut Zieren unter anderem Kälteempfindlichkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Erschöpfung und depressive Verstimmungen.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist die Produktion der Schilddrüsenhormone zu hoch. Der Körper hat dann zu viel Energie, läuft „übertourig“. „Die Symptome kann man sich unschwer selbst ableiten“, meint Zieren. Vermehrtes Schwitzen, innere Unruhe, hoher Blutdruck, Nervosität, Durchfall, Zyklusstörungen bei der Frau sind nur einige Beispiele. Nicht immer müssen alle Symptome gleichzeitig auftreten. „Je ausgeprägter und länger die Hyperthyreose besteht, desto ausgeprägter sind meist die Symptome“, sagt Zieren.

Beim Arzt checken lassen 

Eine Untersuchung des Blutes kann zumindest schon einmal Hinweise auf mögliche Fehlfunktionen liefern. Hierbei wird der Wert des in der Hirnanhangsdrüse gebildeten Hormons TSH gemessen. Auch die Bestimmung spezieller Schilddrüsenantikörper im Blut, eine Ultraschalluntersuchung und eventuell ein Szintigramm können hier wertvolle Dienste leisten, sagt Zieren.

 

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