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Osteopathie: Wie alles begann

von Martina Fromme | 12.01.2019
2min Lesezeit

Wenn es zwickt und ziept und der Arzt nicht richtig weiterkommt, hilft vielleicht der Gang zum Osteopathen. Die Anfänge dieser Methode liegen erst rund 150 Jahre zurück. "Erfunden" hat sie der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still.

Aus der Not geboren

1874 stellte Andrew Still seinen neuen Ansatz der osteopathischen Medizin erstmals der Öffentlichkeit vor. Zuvor hatte er zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges drei seiner vier Kinder verloren; zwei davon aufgrund einer Meningitis-Epidemie. Diese Erlebnisse veranlassten ihn dazu, nach Alternativen zur damaligen Schulmedizin zu suchen.

Immer in Bewegung

Grundgedanke von Stills neuem Konzept war, dass alles an und in unserem Körper ständig in Bewegung ist und dabei seine ganz eigene Funktion ausübt. Diese Bewegungsfreiheit braucht es auch, damit der Körper durch das Zusammenspiel der einzelnen Strukturen optimal funktionieren kann. Dort wo keine Bewegung möglich ist, behindern Fehlsteuerungen die Zirkulation und Nervenimpulse - Krankheiten und Funktionsstörungen machen sich breit.

„Find it, fix it, leave it“

Das Erkennen und Lösen dieser Bewegungseinschränkungen ist das, was Still als Osteopathie, seine neue manuelle Form der Medizin, bezeichnete. Durch die Beseitigung der sogenannten „Dysfunktionen“ sorgt der Osteopath für die optimale Beweglichkeit - so kann der natürliche Selbstheilungsmechanismus des Körpers wieder einsetzen. Dieser neue Behandlungsansatz erwies sich als sehr erfolgreich - neben vielen neuen Patienten gewann Still so auch viele Kollegen, die die osteopathische Medizin von ihm erlernen wollten. 1892 gründete Still deshalb die weltweit erste Schule für Osteopathie - die „American School of Osteopathy“.

Auf dem Vormarsch

Heute existieren in den USA 20 Colleges für osteopathische Medizin und die Lehre von der Osteopathie hat sich weltweit verbreitet und weiterentwickelt. In einigen europäischen Ländern wie zum Beispiel Belgien und Frankreich zählt sie bereits zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin; in nahezu allen europäischen Ländern wird sie praktiziert und erfährt immer größere Unterstützung.

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