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Wie erkennt man Kinderkrankheiten?

Group 11 9 min Lesezeit   |   23.11.2023

Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.

Group 20

Autor

Tina Belke

Qualitätssicherung

Dermanostic GmbH
Kinderkrankheiten | VIACTIV Krankenkasse

Wie erkennt man Kinderkrankheiten?

Group 11 9 min Lesezeit   |   23.11.2023

Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.

Kinderkrankheiten | VIACTIV Krankenkasse
Group 20

Autor

Tina Belke

Qualitätssicherung

Dermanostic GmbH

Es gibt diverse Kinderkrankheiten, die sich durch Hautveränderungen wie Flecken, Quaddeln oder Pusteln äußern. Für Laien sind sie oft schwer zu unterscheiden. Dr. med. Alice Martin, Ärztin und Mitgründerin der Online-Hautarztpraxis dermanostic, erklärt die Krankheiten.

Masern

Was ist das?
Masern sind eine hochansteckende Virusinfektion, die in der Regel Kinder betrifft, aber auch bei Erwachsenen vorkommen kann. Verursacht wird sie durch das Masernvirus.

Was sind die Symptome?
Zunächst entwickeln sich typischerweise Fieber, Husten, Schnupfen und andere grippeähnliche Symptome. Etwa 2 bis 4 Tage später manifestiert sich das sogenannte Masernexanthem durch kleine rote, meist erhabene Flecken auf der Haut. Die Flecken tauchen meist zuerst hinter den Ohren auf und breiten sich dann auf Gesicht, Hals, Arme und Beine aus. Teils verbinden sich die Flecken miteinander und bilden größere, unregelmäßige Flecken. Ein charakteristisches Anzeichen für Masern können auch die sogenannten „Koplik-Flecken“ sein, die als kleine weiße Flecken auf der Innenseite der Wangen erscheinen.

Wie lange dauert die Erkrankung?
Das Masernexanthem klingt normalerweise nach einigen Tagen ab und hinterlässt keine Narben.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Die Inkubationszeit für Masern beträgt etwa 10 bis 14 Tage.

Wie wird behandelt?
Behandelt werden in der Regel nur die Beschwerden. Dazu gehört eine sorgfältige Pflege der Haut mit Bädern und Juckreiz stillenden Medikamenten, auch um Infektionen der Haut zu vermeiden. Bei Viruserkrankungen wie Masern sind Antibiotika wirkungslos. Bei Fieber werden fiebersenkende Medikamente eingesetzt.

Röteln

Was ist das?
Röteln sind eine virale Infektion, die hauptsächlich Kinder betrifft, aber auch bei Erwachsenen auftreten kann. Sie werden durch das Rötelnvirus verursacht und sind für gewöhnlich eine milde Erkrankung.

Was sind die Symptome?
Röteln haben ähnliche jedoch abgeschwächte Symptome der Masernerkrankung. Auch hier zeigen sich Hautveränderungen in Form von roten, leicht erhabenen Flecken, die normalerweise zuerst im Gesicht auftauchen und sich dann über den Körper ausbreiten. Sie haben einen rosafarbenen bis hellroten Farbton und verblassen nach einigen Tagen.

Neben den Hautveränderungen können Röteln von einer Reihe anderer Symptome begleitet sein. Zu den häufigsten Symptomen gehören hier leichtes Fieber, vergrößerte Lymphknoten (insbesondere im Nacken und hinter den Ohren), Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, sowie leichte Entzündungen der Augen (Konjunktivitis). Bei Erwachsenen können die Symptome stärker ausgeprägt sein als bei Kindern.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Die Inkubationszeit für Röteln beträgt in der Regel etwa 14 bis 21 Tage, bis die ersten Symptome auftreten.

Wie wird behandelt?
Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern und mögliche Komplikationen zu verhindern. Betroffene sollten Bettruhe einhalten, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und können ggf. Schmerzmittel wie Paracetamol einnehmen, um Fieber und Schmerzen zu kontrollieren. Entzündungshemmende Augentropfen können bei Konjunktivitis helfen. Kinder mit Röteln sollten keinen Kontakt zu schwangeren Frauen haben (sofern keine Impfung besteht), da es zu Schädigungen des Ungeborenen kommen kann.

Wie kann man Röteln vorbeugen?
Prävention spielt im Umgang mit Röteln eine wichtige Rolle. Die beste Methode, um Röteln zu verhindern, ist die Impfung. Die Röteln-Impfung wird in der Regel als Teil der MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) verabreicht.

Ringelröteln

Was ist das?
Mit Röteln haben Ringelröteln außer dem Namen nichts gemeinsam. Die beiden Krankheiten werden von unterschiedlichen Erregern ausgelöst.

Was sind die Symptome?
Die Infektion mit Ringelröteln-Viren (Parvovirus B19) verläuft oft völlig unbemerkt oder wie ein leichter grippaler Infekt.

Ringelröteln sind gekennzeichnet durch ein charakteristisches Hautausschlagsmuster, auch als „Ringelrötelnexanthem“ bezeichnet. Dabei zeigen sich die Flecken als eine schmetterlingsförmige, großfleckige Rötung auf den Wangen. Nach einigen Tagen breitet sich der Ausschlag auf den Rumpf, die Arme und Beine aus.

Neben dem charakteristischen Hautausschlag sind Ringelröteln meist von weiteren Symptomen begleitet. Diese können Müdigkeit, leichtes Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sein.

Wie lange dauert die Erkrankung?
Die Erkrankung klingt in der Regel von selbst ab und dauert etwa 1 bis 3 Wochen.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Die Inkubationszeit für Ringelröteln beträgt in der Regel etwa 4 bis 14 Tage.

Windpocken

Was ist das?
Windpocken, auch als Varizellen bekannt, sind eine weit verbreitete und hochansteckende Kinderkrankheit. Sie werden durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht und zeichnen sich durch charakteristische Hautsymptome aus.

Was sind die Symptome?
Die typischen Symptome der Windpocken sind ein stark juckender Hautausschlag am gesamten Körper, begleitet von Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen.

Der Ausschlag besteht aus kleinen, roten Flecken, die sich schnell zu juckenden Bläschen entwickeln. Diese Bläschen können sich über den gesamten Körper ausbreiten, einschließlich des Gesichts, der Arme, Beine und des Rumpfes. Die Bläschen durchlaufen verschiedene Stadien, in denen ihr flüssiger Inhalt austrocknet und Krusten entstehen können.

Es ist wichtig, das Kratzen zu vermeiden, da es Entzündungen und Narbenbildung begünstigen kann. In der Regel heilen die Windpocken und die Hautveränderungen vollständig ab. Nachdem die Windpocken abgeheilt sind, bleibt das Varizella-Zoster-Virus jedoch inaktiv im Körper und kann später im Leben reaktivieren und zu Gürtelrose führen.

Wie wird behandelt?
Die Erkrankung klingt in der Regel von selbst ab. Es ist jedoch wichtig, den Juckreiz zu lindern und mögliche Komplikationen zu verhindern. In bestimmten Fällen können antivirale Medikamente empfohlen werden, um den Verlauf der Erkrankung zu mildern oder das Risiko von Komplikationen zu verringern. Bei schweren Fällen von Windpocken kann eine stationäre Behandlung erforderlich sein.

Zur Reduzierung des Juckreizes können betäubende Lösungen wie solche mit Polidocanol auf die Haut aufgetragen werden. Falls der Juckreiz nicht ausreichend gelindert wird, empfiehlt sich auch der Einsatz von Antihistaminika. Bei aufgekratzten eitrigen Knötchen verordnet der Arzt lokal wirksame Antibiotika. Das virenhemmende Medikament Aciclovir wird nur bei abwehrgeschwächten Kindern mit einem besonders hohen Komplikationsrisiko gegeben.

Wie kann man vorbeugen?
Auch bei den Windpocken spielt Prävention eine wichtige Rolle: Die Windpocken-Impfung wird in der Regel als Teil der MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) verabreicht und bietet einen wirksamen Schutz gegen die Erkrankung.

Windpocken sind eine sehr ansteckende Virusinfektion. Es ist wichtig, Personen mit Verdacht auf Windpocken von anderen Personen fernzuhalten, insbesondere von Schwangeren, Neugeborenen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, da diese Gruppen anfälliger für Komplikationen sind.

Eine gute Hygienepraxis, wie regelmäßiges Händewaschen, kann ebenfalls dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Der Virus kann durch direkten Körperkontakt oder kontaminierte Gegenstände wie Türgriffe übertragen werden.

Wie lange sind Windpocken ansteckend?
Die Ansteckungsgefahr besteht bereits 1 bis 2 Tage vor dem Auftreten des Hautausschlags und endet erst, wenn die letzten Bläschen ausgetrocknet sind.

Wie lange dauert die Erkrankung?
Die Krankheit dauert in der Regel 5 bis 14 Tage.

Gürtelrose

Was ist das?
Gürtelrose, auch als Herpes Zoster bekannt, ist eine schmerzhafte Hauterkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird.

Die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, das nach einer überstandenen Windpockeninfektion inaktiv im Körper verbleibt, ist die Ursache für die Erkrankung. Unter bestimmten Umständen, wie einem geschwächten Immunsystem oder im Alter, kann das Virus reaktiviert werden und entlang bestimmter Nervenbahnen wandern, was zu den typischen Symptomen von Gürtelrose führt.

Was sind die Symptome?
Diese umfassen zunächst ein allgemeines Unwohlsein, Kopfschmerzen und eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich ein schmerzhafter Hautausschlag, der in der Regel auf einer Körperseite auftritt und – passend zum Namen der Erkrankung – wie ein Gürtel aussieht. Der Ausschlag tritt normalerweise auf Brust, Bauch oder Gesicht auf, kann jedoch auch andere Körperbereiche betreffen. Dabei entstehende Bläschen können mit Flüssigkeit gefüllt sein und Juckreiz oder Brennen verursachen.

Die Diagnose kann meistens schon anhand des Erscheinungsbildes der Gürtelrose gestellt werden. In unklaren Fällen muss ein Erreger nachgewiesen werden, meist anhand einer Blutprobe oder eines Abstriches aus den Bläschen.

In einigen Fällen kann Gürtelrose zu Komplikationen führen. Dazu gehören chronische Nervenschmerzen, die Monate oder sogar Jahre nach der Abheilung des Ausschlags anhalten können. Andere seltene Komplikationen umfassen Augenentzündungen, Gehörverlust und neurologische Probleme.

Wie wird behandelt?
Eine frühzeitige Behandlung innerhalb von 72 Stunden nach auftretenden Hautveränderungen ist wichtig, um eine so genannte Post-Zoster-Neuralgie zu verhindern. Die Behandlung besteht aus schmerzstillenden Medikamenten und einem Medikament gegen Viren (Virustatika), z. B. mittels Aciclovir. Zudem findet auf der Haut eine bestimmte Lotion (meist Zink-Schüttelmixtur) Anwendung. Sie wirkt desinfizierend und austrocknend.

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung ist es wichtig, den Ausschlag sauber und trocken zu halten, um Infektionen zu vermeiden. Kühle Kompressen oder Bäder können helfen, den Juckreiz zu lindern.

Wie kann man vorbeugen?
Die beste Prävention gegen Gürtelrose ist die Impfung. Es gibt einen Impfstoff gegen Gürtelrose, der sowohl zur Vorbeugung der Erkrankung als auch zur Verringerung des Risikos von Komplikationen bei Personen, die bereits Windpocken hatten, empfohlen wird.

Während die Windpocken hoch ansteckend sind (Übertragung per Tröpfcheninfektion und Luft), ist die Gürtelrose nur dann ansteckend, wenn man in direkten Kontakt mit der Flüssigkeit aus den Bläschen kommt.

Scharlach

Was ist das?
Scharlach ist eine hochansteckende bakterielle Infektion, die hauptsächlich bei Kindern im Alter von 5 bis 15 Jahren auftritt. Sie wird durch das Bakterium Streptococcus pyogenes verursacht, das auch als Gruppe-A-Streptokokken bekannt ist.

Die Bakterien werden in der Regel durch Tröpfcheninfektion von einer infizierten Person übertragen. Dies kann beim Husten, Niesen oder direktem Kontakt mit infizierten Sekreten, wie Speichel, geschehen.

Was sind die Symptome?
Typische Anzeichen sind Halsschmerzen, hohes Fieber, Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Ein charakteristisches Merkmal von Scharlach ist der Ausschlag, der sich in Form kleiner roter Punkte entwickelt und sich wie Schmirgelpapier anfühlt. Der Ausschlag breitet sich normalerweise im Gesicht, Nacken und der Brust aus und kann sich später auf den Rest des Körpers ausbreiten. Eine weitere typische Erscheinung ist die sogenannte Himbeerzunge, bei der die Zunge anfangs weißlich belegt ist und sich später rot und geschwollen zeigt.

Wie wird behandelt?
In der Regel wird ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum wie Penicillin oder Amoxicillin verschrieben, um die bakterielle Infektion zu bekämpfen und um sicherzustellen, dass die Infektion vollständig abklingt und das Risiko von Komplikationen minimiert wird.

Es ist wichtig, dass Kinder mit Scharlach zu Hause bleiben, um die Ansteckung anderer zu vermeiden. Gute Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, das Vermeiden von gemeinsam genutzten Gegenständen und das Abdecken von Mund und Nase beim Husten oder Niesen sind ebenfalls wichtig, um die Ausbreitung des Bakteriums einzudämmen.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Die Symptome von Scharlach entwickeln sich in der Regel 1 – 2 Tage nach der Infektion.

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