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Welche Formen von Diabetes gibt es?

von Tina Gallach | 12.11.2020
4min Lesezeit

Allen Diabetestypen gemein ist, dass sie oft lange keine Beschwerden verursachen. Sie können trotzdem aber schon Schäden unter anderem an Organen und Blutgefäßen anrichten. Schnelle Hilfe ist gefragt.

Umgangssprachlich heißt Diabetes mellitus „Zuckerkrankheit“, wörtlich übersetzt „honigsüßer Durchfluss“ – und in seiner Bedeutung steht es für eine Reihe von Stoffwechselerkrankungen, bei denen die Produktion des blutzuckerregulierenden Hormons Insulin zurückgefahren oder ganz eingestellt wird. Die Folge ist ein chronisch hoher Blutzuckerspiegel. Im Fall von Diabetes mellitus Typ 1 ist das unumkehrbar – beim Typ 2 kann man es wieder in den Griff bekommen. Wir erklären, welche Formen es gibt.

Typ-1-Diabetes: In diesem Fall werden die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse durch fälschlich gebildete Antikörper zerstört. Dadurch wird kein oder kaum noch Insulin produziert – das Hormon, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert, beziehungsweise senkt. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt unbemerkt an, was zu Gefäß- und Gewebeschäden führen kann. Um das zu verhindern, müssen Diabetiker regelmäßig Insulin spritzen. Dabei muss aber beachtet werden, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu tief sinkt – sonst drohen schlimmstenfalls Schwächeanfälle bis hin zum Koma.
Von dieser Form betroffen sind rund vier Prozent der Diabetiker. In den meisten Fällen entsteht sie schon im Kindes- oder Jugendalter, in seltenen Fällen noch bei Erwachsenen. Für das Entstehen eines Typ-1-Diabetes werden unter anderem erbliche Veranlagungen vermutet, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind eines betroffenen Elternteils auch erkrankt, liegt bei rund vier Prozent. Sind beide Eltern betroffen, liegt sie bei rund 20 Prozent. Betroffene müssen ihren Blutzuckerspiegel ihr Leben lang kontrollieren und Insulin spritzen. Eine häufige Begleiterkrankung ist Zöliakie – Glutenunverträglichkeit. Somit müssen viele Typ-1-Erkrankte sehr extrem auf ihre Ernährung achten.

Typ-2-Diabetes: Mit etwa 90 Prozent ist dies die häufigste Form, sie tritt überwiegend bei Erwachsenen auf. Früher wurde sie auch als Altersdiabetes bezeichnet, weil häufig ältere Menschen an ihr erkrankten. Mittlerweile hat sich das Alter der Betroffenen aber gesenkt, was vermutlich mit Risikofaktoren wie Übergewicht durch falsche, zu kohlenhydratlastige Ernährung und Bewegungsmangel zusammenhängt. Beides führt nach und nach zu einem zu hohen Blutzuckerspiegel durch eine sogenannte Insulinresistenz. Das bedeutet, dass die verarbeitenden Zellen nicht mehr in vollem Umfang auf das Insulin reagieren können. Um den nötigen blutzuckerregulierenden Effekt zu erzielen, wird dann immer mehr Insulin gebraucht. Dieses muss – genau wie beim Typ 1 – von außen zugeführt werden. Zusätzlich zu den äußeren Faktoren spielt aber auch hier die Vererbung eine große Rolle. Im Unterschied zu Diabetes Typ 1 kann Typ 2 aber wieder reguliert werden. Wichtig hierfür ist, dass Betroffene ihre Ernährung konsequent umstellen und kontrollieren. Laut einer britischen Studie (DiRECT-Studie) von 2017 kann die Erkrankung durch eine Gewichtsreduktion von mindestens 15 Kilo bei vielen Betroffenen zurückgedrängt werden.

Schwangerschaftsdiabetes (Diabetes Typ 4): Diese Form tritt entweder erstmals während der Schwangerschaft, etwa zwischen der 24. und 28. Woche, auf – oder wird erst während einer Schwangerschaft entdeckt. Betroffen sind rund vier Prozent aller werdenden Mütter – es ist die häufigste Stoffwechselerkrankung während einer Schwangerschaft. Bleibt sie unentdeckt, kann das große gesundheitliche Folgen für Mutter und Kind haben. Der Entstehungszeitpunkt 24. bis 28. Woche hängt mit den hormonellen Veränderungen während einer Schwangerschaft zusammen. In diesem Abschnitt nimmt die Insulinempfindlichkeit der Zellen wegen hormoneller Turbulenzen fast bei jeder Schwangeren ab, wodurch der Blutzuckerspiegel leicht ansteigt. Liegt aber eine echte Schwangerschaftsdiabetes vor, steigt er deutlich an – was behandelt werden muss. Bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit. Dazu gehören zum Beispiel Diabetes in der Familie, Bluthochdruck oder Stoffwechselstörungen. Außerdem erhöht ein Alter von über 30 Jahren bei der ersten Geburt die Wahrscheinlichkeit. Nach der Entbindung normalisiert sich der Blutzuckerspiegel in fast allen Fällen wieder. Allerdings können Frauen, die eine Schwangerschaftsdiabetes hatten, später an Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 erkranken. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 30 bis 50 Prozent.

Diabetes Typ 3: Unter dieser Bezeichnung sind sonstige, seltene Diabetesformen zusammengefasst, die durch äußere Faktoren ausgelöst werden können. Dazu gehören unter anderem genetische Störungen, hormonelle Störungen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenentzündungen, regelmäßige und langfristige Kortisoneinnahme. Liegt eine bestimmte genetische Störung vor, wird die Diabetesform MODY genannt.

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