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Viactiv-Krankenkasse-Erinnerungen-Nostalgie | VIACTIV Krankenkasse

Was bedeutet Nostalgie?

von Maximilian Mühlenweg | 24.07.2021
Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.
2min Lesezeit

Warum sehnen wir uns eigentlich so oft nach der Vergangenheit – und denken wir sie uns damit schöner, als sie häufig war?

Die Lieblingsmusik kommt aus den 80ern, alte Spielekonsolen haben den größten Charme, und Omas Plätzchen waren die besten? Typisch nostalgische Erinnerungen, an die wohl in ähnlicher Form viele Menschen ab und zu denken. Dabei war die erste Definition der heute als bittersüße Erinnerungen bekannten Nostalgie eine völlig andere: Der Schweizer Mediziner Johannes Hofer prägte das Wort im 17. Jahrhundert, um die von ihm als Nervenkrankheit angesehenen Leiden von Kriegssöldnern zu beschreiben. Im Lauf der Geschichte hat sich die Bedeutung bekanntlich geändert und beschreibt heute eher positive Erinnerungen mit schmerzhaftem Unterton.

Nicht alles besser

Doch sind die Erinnerungen eigentlich zu Recht so wohltuend, wenn wir nostalgisch werden?
Nicht immer, denn das Gehirn ist zum Schutz vor seelischen Schmerzen in der Lage, negative Ereignisse aus dem Gedächtnis zu verbannen. Das funktioniert allerdings nicht immer, denn auch starke negative Erlebnisse können dauerhaft in Erinnerung bleiben. Doch speziell bei im Allgemeinen positiven Erlebnissen werden kleine negative Randaspekte leicht vom Gehirn ausgeblendet, sodass wir uns nur noch gut an die positiven Dinge erinnern können. Der schwedische Psychologe Gerd Thomas Waldhauser hat zudem herausgefunden, dass wir das Vergessen von negativen Ereignissen bewusst lernen und verbessern können.

Gut fürs Gemüt

Dass sich das Schwelgen in solchen Erinnerungen auch auf Dauer positiv auf uns auswirkt, hat 2013 die britische Psychologin Wing-Yee Cheung mit ihren Kollegen herausgefunden. In einer Studie untersuchten sie die Auswirkungen von nostalgischen Berichten auf das Wohlbefinden der Testgruppe. In der Gruppe konnte das Nacherzählen schöner Erinnerungen im Anschluss einen optimistischeren Blick auf die Zukunft hervorrufen.

Vielfältige Vorteile

Auch fühlten sich weitere Testgruppen der Forscher Tim Wildschut von der University of Southampton und Xinyue Zhou von der Sun Yat-Sen University anschließend mehr mit den wichtigsten Menschen im Leben verbunden, konnten sich besser in andere hineinversetzen und hatten ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Mit der ursprünglichen Definition einer krankhaften Erinnerung hat Nostalgie also nichts zu tun. Sie kann – ganz im Gegenteil – bei schlechter Stimmung und Niedergeschlagenheit helfen.

Darum werden wir nostalgisch

Nostalgie kann durch verschiedene Sinneseindrücke wie Gerüche, Musik oder auch Objekte aus der Kindheit hervorgerufen werden. Häufig rücken diese Dinge besonders in den Vordergrund und lösen nostalgische Gefühle aus, wenn man sich nicht besonders gut fühlt. So konnte unter anderem von Tim Wildschut und weiteren Forscherinnen und Forschern gezeigt werden, dass Nostalgie speziell dazu dient, negativen Stimmungen entgegenzuwirken. Nostalgie ist also eine geistige Stärke, die uns ein Leben lang begleitet und uns in schweren Zeiten dabei hilft, optimistischer nach vorne zu schauen und unser Wohlbefinden wiederherzustellen.

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