Studie zur Kultursensibilität von Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen an Patientenbeauftragten der Bundesregierung übergeben

13.07.2016

(Bild: VIACTIV; Carsten Bender) VIACTIV Krankenkasse übergibt Studie an Patientenbeauftragten der Bundesregierung Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Bochum: Die VIACTIV Krankenkasse setzt sich seit vielen Jahren im besonderen Maße für die Bedürfnisse der Versicherten mit Migrationshintergrund ein. In einer aktuellen Studie hat sie die Zufriedenheit von Patienten mit türkischem Migrationshintergrund mit der nicht medizinischen Versorgungsleistung in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern untersucht. Die Ergebnisse der Studie stellte sie jetzt dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung Staatssekretär Karl-Josef Laumann vor.


„Die Erkenntnisse bieten wertvolle Informationen für die Verantwortlichen in den Krankenhäusern. Die kultursensibel relevanten Krankenhausleistungen werden hier sehr deutlich herausgearbeitet. So kann gezeigt werden, dass die Zufriedenheit der Patienten mit türkischem Migrationshintergrund im Krankenhaus auch von der  Rücksichtnahme auf mangelnde Sprachkenntnisse und den Besuchsmöglichkeiten beeinflusst wird.“, so der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Staatssekretär Karl-Josef Laumann, der in der Bochumer Zentrale der VIACTIV zu Gast war.

„Ziel der nun vorliegenden Studie war es, die wesentlichen Faktoren zur Zufriedenheit von Patienten  mit Migrationshintergrund im Krankenhaus zu ermitteln. Die Studie vermittelt insbesondere interessante Erkenntnisse über die Bedürfnisse und Erwartungen türkischer Patienten. Kultursensible Versorgung ist wichtig für den Behandlungserfolg und fördert eine schnellere Genesung.“, betonte Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV Krankenkasse bei  der Übergabe der Studie an den Patientenbeauftragten Laumann. Kultursensibilität sei ein wichtiges Thema der Versorgungsqualität in der stationären Behandlung. Rund 3000 Krankenhausfälle bei 1700 Patienten mit türkischem Migrationshintergrund verzeichnete die VIACTIV Krankenkasse 2014.

Die vorliegende Studie ermittelte in rund 300 Interviews, die zu 70 Prozent in türkischer Sprache durchgeführt wurden, die Zufriedenheit der Patienten und deren Bedürfnisse. Die große Mehrheit der Befragten war insgesamt mit ihrem letzten Krankenhausaufenthalt zufrieden bis sehr zufrieden. Obwohl als wichtig erachtet, hatten einige der kultursensiblen Krankenhausleistungen jedoch auf die allgemeine Zufriedenheit keinen Einfluss. Als ganz besonders wünschenswert wurden hier vor allem eine den Ernährungsgewohnheiten entsprechende Verpflegung und die Möglichkeit zur Religionsausübung genannt.

Zur Kultursensibilität hatte die VIACTIV Krankenkasse – damals noch als BKK vor Ort - bereits 2012 gemeinsam mit dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes Nordrhein-Westfalen ein Forschungsgutachten durch das Deutsche Krankenhaus Institut initiiert. Bildete dies die Bemühungen der Leistungserbringer um Kultursensibilität ab, dokumentiert die aktuelle Untersuchung die Erfahrungs- und Erlebnisebene der Patienten.


Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 60 Standorten ca. 740.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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