Rooming-in bei Kindern in der Regel medizinisch notwendig

12.05.2016

Ein Krankenhausaufenthalt ist besonders für Kinder immer belastend. © Sydney Bourne / 42-40662072 / Corbis

Bochum: Eine stationäre Behandlung ist für Patienten eine starke Belastung – das gilt besonders für Kinder. Leichter wird es, wenn eine Bezugsperson den Patienten begleitet und mit in das Krankenhaus aufgenommen wird. Die Kosten hierfür trägt die Krankenkasse, wenn die Mitaufnahme aus medizinischen Gründen notwendig ist. Die VIACTIV Krankenkasse geht von der Annahme aus, dass dies grundsätzlich für Kinder bis 12 Jahre gilt.


Der Blinddarm ist entzündet, die anfängliche Erkältung hat sich zu einer handfesten Lungenentzündung entwickelt, die Mandeln müssen raus - und dann muss das Kind ins Krankenhaus. Bei stationärer Behandlung umfassen die Leistungen des Krankenhauses auch die aus medizinischen Gründen notwendige Mitaufnahme einer Begleitperson des Patienten, das so genannte Rooming-in. Dabei muss die Unterbringung der Begleitperson möglichst nah bei dem Patienten erfolgen, damit sie sich jederzeit um den Patienten kümmern kann. 2015 wurde in nahezu 5.800 Fällen zusammen mit dem Versicherten der VIACTIV Krankenkasse eine Begleitperson in eine stationäre Einrichtung aufgenommen. Rund eine Million Euro wendete die Kasse für die insgesamt fast 23.000 Unterbringungstage auf.

„Der Anspruch auf das Rooming-in ist allein an die medizinische Notwendigkeit gebunden, nicht an das Alter des Patienten“, erklärt Roland Wien, Vorstand der VIACTIV Krankenkasse. „Wir verzichten auf eine Prüfung der medizinischen Notwendigkeit bei Kindern bis 12 Jahre, weil wir glauben, dass ein 12-jähriger in einer so belastenden Situation wie einem stationären Aufenthalt genauso eine ihm vertraute Person braucht wie ein 6-jähriger. Oft ist es das erste Mal, dass die Kinder von zuhause fort sind. Zunehmend werden aber auch ältere zum Beispiel an Demenz erkrankte Patienten von einer Bezugsperson in das Krankenhaus begleitet. Hier erfolgt allerdings eine Prüfung des Einzelfalls.“

Eine Begleitperson, die eventuell der Arbeit fernbleiben muss oder hierdurch den Haushalt nicht führen kann, sollte einen möglichen Anspruch auf Kinderkrankengeld bzw. auf Haushaltshilfe durch die VIACTIV Krankenkasse prüfen lassen – 0800 222 12 11.

Ausgewertet für 2015:

  • 5777 Mal wurden Versicherte der VIACTIV in eine stationäre Einrichtung begleitet
  • 22755 Tage waren sie insgesamt untergebracht
  • 990.206,20 € wendete die VIACTIV dafür auf
  • 3,93 Tage waren die Begleitpersonen im Durchschnitt untergebracht; die Dauer lag zwischen einem und 199 Tagen
  • 4694 begleitete Kinder waren bis 6 Jahre alt; 635 bis 12 Jahre alt und 448 Patienten waren älter als 12 Jahre – davon 80 Patienten 70 Jahre und älter; der älteste Patient war 92 Jahre alt.

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 60 Standorten ca. 740.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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