Nicht ausreichend trinken kann fatale Folgen haben – besonders alte Menschen sind gefährdet

28.07.2014

Ausreichend trinken ist wichtig für die Gesundheit

Bochum: Ausreichend zu trinken ist ein oft wiederholter Rat von Gesundheitsexperten. Mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag lautet ihre Empfehlung. Aber der Flüssigkeitsbedarf kann auch deutlich höher liegen – bei Sommertemperaturen etwa oder körperlicher Betätigung. Auch Erkrankungen – Fieber, Durchfall, Erbrechen – beeinflussen den Flüssigkeitsverlust. Viel zu wenige Menschen folgen der Empfehlung der Experten nach ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Besonders alte Menschen trinken oft nicht genug – zum Teil mit gravierenden Folgen für die Gesundheit.


Der Körper besteht zu rund 60 Prozent aus Wasser. Da durch Schwitzen, Ausscheidungen über Nieren und Darm oder auch die Atmung ständig Wasser verloren geht, muss der „Wasserstand“ ausgeglichen werden. Verringert sich die Gesamtkörperflüssigkeit um nur wenige Prozent führt dies zu einem Rückgang des Speichels und der Harnproduktion sowie zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit bei physischer Belastung. Ein Wasserdefizit von mehr als 20 Prozent des Körpergewichts stellt einen lebensbedrohlichen Zustand dar – so warnen Experten. „Wichtig ist nicht erst zu trinken wenn der Durst groß, sondern dem Körper regelmäßig Flüssigkeit zuzuführen“, raten Gesundheitsexperten. „Heftiger Durst ist ein Zeichen dafür, dass bereits ein Flüssigkeitsdefizit besteht.“

Vor allem bei älteren Menschen nimmt das Risiko einer unzureichenden Flüssigkeitszufuhr zu, wissen die Experten der BKK vor Ort. Für den gesunden älteren Menschen empfehlen sie eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von gut zwei Litern. Aber viele Alte trinken deutlich weniger. Häufiger Grund: „Mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl deutlich ab. Ausreichendes Trinken wird daher schlicht vergessen. Aber auch Angst vor nächtlichen Toilettengängen, Inkontinenz oder Prostataleiden können wichtige Trink-Hemmnisse sein.“

Pflegebedürftige brauchen meist Unterstützung, um ausreichend zu trinken - unabhängig davon, ob sie zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung leben. Besonders geeignete Getränke sind: Leitungs- und Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees sowie verdünnte Obstsäfte (Schorlen). Auch Suppen, Milch- und Buttermilchgetränke sowie Obst-, Gemüse- und Multivitaminsäfte können einen Beitrag zur Flüssigkeitsversorgung leisten. „Trinkmuffel können mit wasserreichen Lebensmitteln wie z. B. Melonen, Tomaten und Gurken ihren Flüssigkeitshaushalt aufbessern“, erklären die Gesundheitsberater. Übrigens: Je weniger jemand isst, desto mehr muss er trinken, denn bei geringer Nahrungsaufnahme fehlt das auch in fester Nahrung enthaltene Wasser.“

Mögliche Folgen einer unzureichenden Flüssigkeitsversorgung:

  • Mundtrockenheit, trockene Schleimhäute
  • verringerter Hautturgor - die Haut ist faltig und schlaff, fühlt sich
    pergamentartig an
  • Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, eintretende Desorientiertheit und Verwirrtheitszustände
  • erschwerte Regulation der Körpertemperatur 
  • Schwäche, Schwindel, Apathie, Bewusstlosigkeit 
  • Infektionen 
  • Verstopfung
  • veränderte Medikamentenwirkung 
  • Kreislaufversagen mit Bewusstlosigkeit
  • Nierenversagen

Oftmals ist eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich.

Tipps für ausreichendes Trinken
Auch ohne Durst zu verspüren, müssen ältere Menschen ausreichend trinken. Ein Trinkprotokoll hilft die getrunkene Flüssigkeitsmenge zu kontrollieren, ein Trinkplan hilft dabei regelmäßig Getränke anzubieten.

So können Ältere und Pflegepersonen für eine ausreichende Trinkmenge sorgen:

  • zu allen Mahlzeiten grundsätzlich Getränke reichen
  • zwischen den Mahlzeiten immer wieder ans Trinken erinnern (besonders bei verwirrten zu Pflegenden) und ggf. Getränke anreichen
  • leere Gläser und Becher wieder auffüllen
  • Getränke sichtbar platzieren
  • gefüllte Trinkgefäße sollten immer in Reichweite sein
  • zwischen unterschiedlichen Getränken abwechseln, verschiedene Kalt- und Heißgetränke bereithalten

Über die BKK vor Ort:
Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 100.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.
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