Muskel-Skelett Erkrankungen treiben in Hamm den Krankenstand

10.11.2014

Bewegung im Büro

Hamm: Arbeitnehmer in Hamm melden sich deutlich häufiger krank als die Beschäftigten im Durchschnitt von NRW. Das ist ein Ergebnis der Analyse von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen 2013 der BKK vor Ort. Mit einem Krankenstand von 7,3 % ist Hamm im Vergleich zu NRW (6,3 Prozent) und anderen Ruhrgebietsstädten ziemlich weit vorne. Rund 486.000 Arbeitsunfähigkeitsfälle – davon 2500 AU-Bescheinigungen in Hamm – liegen der Untersuchung der BKK vor Ort zugrunde.

Jeder Beschäftigte, der in Hamm wohnt und bei der BKK vor Ort krankenversichert ist, musste 2013 im Durchschnitt 1,4 Mal wegen Krankheit der Arbeit fern bleiben. Insgesamt waren das knapp 42.000 Arbeitstage. Mit einer Dauer von 17,1 Tagen je Krankheitsfall liegt Hamm um mehr als zwei Tage über dem Durchschnitt von NRW (15 Tage/Fall). Im gesamten Bundesgebiet errechnete die BKK vor Ort einen Durchschnitt von 14,3 Tagen je Arbeitsunfähigkeitsfall.

„Ein bedeutender Treiber dieser Zahlen sind Muskel-Skelett Erkrankungen“, erläutert Friedrich-Wilhelm Becker, von der BKK vor Ort und verantwortlich für den Standort Hamm. „Allein 497 Fälle mit zusammen 14.691 AU-Tagen gehen auf dieses Konto. Das sind 29,6 Tage je Fall, in NRW sind es 7,5 Tage weniger.“ Muskel-Skelett Erkrankungen verursachen in Hamm 20 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle und 35 Prozent aller Krankentage.

Die längste Falldauer verzeichnet die BKK vor Ort jedoch bei den psychischen Erkrankungen. Mit 54,3 Tagen je Fall – und damit rund 14 Tage länger als im NRW-Durchschnitt - rangieren psychische Erkrankungen ganz oben bei der Falldauer.

Die häufigste Ursache für Krankschreibungen sind Atemwegserkrankungen. Sie haben eine klare saisonale Abhängigkeit. Wenn im Winter die Temperaturen fallen, steigen die Arbeitsunfähigkeitsfälle – in Jahr 2013 war der Höhepunkt im Februar mit über 35.000 Fällen bei der BKK vor Ort bundesweit. Auch in Hamm ist die Häufigkeit der Atemwegserkrankungen am höchsten. Allerdings dauert ein Fall im Durchschnitt nur 7,9 Tage; der Anteil an den Gesamttagen beträgt 12 Prozent.

Dabei scheinen jüngere Beschäftigte anfälliger für Atemwegserkrankungen zu sein. Liegt die Zahl der AU-Fälle in der Altersgruppe bis 25 Jahre bei 67,0 pro 100 Personenjahre sinkt sie auf 29,2 bei den Mitgliedern ab 56 Jahren. Anders bei den Muskel-Skelett Erkrankungen: hier ist die höchste Ausprägung mit 44,3 Fällen pro 100 Personenjahre bei Beschäftigten ab 56 Jahren.

Der Unterschied der Geschlechter ist bei den Muskel-Skelett Erkrankungen besonders deutlich – hier sind Männer mit 36 Fällen pro 100 Personenjahre stärker belastet als Frauen mit 22,5 Fällen. Umgekehrt bei den Psychischen Erkrankungen – hier trifft es Frauen häufiger (Frauen 8,6 Fälle/100 PJ – Männer 5,4 Fälle/100 PJ)

Über die BKK vor Ort:
Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 100.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.
Sitz der BKK vor Ort ist Bochum in Nordrhein-Westfalen.

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