Mehr FSME-Risikogebiete

01.04.2016

Umherstreifen erhöht das Risiko für einen Zeckenstich

Bochum: Ein Zeckenstich ist unangenehm. Zusätzlich gefährlich kann er werden, wenn die Zecke Infektionen überträgt – am bekanntesten: die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Das ganzjährig milde und feuchte Klima sorgt für eine weitere Verbreitung belasteter Zecken und damit eine Ausweitung von Risikogebieten. Die Risikogebiete in Deutschland betreffen hauptsächlich den Süden.


Eine FSME-Infektion beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Unter Umständen ist die Erkrankung damit schon überstanden. Bei einem Teil der Infizierten befällt das Virus aber das zentrale Nervensystem. Die Symptome: hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und oft ein steifer Nacken. Bei schweren Verläufen kann es zur Gehirnentzündung mit zusätzlichen Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen oder Lähmungen kommen. Auch das Rückenmark beziehungsweise die entsprechenden Nervenwurzeln können vom FSME-Virus geschädigt werden.

Zecken sind sehr widerstandsfähig und kommen nahezu überall in Europa vor - nicht alle Tiere sind mit FSME-Viren belastet. In Deutschland gelten vor allem Baden-Württemberg, Bayern sowie Teile von Südhessen, Thüringen, Nordhessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland als FSME-Regionen. 145 Landkreise hat das Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogebiete identifiziert (Stand Mai 2015). Erste FSME-Fälle wurden in diesem Jahr bereits in Bayern gemeldet.

Dass es zum Beispiel in NRW keine als Risikogebiete gekennzeichneten Landkreise gibt, heißt nicht, dass keine FSME-Fälle vorkommen. Erst eine bestimmte Anzahl von Erkrankungen führt zur Einstufung als Risikogebiet durch das RKI. In Europa sind vor allem Österreich, die baltischen Länder, Polen und Russland, aber auch Tschechien, die Slowakei, Ungarn sowie der Balkan belastet.

„Da es bei FSME keine spezielle Therapie gibt, ist es besonders wichtig, die Erkrankung zu verhindern“, empfehlen die Gesundheitsexperten der VIACTIV Krankenkasse. „Wer durchs Unterholz streift, trägt ein höheres Risiko für Zeckenstiche – da sind lange Hosen und geschlossene Kleidung ein wichtiger Schutz. Denn nur bei direktem Kontakt zwischen Zecke und Wirt kann es gefährlich werden.“

Wirksamen Schutz vor einer FSME-Infektion bietet eine Impfung. Ein vollständiger Impfschutz besteht nach drei Injektionen, wobei in der Regel die ersten beiden im Abstand von ein bis drei Monaten erfolgen. Eine dritte Impfung nach fünf bis zwölf Monaten schließt die so genannte Grundimmunisierung ab und verleiht für mindestens drei Jahre Schutz.

„Menschen, die in Risikogebieten leben oder zum Beispiel dorthin in den Urlaub reisen wollen, sollten sich daher jetzt impfen lassen – das gilt vor allem auch für Kinder, für die es ebenfalls Impfstoffe gibt“, empfehlen die Berater der VIACTIV. „Für unsere Versicherten übernehmen wir die Kosten für die FSME-Impfungen im Rahmen unserer Satzung.“

Informationen unter www.VIACTIV.de oder am Service-Telefon 0800 222 12 11.

Karte der FSME-Risikogebiete in Deutschland unter www.rki.de (hier: Epidemiologisches Bulletin Nr. 21/2015)

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 60 Standorten ca. 770.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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