Kopfschmerzen gehören zum Kinderalltag

06.09.2016

Kinder mit Kopfschmerzen können Unterricht oft nicht folgen. © Frederic Cirou / 42-26277250 / Corbis

Bochum: Für rund 74 Prozent der Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe an Deutschlands Schulen gehören Kopfschmerzen und Migräne zum Alltag. Dies ergeben Daten einer schriftlichen Befragung der an „Aktion Mütze“ teilnehmenden Kinder. „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“ ist eine Kampagne des Schmerz-Experten Prof. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel, und Karin Frisch, Lehrerin und Geschäftsführerin des Zentrums für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES) gGmbH.


Nahezu drei Viertel der Kinder in der 7. Jahrgangsstufe kennen Kopfschmerzen als mehr oder minder regelmäßige Beeinträchtigung. Vorherrschend sind Migräne und Spannungskopfschmerzen. Von den betroffenen Kindern mit migränetypischen Symptomen nehmen 60 Prozent Medikamente, davon knapp 20 Prozent nach ärztlicher Verordnung. Bei den Kindern mit Symptomen für Spannungskopfschmerzen nehmen 40 Prozent Arzneimittel, davon knapp 7 Prozent nach ärztlicher Verordnung. Die alltäglichen Lebenserfahrungen von Kindern üben einen erheblichen Einfluss auf ihre weitere gesundheitliche Entwicklung aus und prägen ihre gesundheitsbezogenen Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen. Arzneimittelkonsum ohne ärztliche Verordnung ist daher problematisch für zukünftiges Handeln.

„Die Untersuchung zeigt: Kopfschmerzen sind schon im Kindesalter ein weit verbreitetes Problem. Das Ausmaß der Selbstmedikation ist erschreckend hoch. Über 40 Prozent der Siebtklässler mit Migräne nehmen Kopfschmerzmittel ohne ärztliche Verordnung“, ist Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV Krankenkasse, besorgt. „Die betroffenen Kinder benötigen zunächst eine angemessene medizinisch therapeutische Versorgung. Wir müssen ihnen aber auch eine auf Prävention ausgerichtete verhaltensorientierte Unterstützung im Alltag bieten. Dies leistet das Programm „Aktion Mütze“ in besonderer Weise.“

Für Prof. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel und Mitinitiator von „Aktion Mütze -  Kindheit ohne Kopfzerbrechen“, sind Leistungsdruck in der Schule, Freizeitstress am Nachmittag, aber auch Reizüberflutung oder unregelmäßiges Essen mitverantwortlich dafür, dass es bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger zu Spannungskopfschmerzen oder Migräne-Anfällen kommt. Den Kindern den Stress zu nehmen ist ein Ansatzpunkt für eine präventive Intervention.

Die Verantwortlichen des Projekts „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“ setzen in der vertrauten Lebenswelt der Kinder an – der Schule. Dazu haben sie eine Unterrichtseinheit über drei Doppelstunden in der 7. Jahrgangsstufe ausgearbeitet und erprobt. Materialien zur Durchführung der Unterrichtsstunden werden weiterführenden Schulen bundesweit angeboten und bei Interesse kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Die VIACTIV Krankenkasse fördert engagiert dieses Programm, weil die Intervention in der für die Kinder vorherrschenden Lebenswelt - ihrer Schule - stattfindet und Kinder, Eltern und Lehrer einbindet“, so Reinhard Brücker weiter. „Dadurch, dass gesundheitsförderndes Verhalten Lernziel des Unterrichts ist, sorgt es gleichzeitig dafür, dass die Schule zu einem gesundheitsbewussteren Ort wird. Das macht „Aktion Mütze“ besonders erfolgsversprechend.“

Die VIACTIV Krankenkasse unterstützt Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in den Lebenswelten ihrer Versicherten. Dazu zählen Kindertageseinrichtungen und Schulen genauso wie Betriebe und Unternehmen oder Sportgruppen und Vereine. Damit passt „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“ gut zur VIACTIV.

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 60 Standorten ca. 740.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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