Kampagne gegen Kopfschmerzen bei Kindern

01.09.2015

78 Prozent der Kinder zwischen 11 und 17 Jahren sind von Kopfschmerzen betroffen.

Bochum: Kopfschmerzen sind bei Kindern weit verbreitet und stellen ein bedeutsames Gesundheitsproblem dar. Die Ursachen sind vielfältig. Eine neue Kampagne soll Kinder, Eltern und Lehrer hierfür sensibilisieren und darüber informieren. Die BKK vor Ort unterstützt das bundesweite Projekt „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“. Langfristiges Ziel ist die Kopfschmerzprävention im Stundenplan der 7. Jahrgangsstufe fest zu verankern. So lernen Schülerinnen und Schüler mit Kopfschmerzen umzugehen und sich im Schulalltag bewusst zu entspannen. Die Kampagne ist ein Beispiel für Prävention in Lebenswelten, die das Präventionsgesetz besonders stärkt, urteilt der Partner BKK vor Ort.

Aus Studienergebnissen des Robert Koch-Instituts (Kinder- und Jugendsurveys KIGGS) geht hervor, dass 78 Prozent der Kinder zwischen 11 und 17 Jahren von Kopfschmerzen betroffen sind. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA geht von einem kontinuierlichen Anstieg der Kopfschmerzbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen aus und schätzt, dass bis zum 12. Lebensjahr 90 Prozent der Jungen und Mädchen Erfahrungen mit Kopfschmerzen gemacht haben. Untersuchungen des Instituts für Suchtprävention und angewandte Psychologie zeigen zudem, dass Kopfschmerzen ein wesentlicher Grund für die Entstehung von Suchtverhalten sein können, wenn durch dauernde Einnahme von Medikamenten oder anderen Stoffen eine Verbesserung des Befindens erwartet wird.

„Leistungsdruck in der Schule, Freizeitstress am Nachmittag, aber auch Reizüberflutung oder unregelmäßiges Essen führen immer häufiger zu Spannungskopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen oder lösen sogar Migräne-Anfälle aus“, erklärt Prof. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel. Nach Angaben des Mediziners hat jedes zweite Kind im Grundschulalter regelmäßig Kopfschmerzen. Jedes siebte Schulkind werde aufgrund von Kopfschmerzen medizinisch behandelt. Kopfschmerzen bei Kindern könnten zu psychischen Problemen führen oder sich zu lebenslangen chronischen Kopfschmerzen auswachsen.

Daher haben die Schmerzklinik Kiel und die ZIES gGmbH, eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschen mit Gesichts- und Kopfschmerzen einsetzt, die Kampagne Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen gestartet. Wichtiger Baustein ist eine Unterrichtseinheit zur Kopfschmerzprävention für Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe. Das Material umfasst Hintergrundinformationen für Lehrer und Eltern, verschiedene Arbeitsblätter für Kinder und einen Kopfschmerz-Fragebogen. In vielen Bundesländern ist die Unterrichtseinheit vom zuständigen Ministerium zugelassen.

„Für unsere Krankenkasse ist die bundesweite Initiative „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen ganz besonders wichtig“, erläutert Jürgen Clemens, Leiter Prävention der BKK vor Ort. Sie unterstützt die Schule bei ihrem Bildungsauftrag durch umfangreiches Unterrichtsmaterial zur gesundheitlichen Bildung. Gleichzeitig informiert die Aktion Eltern, Lehrer und Schüler über Kopfschmerzen und ihre Ursachen. Besonders wichtig ist uns, dass Schule dadurch selbst zu einem gesundheitsfördernden Ort mit notwendiger Entspannung, ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung wird. In unserem Verständnis sind gesundheitsstärkende Lebenswelten unverzichtbare Bausteine für eine wirksame Prävention.“

Lehrer, Eltern und Kinder können sich unter www.aktion-muetze.de informieren und kostenlos Unterrichtsmaterial bestellen.

Über die BKK vor Ort:
Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.
Sitz der BKK vor Ort ist Bochum in Nordrhein-Westfalen.

Für Pressekontakte:
BKK vor Ort
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Telefon 0234 479-2717, Mobil 0172 3864318
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